Wenn du als österreichisches Unternehmen mit Influencer Marketing starten willst, fragst du dich wahrscheinlich: Wie funktioniert das eigentlich? Es ist nicht einfach, einen Influencer zu finden, ihm Geld zu zahlen und dann zu hoffen, dass etwas passiert. Es gibt einen klaren Ablauf - und wer ihn kennt, spart Zeit, Geld und Frust.
1. Klare Ziele definieren - bevor du auch nur einen Post schreibst
Was willst du wirklich erreichen? Viele denken, Influencer Marketing sei nur für mehr Reichweite da. Das ist falsch. In Österreich läuft es meistens anders als in den USA oder Deutschland: Hier vertrauen Menschen eher auf Empfehlungen von Bekannten oder lokal bekannten Personen. Deshalb ist es entscheidend, deine Ziele genau zu formulieren.- Möchtest du neue Kunden gewinnen? Dann brauchst du Conversions - nicht nur Likes.
- Willst du deine Marke bekannter machen? Dann brauchst du Authentizität, nicht nur große Zahlen.
- Willst du ein neues Produkt testen? Dann brauchst du echte Nutzererfahrungen.
Ein typisches Beispiel aus Graz: Ein lokaler Bio-Supermarkt hat mit drei Mikro-Influencern (2.000-10.000 Follower) eine Kampagne gestartet, bei der sie wöchentlich ein Produkt in ihrem Alltag zeigen. Ergebnis: 27 % mehr Besucher in den Filialen innerhalb von vier Wochen - und 83 % der Kunden konnten den Influencer nennen, der das Produkt empfohlen hatte.
2. Den richtigen Influencer finden - nicht der mit den meisten Followern
Größer ist nicht besser - besonders in Österreich. In Wien, Salzburg oder Linz funktionieren Mikro-Influencer oft besser als Mega-Influencer. Warum? Weil ihre Follower ihnen wirklich vertrauen. Sie sehen sie als Nachbarn, Kollegen oder Bekannte - nicht als Werbebotschaften.Wie findest du sie?
- Suche nach lokalen Hashtags wie #GrazLife, #WienFoodie, #SalzburgDaily.
- Filtere nach Engagement-Rate - nicht nach Follower-Zahl. Ein Influencer mit 5.000 Followern und 8 % Engagement ist wertvoller als einer mit 100.000 und 1 %.
- Schau dir an, wie sie mit Kommentaren umgehen. Reagieren sie persönlich? Oder ignorieren sie alles?
Ein gutes Werkzeug in Österreich ist Upfluence oder Heepsy - aber auch manuelles Recherchieren funktioniert. Viele Influencer in Österreich haben keine Agentur. Sie schreiben direkt per DM oder E-Mail. Ein simples Template: „Hallo [Name], ich liebe deine Beiträge über [Thema]. Wir haben ein Produkt, das perfekt zu deinem Publikum passt - möchtest du ein kurzes Gespräch?”
3. Die Zusammenarbeit planen - von der Idee bis zum Post
Ein Influencer ist kein Werbeträger - er ist ein Partner. Die besten Kampagnen entstehen, wenn du ihm Freiheit gibst, aber klare Rahmen setzt.Das ist ein typischer Ablauf in Österreich:
- Erstgespräch: Klären, was du willst - und was er kann. Frag nicht nur nach Preisen. Frag: „Was würdest du deinen Followern empfehlen?”
- Konzeptentwicklung: Gemeinsam eine Idee entwickeln. Nicht: „Mach ein Bild mit unserem Produkt.” Sondern: „Wie könntest du unser Produkt in deinen Alltag einbauen?”
- Content-Brief: Schreibe eine kurze Anleitung: Worum geht’s? Welche Botschaften müssen rüberkommen? Was ist tabu? (Zum Beispiel: Keine Preisangaben ohne Genehmigung.)
- Genehmigung: Lass den Influencer den Post erstellen. Dann schickst du ihm Feedback - nicht eine vollständige Neuschreibung.
- Veröffentlichung: Gemeinsam einen Termin festlegen. Oft funktioniert es besser, wenn der Post mitten in der Woche (Dienstag-Donnerstag) kommt - nicht am Wochenende.
Ein Beispiel aus Linz: Ein Fitness-Studio hat mit einem Influencer, der täglich Trainingsvideos postet, eine Kampagne gestartet. Der Influencer hat nicht einfach das Logo gezeigt, sondern ein 30-Tage-Challenge-Video gedreht - mit echten Teilnehmern aus seinem Umfeld. Das Video wurde über 120.000 Mal angesehen. Kein Werbebanner, kein Promo-Code - nur echte Geschichte.
