Wie viel ist eine gute Conversion Rate bei Meta Ads? Viele Anbieter versprechen 10 %, 15 % oder sogar mehr - aber was ist wirklich realistisch? Die Antwort hängt nicht von einem einzigen Wert ab, sondern davon, was du verkaufst, wer deine Zielgruppe ist und wie deine Landing Page funktioniert. In Österreich und in ganz Europa liegen die durchschnittlichen Conversion-Raten für Meta Ads 2026 zwischen 2 % und 8 %. Aber das ist nur der Anfang.
Was ist eine Conversion Rate eigentlich?
Die Conversion Rate sagt dir, wie viele Menschen nach dem Klicken auf deine Anzeige tatsächlich das tun, was du willst. Das kann ein Kauf sein, eine Anmeldung, eine Newsletter-Abonnement, ein Formularversand oder ein Download. Wenn 100 Leute auf deine Anzeige klicken und 5 davon etwas kaufen, dann hast du eine Conversion Rate von 5 %.
Diese Zahl ist wichtig, weil sie dir zeigt, ob deine Werbung wirklich wirkt - oder ob du nur viele Klicks bekommst, aber keine Ergebnisse. Viele Unternehmen messen nur Klicks. Das ist wie beim Autofahren: Du schaust nicht nur auf das Tempo, sondern ob du am Ziel ankommst.
Was gilt als gute Conversion Rate in 2026?
Es gibt keine einzige Zahl, die für alle passt. Aber hier sind realistische Werte für verschiedene Branchen in Österreich und Deutschland:
- E-Commerce (Produkte): 2 % - 5 %
- Serviceangebote (z. B. Friseur, Physiotherapeut): 3 % - 7 %
- Leadgenerierung (Formulare, Anfragen): 5 % - 10 %
- App-Downloads: 1 % - 4 %
- Webinare oder kostenlose Angebote: 10 % - 25 %
Wenn du bei einem E-Commerce-Shop 8 % schaffst, bist du im oberen Zehntel. Bei einer Fitness-Trainerin, die ein kostenloses Erstgespräch anbietet, sind 15 % ein starkes Ergebnis. Es geht nicht darum, den höchsten Wert zu erreichen - sondern darum, besser zu sein als dein eigener Durchschnitt.
Warum sind manche Conversion-Raten so niedrig?
Einige Leute denken, eine niedrige Conversion Rate bedeutet, dass ihre Werbung schlecht ist. Das stimmt nicht immer. Manchmal liegt es am Produkt, nicht an der Anzeige.
Beispiel: Du verkaufst ein 500-Euro-Studio-Set für Musikproduzenten. Die Zielgruppe ist klein, die Kaufentscheidung ist komplex. Viele Klicks kommen von Leuten, die nur neugierig sind - nicht von denen, die bereit sind, zu kaufen. In diesem Fall ist eine 3 % Conversion Rate ausgezeichnet.
Im Gegensatz dazu: Du bietest einen 29-Euro-Kurs zum Thema „Instagram-Reels für Bäckereien“ an. Die Hürde ist niedrig, die Zielgruppe ist groß. Hier sollte eine 10 % Conversion Rate möglich sein. Wenn du nur 2 % schaffst, dann ist etwas mit deiner Landing Page, deinem Angebot oder deiner Zielgruppenansprache falsch.
Was macht eine gute Meta-Anzeige aus?
Die Anzeige allein entscheidet nicht über die Conversion Rate. Aber sie ist der erste Schritt. Eine gute Meta-Anzeige:
- Zeigt ein klares Problem, das deine Zielgruppe hat
- Nennt den Vorteil sofort - nicht erst nach drei Sätzen
- Verwendet echte Bilder oder Videos von echten Kunden
- Enthält eine klare Aufforderung: „Jetzt anmelden“, „Kostenlos testen“, „Termin buchen“
Ein Beispiel aus der Praxis: Eine Bäckerei in Graz wirbt mit einem Video, das zeigt, wie ein Kunde seinen Kuchen mit dem neuen Backofen backt - und dann sagt: „So einfach geht’s. Jetzt den Kurs buchen.“ Die Conversion Rate stieg von 4 % auf 12 % - nicht weil sie mehr ausgaben, sondern weil sie die richtige Botschaft an die richtigen Leute brachten.
Die Landing Page ist der entscheidende Faktor
Wenn deine Anzeige 100 Klicks bringt, aber deine Webseite lädt langsam, keine klare Call-to-Action hat und die Preise nicht sofort sichtbar sind - dann verschwendest du dein Geld. Die meisten Conversion-Probleme liegen nicht bei der Anzeige, sondern bei der Seite, auf die die Leute kommen.
