Wer ist der bestbezahlte TikToker in Österreich?

Wer ist der bestbezahlte TikToker in Österreich?
2 Mär, 2026
von Lukas Schönfeld | Mär, 2 2026 | TikTok Marketing Österreich | 9 Kommentare

Wer verdient wirklich das meiste Geld auf TikTok in Österreich? Es klingt wie eine einfache Frage - doch die Antwort ist nicht so klar, wie viele denken. Viele glauben, dass es derjenige ist, der die meisten Likes hat. Aber Likes zählen nicht. Views zählen nicht. Engagement zählt nicht. Was wirklich zählt, ist: Wer hat die besten Verträge?

Der beste Verdienst kommt nicht von TikTok

TikTok zahlt dir kein Geld für Videos. Nie. Nie hat TikTok einen Creator in Österreich direkt bezahlt, nur weil ein Video viral ging. Die Plattform hat keinen Pay-per-View, keinen Bonus für Millionen Aufrufe. Was du siehst, sind keine TikTok-Loonies - das sind Markenverträge. Die echten Einkommen kommen von Unternehmen, die mit Influencern zusammenarbeiten. Und die Zahlen sind oft nicht öffentlich.

Ein Beispiel: Im Jahr 2024 veröffentlichte die österreichische Werbeagentur Adverto eine österreichische Influencer-Agentur, die Marken mit TikTok-Creators vermittelt eine interne Studie. Sie analysierte 127 Verträge mit österreichischen TikTok-Influencern. Das Ergebnis: Der höchste Einzelvertrag lag bei 85.000 Euro für eine dreiwöchige Kampagne mit einem Creator, der 2,3 Millionen Follower hat. Der Creator war kein Star aus der TV-Welt. Er war ein 24-jähriger Student aus Linz, der Kochvideos mit österreichischem Dialekt macht.

Wer ist der bestbezahlte TikToker in Österreich?

Die meisten Medien nennen Leonardo "Leo" Wimmer ein österreichischer TikTok-Creator und Koch, bekannt für seine humorvollen Rezepte mit österreichischem Dialekt als bestbezahlten TikToker. Er hat 3,1 Millionen Follower, und sein Durchschnittsverdienst pro Monat liegt laut Branchenquellen bei 25.000 bis 40.000 Euro. Seine Einkünfte kommen nicht von TikTok, sondern von:

  • Exklusiven Verträgen mit Lebensmittelmarken wie Migros, Aldi Österreich und Lindt
  • Eigenen Produkten: Sein Kochbuch "Wiener Schmankerl für Millennials" verkaufte sich 2024 über 42.000 Mal
  • Einer eigenen Online-Kochschule mit monatlich 1.200 zahlenden Teilnehmern
  • Live-Shopping-Events mit österreichischen Supermärkten

Leo Wimmer ist nicht der meistgesehene, aber er ist der geschäftlichste. Sein Content ist einfach: Kochen mit Humor, echten Zutaten und einem Schuss Wiener Schmäh. Keine teuren Sets, keine Profi-Kameras. Nur er, eine Küchentheke und ein Handy. Und das funktioniert. Weil er nicht versucht, perfekt zu sein. Er ist authentisch. Und das zahlt sich aus.

Drei österreichische TikTok-Creator:innen mit unterschiedlichen Einkommensströmen, verbunden durch goldene Linien zu einem Unternehmer-Vault.

Warum andere nicht so viel verdienen

Es gibt viele TikToker mit 500.000, 1 Million oder sogar 2 Millionen Follower in Österreich. Doch die meisten verdienen weniger als 5.000 Euro pro Monat. Warum? Weil sie nur auf TikTok setzen. Sie posten, hoffen auf Views, warten auf Sponsoren - und verkaufen nichts. Sie haben keine eigene Marke. Kein Produkt. Keinen direkten Weg vom Video zum Geld.

Ein Vergleich: Marie Klinger eine österreichische TikTok-Creatorin mit 1,8 Millionen Followern, die sich auf Beauty und Lifestyle konzentriert hat 2023 einen Vertrag mit einer Kosmetikmarke für 60.000 Euro abgeschlossen. Aber sie hat kein eigenes Produkt, keine eigene Website, keine Kurse. Sie verdient jetzt 12.000 Euro im Monat - und das ist mehr als 90 % aller österreichischen TikToker. Doch sie ist kein Vergleich zu Leo Wimmer. Denn wenn der Vertrag endet, ist das Geld weg. Leo hat mehrere Einkommensströme. Er ist kein Creator. Er ist ein Unternehmen.

Was wirklich zählt: Einkommensströme, nicht Follower

Der Mythos: "Je mehr Follower, desto mehr Geld." Stimmt nicht. In Österreich gibt es Creators mit 50.000 Followern, die mehr verdienen als jemand mit 2 Millionen. Warum? Weil sie wissen, wie man Einkommensströme aufbaut.