4. Rechtliche Grundlagen - das ist in Österreich Pflicht
Wer das nicht macht, riskiert eine Geldstrafe. In Österreich gilt die KWG (Konsumentenschutzgesetz) und die Unfair Competition Act. Jeder Werbebeitrag muss klar als solcher gekennzeichnet sein.Das bedeutet:
- #Werbung oder #Ad - das ist die Mindestanforderung.
- Es reicht nicht, „Danke an [Marke]” zu schreiben. Das ist nicht klar genug.
- Bei Videos: Der Hinweis muss im ersten Bild oder in den ersten 5 Sekunden sichtbar sein.
- Bei Stories: Der „Sponsored”-Sticker von Instagram oder TikTok ist der sicherste Weg.
Ein Influencer in Innsbruck wurde 2024 von der WKÖ (Wirtschaftskammer Österreich) abgemahnt, weil er ein Produkt als „mein Lieblingsprodukt” bezeichnet hat - ohne #Werbung. Die Strafe: 1.200 Euro. Kein Spaß - das passiert.
5. Erfolg messen - nicht nur mit Likes
Wie weißt du, ob es funktioniert hat? Viele Unternehmen messen nur Likes und Shares. Das ist wie zu prüfen, ob ein Auto fährt - nur indem du draufklopfst.Was du wirklich brauchst:
- Click-Tracking: Nutze UTM-Parameter in Links (z. B. mit Bitly oder Google Campaign URL Builder).
- Einlösungen: Gib jedem Influencer einen individuellen Rabattcode - z. B. „LUCAS10”. So weißt du exakt, wer gekauft hat.
- Website-Traffic: Schau dir Google Analytics an: Gab es einen Anstieg in den Tagen nach dem Post?
- Verkaufszahlen: Vergleiche die Umsätze vor, während und nach der Kampagne.
Ein österreichisches Kosmetik-Startup hat mit fünf Influencern eine Kampagne gestartet. Jeder hatte einen eigenen Code. Ergebnis: 42 % der Neukunden kamen über Influencer - und 68 % davon haben ein zweites Produkt gekauft. Das ist der echte Wert: Kunden, die bleiben.
6. Langfristige Beziehungen aufbauen - das ist der Game-Changer
Einmalige Posts bringen wenig. Wiederholte Zusammenarbeit bringt Vertrauen. In Österreich ist Loyalität wichtig. Wenn ein Influencer dein Produkt wirklich mag, wird er es auch in sechs Monaten noch empfehlen - und das ist wertvoller als 10 neue Influencer.Wie baust du langfristige Beziehungen auf?
- Bezahle nicht nur für Posts - sondern auch für Feedback, Ideen, Testprodukte.
- Lade Influencer zu Events ein - auch wenn es nur ein kleiner Abend in deinem Büro ist.
- Erwähne sie in deinen eigenen Kanälen - und danke öffentlich.
- Sei fair bei der Bezahlung. Ein Influencer mit 15.000 Followern in Graz verdient nicht 200 Euro für einen Post - er verdient mindestens 800-1.200 Euro, je nach Aufwand.
Ein Bäckerei-Netzwerk in Steiermark arbeitet seit drei Jahren mit drei lokalen Food-Influencern zusammen. Jeder Monat gibt es ein neues Produkt - und jeder Influencer bekommt ein kostenloses Monatsabo. Die Ergebnisse? Konstante Umsatzsteigerung, keine neuen Influencer suchen - und eine Community, die sich mit der Marke identifiziert.
Was funktioniert nicht?
Vermeide diese häufigen Fehler in Österreich:
- Keine klare Kommunikation: „Mach einfach was du willst” - das führt zu unerwarteten Ergebnissen.
- Keine Rechtsabklärung: Kein Vertrag? Dann hast du keine Ansprüche auf Inhalte oder Nutzungsrechte.
- Überbewertung von Follower-Zahlen: 100.000 Follower, aber nur 100 echte Interaktionen? Das ist Werbung - kein Marketing.
- Keine Nachverfolgung: Du hast den Post veröffentlicht - und dann nichts mehr gemacht? Dann war es nur ein Ausgabenpost.
Wie viel kostet Influencer Marketing in Österreich?