Die besten Landing Pages haben:
- Eine klare Überschrift, die das Angebot wiederholt (wie in der Anzeige)
- Eine einzige Aktion: Nur ein Formular, nur ein Kauf-Button
- Vertrauenssignale: Bewertungen, Logos von Kunden, Datenschutz-Hinweis
- Keine Ablenkungen: Keine Navigation, keine anderen Links, keine Werbung
Ein Kunde aus Linz hat seine Conversion Rate von 1,8 % auf 7,3 % gesteigert, indem er einfach die Navigation von seiner Landing Page entfernt hat. Kein Design-Upgrade. Kein neues Bild. Nur: weniger Optionen. Die Leute wussten jetzt genau, was sie tun sollen.
Wie misst du deine Conversion Rate richtig?
Meta Ads zeigt dir die Conversion Rate - aber oft nicht die richtige. Du musst selbst sicherstellen, dass du die richtige Aktion misst.
Wenn du einen Online-Shop hast, dann misst du den Kauf. Wenn du eine Beratung anbietest, dann misst du den Terminbuchungs-Button. Wenn du ein E-Book anbietest, dann misst du den Download-Button.
Verwende den Meta-Pixel. Er muss auf jeder Seite installiert sein, wo eine Conversion stattfindet. Ohne Pixel weißt du nicht, ob jemand gekauft hat - oder nur auf „Weiter“ geklickt hat. Viele Unternehmen haben den Pixel nur auf der Startseite - das ist wie ein Zähler, der nur zählt, wenn jemand ins Haus kommt - nicht, wenn er etwas kauft.
Wie kannst du deine Conversion Rate verbessern?
Es gibt fünf Schritte, die wirklich helfen - und die du sofort anwenden kannst:
- Teste deine Anzeigen mit kleinen Budgets: Starte mit 10 € pro Tag und drei verschiedenen Anzeigen. Lass sie 7 Tage laufen. Welche bringt die höchste Conversion Rate? Dann fokussiere dich darauf.
- Optimiere die Zielgruppe: Nutze nicht nur Alter und Geschlecht. Nutze Interessen, Verhaltensweisen und ähnliche Zielgruppen. Wer hat schon einmal ein ähnliches Produkt gekauft? Wer hat deine Website besucht, aber nicht gekauft? (Retargeting!)
- Verwende echte Kundenstimmen: Ein Video von einem echten Kunden, der sagt: „Ich dachte, das ist zu teuer - aber es hat sich gelohnt“, ist 10 Mal wirkungsvoller als ein professionell gedrehtes Werbevideo.
- Reduziere die Hürden: Brauchst du wirklich 10 Felder im Formular? Kannst du die Zahlung in drei Schritten aufteilen? Jedes zusätzliche Feld senkt die Conversion.
- Teste die Zeit: In Österreich funktionieren Meta Ads am besten zwischen 17:00 und 21:00 Uhr. Teste andere Zeiten - vielleicht läuft deine Zielgruppe morgens um 8 Uhr online.
Was du nicht tun solltest
Vermeide diese häufigen Fehler:
- Nicht messen: Wenn du nicht weißt, was du misst, kannst du es nicht verbessern.
- Alles auf einmal ändern: Wenn du Anzeige, Landing Page und Zielgruppe gleichzeitig veränderst, weißt du nicht, was funktioniert hat.
- Den Preis ignorieren: Eine Conversion Rate von 8 % ist sinnlos, wenn du pro Verkauf 5 € Gewinn machst - und 10 € für die Werbung ausgibst.
- Die Konkurrenz kopieren: Was bei einem anderen funktioniert, funktioniert nicht unbedingt bei dir. Deine Zielgruppe ist anders. Dein Angebot ist anders.
Was ist ein guter ROI bei Meta Ads?
Die Conversion Rate ist nur die halbe Geschichte. Du musst auch wissen, wie viel Gewinn du pro Conversion machst.
Beispiel: Du verkaufst ein Produkt für 99 €. Deine Kosten (Produkt, Versand, Bearbeitung) betragen 40 €. Dein Gewinn pro Verkauf: 59 €. Deine Conversion Rate: 4 %. Deine Kosten pro Klick: 0,80 €.
Dann rechnest du:
- 100 Klicks = 4 Käufe
- 4 Käufe × 59 € = 236 € Gewinn
- 100 Klicks × 0,80 € = 80 € Werbekosten
- 236 € - 80 € = 156 € Gewinn
Das ist ein ROI von 195 %. Das ist ausgezeichnet. Selbst bei einer „niedrigen“ Conversion Rate von 4 % machst du Gewinn.