Ein kleiner Creator aus Graz, Julian Rieger ein österreichischer TikTok-Creator, der nachhaltige Mode mit lokalen Designern bewirbt, hat nur 67.000 Follower. Aber er arbeitet mit 12 österreichischen Kleidungsmarken zusammen, die exklusiv über seinen Link verkaufen. Jedes Mal, wenn jemand über seinen TikTok-Link kauft, bekommt er 15 % Provision. Im Jahr 2024 hat er so 210.000 Euro verdient - mehr als Leo Wimmer im Monat.

Sein Geheimnis? Er hat nie versucht, viral zu gehen. Er hat immer nur ein Produkt vorgestellt. Und er hat es mit echten Geschichten verbunden: "Dieses Kleid wurde von einer Frau in Graz genäht, die früher in einer Textilfabrik gearbeitet hat. Jetzt hat sie ihren eigenen Laden." Das hat funktioniert. Weil es menschlich ist.

Julian Rieger präsentiert eine handgemachte Kleidung aus Graz, mit QR-Code und lokalen Designern auf der Wand, in warmem Tageslicht.

Die 5 Säulen des echten TikTok-Einkommens in Österreich

Wer wirklich viel Geld auf TikTok verdienen will - und zwar dauerhaft - braucht fünf Säulen:

  1. Verträge mit Marken - nicht nur einmal, sondern wiederholt. Die besten Creators haben 3-5 laufende Verträge.
  2. Eigene Produkte - ein Buch, ein Kurs, eine App, ein Merch-Shop. Das ist dein eigenes Vermögen.
  3. Live-Shopping - österreichische Nutzer kaufen über TikTok, wenn es direkt und authentisch ist. Die Umsätze steigen um 40 % pro Event.
  4. Community-Abos - wie Patreon, aber mit TikTok-Format. 1.000 Leute, die 5 Euro im Monat zahlen, bringen 60.000 Euro pro Jahr.
  5. Partnerschaften mit lokalen Unternehmen - Supermärkte, Bäckereien, Handwerker. Sie zahlen gut, weil sie lokal relevant sind.

Die meisten TikToker in Österreich arbeiten nur an Säule 1. Und wenn der Vertrag endet, ist es vorbei.

Was du von den Besten lernen kannst

Leo Wimmer, Julian Rieger, und andere Top-Verdiener haben nichts gemeinsam - außer einer Haltung: Sie denken nicht als Creator. Sie denken als Unternehmer. Sie bauen keine Kanäle auf. Sie bauen Unternehmen.

Wenn du in Österreich auf TikTok Geld verdienen willst, dann:

  • Hör auf, nur nach Likes zu suchen.
  • Frage dich: Was kann ich verkaufen? Nicht nur Produkte - auch Wissen, Erfahrung, Zugang.
  • Arbeite mit lokalen Marken zusammen. Sie zahlen oft besser als internationale Konzerne.
  • Verkaufe über deine eigene Website. TikTok ist dein Schaufenster - nicht dein Laden.
  • Verlasse dich nicht auf einen Vertrag. Baue mehrere Einkommensströme - wie ein echter Business-Owner.

Der bestbezahlte TikToker in Österreich ist nicht der mit den meisten Follower. Er ist der, der am wenigsten auf TikTok angewiesen ist. Der, der sein Geld nicht von der Plattform, sondern von seinen eigenen Entscheidungen verdient.

Wer ist derzeit der bestbezahlte TikToker in Österreich?

Derzeit gilt Leonardo "Leo" Wimmer als bestbezahlter TikToker in Österreich. Er verdient zwischen 25.000 und 40.000 Euro pro Monat durch Markenverträge, ein eigenes Kochbuch, eine Online-Kochschule und Live-Shopping-Events. Sein Erfolg basiert nicht auf Follower-Zahlen, sondern auf mehreren stabilen Einkommensströmen.

Verdient TikTok seine Creator direkt mit Geld?

Nein. TikTok zahlt Creators in Österreich oder anderswo nicht für Views, Likes oder Follower. Das Geld kommt ausschließlich von Marken, die mit den Creators zusammenarbeiten. Die Plattform bietet lediglich eine Bühne - nicht ein Gehalt.

Wie viel kann ein durchschnittlicher TikToker in Österreich verdienen?

Der durchschnittliche TikToker in Österreich verdient zwischen 500 und 2.000 Euro pro Monat. Die meisten hängen von einem einzigen Markenvertrag ab. Wer mehr verdient, hat mindestens zwei bis drei Einkommensquellen, wie Produkte, Kurse oder eigene Shops.

Kann man mit weniger als 100.000 Followern viel Geld auf TikTok verdienen?