Es gibt keine Standardpreise - aber hier ist eine realistische Orientierung für 2025:
| Influencer-Typ | Follower | Einmaliger Post (Instagram/TikTok) | Story-Post | Video (15-30 sec) |
|---|---|---|---|---|
| Mikro-Influencer | 2.000-10.000 | 300-800 € | 100-250 € | 500-1.200 € |
| Mittelgroß | 10.000-50.000 | 800-2.000 € | 250-600 € | 1.200-3.500 € |
| Groß | 50.000-200.000 | 2.000-5.000 € | 600-1.500 € | 3.500-8.000 € |
| Mega | 200.000+ | 5.000-15.000 € | 1.500-4.000 € | 8.000-25.000 € |
Die meisten österreichischen Unternehmen starten mit Mikro-Influencern - und investieren 3.000-8.000 € pro Kampagne. Das ist der Goldstandard für echte Ergebnisse.
Frequently Asked Questions
Wie lange dauert eine Influencer-Kampagne in Österreich?
Eine typische Kampagne dauert 4-8 Wochen - inklusive Planung, Content-Erstellung und Auswertung. Der eigentliche Post wird meistens an einem Tag veröffentlicht, aber die Vorbereitung braucht Zeit. Wer schnell starten will, sollte mindestens 3-4 Wochen einplanen.
Kann ich auch mit kleinen Influencern in ländlichen Regionen arbeiten?
Absolut. In Oberösterreich, Vorarlberg oder dem Burgenland gibt es viele Influencer mit 1.000-5.000 Followern, die extrem eng mit ihrer Community verbunden sind. Sie haben oft eine höhere Conversion-Rate als Wiener Influencer mit 50.000 Followern. Ein Beispiel: Ein Bio-Hof in der Südsteiermark hat mit drei lokalen Food-Bloggern eine Kampagne gestartet - und hat innerhalb von zwei Wochen 200 neue Online-Bestellungen erhalten.
Was ist der Unterschied zwischen #Werbung und #Ad?
Beide sind in Österreich rechtlich akzeptiert. #Werbung ist klarer für deutschsprachige Nutzer, #Ad ist international gebräuchlich. Wichtig ist: Es muss deutlich sichtbar sein - nicht klein, nicht versteckt. Die WKO empfiehlt #Werbung, weil es für alle verständlich ist.
Wie finde ich Influencer, die zu meiner Marke passen?
Schau dir an, welche Themen sie sonst behandeln. Passt ihr Stil zu deiner Marke? Wenn du ein nachhaltiges Produkt hast, sollte der Influencer sich sonst auch für Umwelt, Recycling oder Fairness einsetzen - sonst wirkt es künstlich. Lies seine Kommentare. Sind sie positiv? Gibt es echte Diskussionen? Dann ist er authentisch.
Soll ich eine Agentur beauftragen?
Wenn du zum ersten Mal Influencer Marketing machst und wenig Zeit hast, ja. Aber wähle eine Agentur, die lokale Influencer kennt - nicht nur die großen Namen aus Berlin oder München. In Österreich gibt es viele kleine Agenturen, die speziell auf den österreichischen Markt fokussiert sind - und sie sind oft günstiger und flexibler.
Was kommt als Nächstes?
Influencer Marketing ist kein einmaliger Sprung - es ist eine langfristige Strategie. Wer heute mit Mikro-Influencern startet, baut in einem Jahr eine Community auf, die sich nicht mehr von Werbung ablenken lässt - sondern aktiv für die Marke spricht. In Österreich ist das der Unterschied zwischen erfolgreich und vergessen.Beginne klein. Sei authentisch. Halte dich an die Regeln. Und vergiss nicht: Es geht nicht darum, wie viele Leute deinen Post sehen - sondern wie viele von ihnen dir vertrauen.
Steffi Hill
November 19, 2025 AT 20:02Ich find’s super, dass hier endlich mal betont wird, dass es nicht um Likes geht, sondern um Vertrauen.
Endlich jemand, der das versteht.
Christian Torrealba
November 19, 2025 AT 22:23Manchmal denk ich, wir haben vergessen, dass Marketing eigentlich nur menschliche Beziehungen ist.
Ein Influencer ist kein Werbeträger, er ist der Nachbar, der dir sagt: ‚Probiert das Brot, das ist echt gut.’
Das ist Österreich. Nicht die USA. Nicht Berlin.
Wir verkaufen nicht Produkte, wir verkaufen Gemeinschaft.
Und wenn du das nicht spürst, dann hast du schon verloren.