Wenn du hingegen 10 € pro Klick zahlst, dann kostet dich ein Kauf 250 € - und du machst nur 59 € Gewinn. Dann ist deine Conversion Rate egal - du verlierst Geld.
Was tun, wenn deine Conversion Rate unter 1 % liegt?
Dann ist es nicht Zeit, mehr Geld auszugeben. Dann ist es Zeit, zurückzugehen.
Frage dich:
- Versteht meine Zielgruppe, was ich anbiete?
- Trägt meine Anzeige den richtigen Ton? (Zu formell? Zu locker?)
- Stimmt der Preis mit den Erwartungen überein?
- Haben meine Kunden schon mal etwas Ähnliches gekauft?
Wenn du unsicher bist, frag 5 Leute aus deiner Zielgruppe: „Was denkst du, was ich verkaufe?“ Wenn drei von ihnen es falsch verstehen, dann ist deine Anzeige nicht klar genug.
Die Wahrheit über Meta Ads in 2026
Es gibt keine magische Zahl. Kein „guter“ Wert, der für alle gilt. Eine gute Conversion Rate ist die, die dir Gewinn bringt - nicht die, die andere haben.
Wenn du 3 % schaffst und pro Verkauf 200 € Gewinn machst - dann bist du besser als jemand, der 10 % schafft, aber nur 5 € Gewinn pro Verkauf.
Meta Ads ist kein Glücksspiel. Es ist ein Messinstrument. Du misst, du testest, du optimierst. Und du hörst auf, wenn du merkst: Es lohnt sich nicht.
Die besten Werbetreibenden in Österreich haben nicht die höchsten Conversion-Raten. Sie haben die besten Systeme. Sie messen. Sie testen. Sie ändern nur, wenn sie wissen, warum.
Was ist eine gute Conversion Rate bei Meta Ads für E-Commerce?
Für E-Commerce-Shop-Betreiber in Österreich liegt eine gute Conversion Rate zwischen 2 % und 5 %. Werte über 6 % sind sehr stark und zeigen, dass deine Anzeigen, deine Produktseiten und dein Preis gut aufeinander abgestimmt sind. Viele kleine Händler erreichen 1,5 % - das ist normal, wenn du in einem wettbewerbsintensiven Markt bist.
Warum ist meine Conversion Rate trotz hoher Klicks so niedrig?
Höhere Klicks bedeuten nicht bessere Ergebnisse. Meist liegt das Problem an der Landing Page: Sie lädt langsam, die Aufforderung ist unklar, oder die Zielgruppe stimmt nicht. Prüfe, ob deine Anzeige genau das verspricht, was deine Seite bietet. Wenn du „Kostenlose Beratung“ wirbst, aber die Seite erst nach 3 Klicks erklärt, was das ist, verlierst du die Leute.
Kann ich meine Conversion Rate mit Retargeting verbessern?
Ja, Retargeting ist eine der effektivsten Methoden. Menschen, die deine Seite schon besucht haben, haben ein 3- bis 5-mal höheres Kaufinteresse. Wenn deine normale Conversion Rate 3 % beträgt, kannst du mit Retargeting oft 8-12 % erreichen. Nutze dafür die Meta-Pixel-Daten, um Besucher gezielt wieder anzusprechen - besonders wenn sie einen Warenkorb verlassen haben.
Wie lange dauert es, bis ich eine gute Conversion Rate sehe?
Du brauchst mindestens 100-200 Conversions, um eine verlässliche Aussage zu treffen. Bei 5 % Conversion Rate bedeutet das 2.000-4.000 Klicks. Das sind meist 2-4 Wochen mit einem Budget von 100-200 € pro Woche. Kurzfristige Daten (z. B. nach 2 Tagen) sind irreführend. Gib deiner Kampagne Zeit, sich zu stabilisieren.
Ist eine höhere Conversion Rate immer besser?
Nicht immer. Wenn du deine Conversion Rate durch eine zu geringe Zielgruppe oder zu niedrige Preise erhöhst, kannst du am Ende weniger Umsatz machen. Eine Conversion Rate von 15 % bei einem Produkt, das du nur für 10 € verkaufst, bringt dir weniger Gewinn als 4 % bei einem Produkt mit 200 € Gewinn. Es geht nicht um die höchste Rate - sondern um den höchsten Gewinn pro ausgegebener Werbe-Euro.