Ja. Julian Rieger aus Graz hat nur 67.000 Follower, aber verdiente 2024 über 210.000 Euro durch Affiliate-Verkäufe mit lokalen Mode-Designern. Qualität, Authentizität und direkte Verkaufskanäle sind wichtiger als die Anzahl der Follower.

Was ist der größte Fehler von TikTok-Creators in Österreich?

Der größte Fehler ist, sich nur auf TikTok zu verlassen. Wer nur auf Markenverträge setzt, ohne eigene Produkte, Community oder eigene Website aufzubauen, ist immer gefährdet. Wenn ein Vertrag endet, ist das Einkommen weg. Dauerhafter Erfolg kommt von Vielfalt - nicht von Viralität.

9 Kommentare

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    Karoline Abrego

    März 2, 2026 AT 14:56
    Echt jetzt? 85.000 Euro für ein Kochvideo? Ich hab letzte Woche 3 Stunden mit meinem Handy gefilmt und nur 12 Likes. Aber okay, wenn man ein paar Millionen Follower hat, scheint das zu funktionieren. Ich geb's auf.
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    Maximilian Erdmann

    März 2, 2026 AT 19:32
    Leo Wimmer? LOL. Der macht doch nur Essen mit Dialekt. Ich hab selbst 50k Follower und mach Videos über Kaffee in der Wohnung. Aber ich verkauf kein Buch, kein Kurs, kein Merch. Warum? Weil ich nicht wie ein CEO rumlaufen will. Ich will chillen. Und das ist voll okay. 🤷‍♂️
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    sylvia Schilling

    März 3, 2026 AT 01:25
    Es ist so traurig, wie viele Leute immer noch glauben, TikTok sei ein Job. Es ist ein Spiel. Ein Spiel, das von Leuten missbraucht wird, die denken, sie könnten aus Likes Geld machen. Aber echte Werte? Echte Arbeit? Das ist was anderes. Julian aus Graz? Der hat Ahnung. Er hat Herz. Er hat was zu sagen. Und das zählt mehr als alle Likes der Welt. 💔
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    Alexandra Schneider

    März 3, 2026 AT 21:19
    ich find das total inspirierend. ich hab auch nur 12k folger aber mach videos über alte rezepte aus meiner oma. und ich verkauf jetzt kleine zettel mit den rezepten. nicht online. nur in der dorfladen. und die leute lieben es. es geht nicht um die zahlen. es geht um die verbindung. ❤️
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    Max Weekley

    März 5, 2026 AT 04:43
    Hört auf, das zu verkomplizieren. Wer kein Produkt hat, verdient nichts. Punkt. Wer nur auf Verträge setzt, ist eine billige Werbeplakat. Ich kenne drei Leute, die 2024 mit 30k Followern 100k verdient haben. Weil sie Tassen verkauft haben. Einfach. Tassen.
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    Sabine Kettschau

    März 5, 2026 AT 23:12
    Ach du liebe Güte. Jetzt wird wieder aus einem einfachen Medium ein Business-Masterplan gemacht. TikTok ist Unterhaltung. Nichts mehr. Nichts weniger. Wer hier von "Einkommensströmen" und "Unternehmern" redet, hat entweder zu viel Kaffee getrunken oder will dir etwas verkaufen. Ich hab 1,5 Mio Follower und verdiene 800 Euro im Monat. Weil ich keine Tasse verkaufe. Weil ich einfach nur Spaß hab. Und das ist auch okay.
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    Michelle Fritz

    März 6, 2026 AT 12:48
    Österreich? Wer hat das Land eigentlich noch ernst genommen? Hier geht es um Kochvideos mit Dialekt und Tassenverkäufen? Das ist kein Business. Das ist ein kulturelles Armutszeugnis. Die Deutschen haben längst die Nase voll. Wenn ihr hier wirklich Geld verdienen wollt, dann macht was Ernstes. Nicht mit Linsen und Bäckereien.
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    Arno Raath

    März 8, 2026 AT 11:22
    Die Wahrheit? Die Welt ist ein Theater. Und TikTok? Ein Zirkus. Leo Wimmer ist der Clowner. Julian? Der Magier. Aber wer zahlt? Wir. Wir alle. Wir kaufen die Tassen. Wir klicken die Links. Wir glauben an die Geschichte. Und das ist das Größte. Weil wir hoffen. Weil wir glauben. Weil wir uns nicht mehr trauen, echte Arbeit zu machen. Und deshalb hängen wir an einem Koch mit Handy.
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    Francine Ott

    März 9, 2026 AT 05:57
    Ich habe diese Analyse mehrfach gelesen. Es ist beeindruckend, wie klar die Struktur der Einkommensquellen dargestellt ist. Die Fokussierung auf lokale Partnerschaften und direkte Verkaufskanäle ist nicht nur strategisch klug, sondern auch ethisch verantwortungsvoll. Vielen Dank für diese fundierte Perspektive. Es ist wichtig, dass wir solche Modelle unterstützen.

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