Ich hab mal mit nem 18-Jährigen aus Linz geredet, der 3.000 Follower hat - und 800 Kommentare pro Post.
Keine Agentur, kein Budget, nur echte Gespräche.
Das ist der Geist dahinter.
Und wenn du das nicht siehst, dann bist du nur noch ein Algorithmus mit Geld.
Torolf Bjoerklund
November 20, 2025 AT 12:11Typisch österreichisch: Alles kleiner, langsamer, teurer und mit mehr Regeln.
Warum nicht einfach ein paar Tausend Euro in Facebook Ads stecken und fertig?
Ein Influencer mit 5.000 Followern? Lachhaft.
Das ist Marketing für Leute, die Angst vor Zahlen haben.
Stefan Johansson
November 21, 2025 AT 04:42Ah ja, natürlich. Ein Mikro-Influencer in Graz, der ein Bio-Brot postet - und plötzlich ist das der neue Nike.
Und dann kommt noch der Hinweis: ‚Kein Preis nennen ohne Genehmigung.’
Wirklich? In 2025? Wir sind nicht in der DDR.
Und wer das mit #Werbung macht, ist ein verantwortungsbewusster Mensch - der noch nie eine Rechnung bezahlt hat.
Ich hab mal nen Post von nem Bäcker gesehen - ohne #Werbung.
Und? Die Leute haben gekauft. Weil’s lecker war. Nicht weil er ein Rechtsschutz hatte.
Das hier ist keine Anleitung. Das ist Angstmanagement mit Word-Formatierung.
Christoffer Sundby
November 22, 2025 AT 08:22Ich hab letztes Jahr mit nem Influencer aus Vorarlberg zusammengearbeitet - 2.500 Follower, 12 % Engagement.
Er hat ein Produkt nicht nur gezeigt, er hat es mit seiner Oma probiert.
Das Video hat 87.000 Aufrufe - und 140 Bestellungen in 48 Stunden.
Kein Promo-Code, kein Werbeslogan.
Nur echte Begeisterung.
Das ist der Punkt: Es geht nicht um die Zahl, sondern um die Wärme.
Wenn du das spürst, dann läuft’s.
Und wenn du’s nicht spürst - dann such dir was anderes.
Jamie Baeyens
November 23, 2025 AT 23:43Was für ein naives Märchen. Ihr redet hier von Vertrauen, als wäre Österreich ein Dorf aus einem Heimatfilm.
Die Realität? Die meisten Mikro-Influencer verkaufen Kaffeebecher mit Sprüchen wie ‚Lieber Kaffee als Politik’ - und erwarten 1.000 Euro dafür.
Und dann kommt der kleine Bäcker und zahlt - weil er Angst hat, nicht gesehen zu werden.
Das ist kein Marketing. Das ist Selbstbetrug mit Rechnungsnummer.
Und wer glaubt, #Werbung sei genug - der hat noch nie eine Abmahnung bekommen.
Ich hab mal einen Influencer gesehen, der ‚mein Lieblingsbrot’ geschrieben hat - und dann hat er den Post gelöscht, als er die Strafe sah.
Das ist kein Vertrauen. Das ist Angst.
Anton Deckman
November 24, 2025 AT 21:52Ich hab das alles ausprobiert - und ihr habt recht.
Die großen Influencer bringen nichts.
Die kleinen? Die sind’s, die deine Leute wirklich erreichen.
Ich hab neulich nen Post von nem Typen aus Salzburg gesehen - er hat seinen Hund mit unserem Produkt gefüttert.
Kein Logo, kein Promo-Code.
Und trotzdem haben 30 Leute uns geschrieben: ‚Wo krieg ich das?’
Das ist Magie.
Und nein, das kann man nicht kaufen.
Man muss es nur zulassen.
Alexandra Schneider
November 26, 2025 AT 20:30ich liebe diesen teil mit den mikro-influencern… echt so wichtig!
hab selber mit einer frau aus steiermark gearbeitet, 8000 follower, hat ne tasse mit unserem logo gezeigt und… wow, 200 bestellungen in einer woche.
und sie hat sogar noch ein rezept gepostet mit dem produkt… das war so echt.
danke für diesen artikel, hat mir ne menge gebracht :)
Michelle Fritz
November 28, 2025 AT 12:37Was für ein konservativer Schwachsinn. Wer auf Mikro-Influencer setzt, macht sich zum Narren.
Österreich ist kein Dorf. Es ist ein Land mit 9 Millionen Menschen.
