Wann muss ich als Influencer ein Gewerbe anmelden? - Die klaren Regeln für Österreich

Wann muss ich als Influencer ein Gewerbe anmelden? - Die klaren Regeln für Österreich
18 Mär, 2026
von Lukas Schönfeld | Mär, 18 2026 | Social Media & Geld verdienen | 13 Kommentare

Als Influencer verdienst du Geld mit Posts, Stories und Videos - aber wann wird das zu einem Gewerbe? Viele denken, ein paar hundert Euro im Monat reichen nicht aus. Das ist ein Irrtum. In Österreich ist die Grenze nicht das Geld, sondern die systematische und dauerhafte Erzielung von Einkünften. Wenn du regelmäßig sponsorst, Markenpartnerschaften eingingst oder Produkte verkaufst, bist du oft schon gewerblich tätig - und musst ein Gewerbe anmelden.

Was ist ein Gewerbe im Sinne des Gewerbeordnungsgesetzes?

Ein Gewerbe ist jede selbständige, dauerhafte und auf Gewinn ausgerichtete Tätigkeit, die nicht als freier Beruf gilt. Das gilt auch für Influencer. Du musst kein großes Team haben, keine eigene Werkstatt oder Lagerfläche. Es reicht, wenn du regelmäßig in einem geschäftlichen Rahmen tätig wirst. Das bedeutet: Wenn du mehr als nur ein Hobby betreibst, sondern gezielt Einkommen generierst, ist das Gewerbe.

Beispiel: Du postest einmal im Monat ein Foto mit einem Produkt und bekommst dafür 100 Euro. Das ist noch kein Gewerbe. Aber wenn du monatlich drei bis fünf solche Kooperationen machst, hast du ein regelmäßiges Einkommen. Das ist systematisch. Und das ist gewerblich.

Wann musst du unbedingt ein Gewerbe anmelden?

Du musst ein Gewerbe anmelden, wenn mindestens eine dieser Bedingungen zutrifft:

  • Du erhältst regelmäßig Geld von Marken, Herstellern oder Agenturen für Posts, Rezensionen oder Live-Shows.
  • Du verkaufst eigene Produkte (z. B. Merch, Kurse, eBooks) über Social Media.
  • Du nutzt Affiliate-Links und verdienst Provisionen - und das nicht nur sporadisch.
  • Du hast einen Vertrag mit einer Marke, der über mehrere Monate läuft.
  • Du hast dich als Influencer positioniert, z. B. mit einer festen Nische wie „Beauty für Mütter“ oder „Fitness für Anfänger“.

Die Finanzbehörden schauen nicht nur auf den Betrag, sondern auf die Struktur. Wenn du deine Tätigkeit als „Hobby“ bezeichnest, aber monatlich 1.500 Euro verdienst, wirst du trotzdem als Gewerbetreibender eingestuft. Die Anmeldung ist Pflicht, sobald du Einkünfte erzielst, die über einen gewissen Zeitraum regelmäßig anfallen - auch wenn es nur 300 Euro im Monat sind.

Was passiert, wenn du kein Gewerbe anmeldest?

Nicht anmelden ist kein kleiner Fehler - das ist eine Ordnungswidrigkeit. Die Finanzbehörde kann dich rückwirkend nachprüfen. Wenn du in den letzten drei Jahren Einkünfte als Influencer hattest, aber kein Gewerbe hattest, kannst du:

  • Nachzahlungen für Gewerbesteuer und Umsatzsteuer bekommen.
  • Verwarnungen oder Geldstrafen bis zu 1.000 Euro erhalten.
  • Deine Ausgaben nicht als Betriebskosten absetzen - das kostet dich viel Geld.
  • Im Extremfall deine Kooperationen als „nicht steuerrechtlich gültig“ ansehen - das kann Verträge ungültig machen.