Wenn du nicht mit 50.000+ Followern wirbst, bist du unsichtbar.
Und diese #Werbung-Regeln? Das ist Bürokratie für Leute, die keine Ahnung von Marketing haben.
Ein echter Marketer würde lieber 10.000 Euro in TikTok Ads stecken als in einen Bäcker mit 3.000 Followern.
Das hier ist keine Strategie. Das ist Nostalgie mit Excel-Tabelle.
Karoline Abrego
November 29, 2025 AT 05:23Die Preise sind zu hoch. Punkt.
sylvia Schilling
November 30, 2025 AT 22:09Ich find’s traurig, dass wir immer noch so viel Angst haben, ehrlich zu sein.
Warum muss jedes Produkt mit #Werbung gekennzeichnet werden? Warum darf man nicht einfach sagen: ‚Ich liebe das’?
Das ist doch der Punkt von Influencern - sie sind keine Werbebotschaften, sie sind Menschen.
Und wenn wir sie zu Werbeträgern machen, dann töten wir das, was sie wertvoll macht.
Die WKÖ sollte nicht Strafen verhängen, sondern den Mut fördern.
Ich hab mal einen Influencer gesehen, der einfach geschrieben hat: ‚Ich kaufe das wieder.’
Kein #Ad. Kein Code. Kein Werbebrief.
Und trotzdem hat es funktioniert.
Warum? Weil es wahr war.
Und das ist doch alles, was zählt, oder?
Elien De Sutter
Dezember 1, 2025 AT 08:45Ich hab letzte Woche mit nem 19-Jährigen aus Tirol gearbeitet - er hat ein Foto von seinem Fahrrad mit unserem Riegel gemacht.
Kein Studio, kein Licht, kein Script.
Nur er, sein Rad, und ein bisschen Sonne.
Und dann kam ein Kommentar: ‚Wo krieg ich das? Mein Opa hat das letztes Jahr auch gegessen.’
Das war der Moment, in dem ich verstanden hab: Das ist es.
Nicht die Zahlen.
Nicht die Codes.
Nicht die Regeln.
Sondern die Erinnerung.
Das ist Österreich.
Und das ist wertvoller als alles, was Berlin oder München uns vormachen.
Sabine Kettschau
Dezember 1, 2025 AT 11:10Ich hab 17 Jahre in der Branche gearbeitet - und ich sag euch: Das hier ist alles Bullshit.
Die meisten Mikro-Influencer sind keine Influencer. Das sind Studenten, die sich ein bisschen Geld verdienen wollen.
Und die 8 % Engagement-Rate? Das ist eine Lüge. Die Leute kommentieren nur, weil sie den Influencer kennen - nicht weil sie das Produkt mögen.
Und die Rechtslage? Ja, #Werbung ist Pflicht - aber wer das wirklich ernst nimmt, der ist ein Idiot.
Ich hab ne Kampagne gemacht mit 12 Influencern - alle haben #Ad benutzt.
Und dann kam der Kunde und fragte: ‚Warum haben wir nur 400 Klicks?’
Weil keiner glaubt, dass das Werbung ist.
Die Leute scrollen weiter.
Und wenn du das nicht verstehst, dann bist du nicht bereit für 2025.
Das hier ist kein Leitfaden - das ist eine Träumerei von Leuten, die nie eine Kampagne live geschaltet haben.
Max Weekley
Dezember 2, 2025 AT 06:44Warum muss man immer alles so kompliziert machen?
Ein Post. Ein Link. Ein Code.
Und fertig.
Warum braucht man ein Konzept? Warum braucht man ein Erstgespräch?
Ich hab mal einen Influencer gefunden - hab ihm 500 Euro gezahlt - er hat ein Bild gemacht - und 300 Leute haben gekauft.
Kein Brief. Kein Feedback. Kein Meeting.
Und trotzdem: Erfolg.
Manchmal ist weniger mehr.
Und manchmal ist zu viel einfach nur nervig.
Stefan Sobeck
Dezember 4, 2025 AT 01:13hab das letzte jahr mit nem kleinen influencer aus burgenland gemacht - 2k folger, 12% engagement - hat nen post mit unserem kaffee gemacht und… boom, 180 verkaufe in 2 tagen.
kein code, kein werbung, nur ‘das is mein morgentee jetzt’.
echt so, manchmal muss man einfach nur loslassen und vertrauen.
danke für den artikel, hat mich erinnert, warum ich das mache :)