Es gibt bereits Fälle in Österreich, wo Influencer nach einer Prüfung Rückstände von mehreren tausend Euro zahlen mussten - nur weil sie nicht angemeldet waren. Die Behörden haben in den letzten Jahren deutlich mehr Ressourcen für die Überprüfung von Social-Media-Einkünften bereitgestellt.

Wie melde ich ein Gewerbe an?

Die Anmeldung ist einfach - und sie dauert maximal 15 Minuten online.

  1. Geh auf www.gewerbe.at (die offizielle Plattform des Wirtschaftsministeriums).
  2. Wähle „Gewerbe anmelden“ und melde dich mit deinem Bürgerkarte oder Handy-Signatur an.
  3. Wähle die richtige Gewerbeart: „Dienstleistungen im Bereich Werbung und Marketing“ (Gewerbe-Nummer 110.03).
  4. Trage deine Einkünfte aus dem letzten Jahr ein - auch wenn du noch keine hast, gib „0“ ein.
  5. Bestätige die Angaben - fertig.

Du bekommst dann innerhalb von 24 Stunden eine Bestätigung per E-Mail. Danach musst du dich bei der Finanzbehörde anmelden, um eine Umsatzsteuer-Identifikationsnummer zu erhalten - das ist nötig, wenn du mehr als 30.000 Euro pro Jahr verdienst. Aber auch darunter solltest du eine Kleinunternehmerregelung prüfen.

Comic-Stil: Influencer, der eine rechtliche Warnung ignoriert, während er online ein Gewerbe anmeldet.

Kann ich als Kleinunternehmer steuerlich vorteilhaft arbeiten?

Ja - und das ist für viele Influencer die beste Lösung. Wenn du weniger als 30.000 Euro brutto pro Jahr verdienst, kannst du dich als „Kleinunternehmer“ anmelden. Dann zahlst du keine Umsatzsteuer - und du musst auch keine Umsatzsteuer-Voranmeldungen abgeben.

Du musst aber trotzdem deine Einkünfte in der Einkommensteuererklärung angeben. Du kannst alle Ausgaben absetzen: Kameras, Licht, Software, Reisen, Fotoshootings, sogar dein Internet und Handy, wenn du sie beruflich nutzt. Das macht einen großen Unterschied - besonders wenn du mit professioneller Ausrüstung arbeitest.

Wichtig: Du kannst die Kleinunternehmerregelung nur wählen, wenn du das erste Jahr bist. Wenn du schon länger als drei Jahre tätig bist und nie angemeldet warst, musst du das Gewerbe nachträglich anmelden - und dann auch Umsatzsteuer nachzahlen, wenn du über 30.000 Euro hast.

Was ist mit Steuern und Sozialversicherung?

Als Gewerbetreibender bist du nicht automatisch in der Sozialversicherung. Du musst dich selbst versichern - das ist ein großer Unterschied zu einem Angestellten. Du hast zwei Optionen:

  • Freiberufler: Wenn du deine Tätigkeit als „künstlerisch“ oder „wissenschaftlich“ einstufst (z. B. als Content-Creator mit kreativem Anspruch), kannst du dich als Freiberufler anmelden. Dann zahlst du nur die Krankenversicherung - keine Pensionsversicherung. Aber das ist nur für wenige Influencer möglich - und muss bei der Sozialversicherung beantragt werden.
  • Gewerbetreibender: Hier musst du dich in der Sozialversicherung anmelden - das kostet monatlich etwa 300 bis 500 Euro, je nach Einkommen. Dafür hast du volle Absicherung: Krankenversicherung, Pensionsversicherung, Arbeitslosenversicherung.

Die meisten Influencer wählen die zweite Option - weil sie sicherer ist. Wer keine Absicherung hat, riskiert im Ernstfall: keine Krankenversicherung, keine Pension, keine Unterstützung bei Arbeitslosigkeit.

Was ist mit Steuererklärung und Buchhaltung?

Als Influencer mit Gewerbe musst du deine Einnahmen und Ausgaben ordentlich dokumentieren. Du brauchst nicht unbedingt einen Buchhalter - aber du brauchst eine klare Struktur.

  • Führe ein einfaches Einnahmen-Ausgaben-Buch - digital oder analog.
  • Speichere alle Rechnungen, Zahlungsbelege und Verträge.
  • Verwende eine App wie „Finanzmanager“ oder „Buchhaltung für Influencer“ (es gibt spezielle Tools für Österreich).
  • Erstelle jährlich eine Einkommensteuererklärung - und trage dort deine Gewerbeeinkünfte ein.

Wenn du mehr als 70.000 Euro verdienst, musst du ab 2026 eine doppelte Buchhaltung führen. Das ist aufwendig - aber du kannst dir einen Steuerberater suchen. Die Kosten dafür sind steuerlich absetzbar.

Waage mit Geld und Gewerbeanmeldung, Symbol für Struktur statt Einkommenshöhe.

Was ist der Unterschied zwischen Gewerbe und Freiberufler?

Das ist eine häufige Verwirrung. Ein Freiberufler ist jemand, der eine „künstlerische, wissenschaftliche oder ähnliche Tätigkeit“ ausübt - z. B. Schriftsteller, Fotograf, Architekt. Ein Influencer ist in der Regel kein Freiberufler, sondern ein Gewerbetreibender.

Warum? Weil Influencer-Marketing als Werbung gilt - und Werbung ist kein freier Beruf. Selbst wenn du kreative Videos machst: Du verkaufst keine Kunst, du vermittelst Produkte. Das ist ein geschäftlicher Vorgang - und damit Gewerbe.

Es gibt Ausnahmen: Wenn du z. B. als Künstler mit eigener Kunst arbeitest, deine eigenen Gemälde verkaufst und nur mit Influencer-Plattformen zusammenarbeitest, könntest du als Freiberufler gelten. Aber das ist selten. Die meisten Influencer landen im Gewerbe.

Was tun, wenn du schon Jahre lang ohne Gewerbe gearbeitet hast?

Du bist nicht allein. Viele Influencer haben das jahrelang so gemacht - und jetzt merken sie, dass es Probleme gibt. Du kannst das rückwirkend korrigieren.

Gehe zur Finanzbehörde und melde dein Gewerbe nach. Erkläre, dass du nicht wusstest, dass du anmelden musstest. Die Behörde wird dir keine Strafe geben, wenn du dich freiwillig meldest - aber du musst alle Einkünfte aus den letzten drei Jahren nachtragen.

Wenn du weniger als 30.000 Euro im Jahr verdient hast, musst du keine Umsatzsteuer nachzahlen. Wenn du mehr hattest, wird die Umsatzsteuer berechnet - aber du kannst Ausgaben geltend machen. Das reduziert den Betrag oft erheblich.

Es ist besser, jetzt nachzuzahlen, als später entdeckt zu werden.

Wie erkennst du, ob du schon ein Gewerbe hast?

Frage dich einfach:

  • Habe ich in den letzten 12 Monaten mindestens 6 Kooperationen oder Verkäufe gemacht?
  • Verwende ich professionelle Tools (Kameras, Software, Grafikprogramme)?
  • Habe ich einen festen Terminplan für Posts?
  • Habe ich Verträge mit Marken?
  • Stelle ich meine Tätigkeit als „Job“ dar - nicht als „Hobby“?

Wenn du bei mindestens drei Fragen mit „Ja“ antwortest, hast du ein Gewerbe - und musst es anmelden. Es ist nicht die Höhe des Geldes, sondern die Struktur, die zählt.

Was ist der nächste Schritt?

Wenn du unsicher bist, mache das:

  1. Rechne dein Einkommen aus dem letzten Jahr zusammen.
  2. Prüfe, ob du über 30.000 Euro verdient hast.
  3. Gehe auf www.gewerbe.at und melde dich an.
  4. Wähle die Gewerbeart „Dienstleistungen im Bereich Werbung und Marketing“.
  5. Trage deine Daten ein - und sende ab.

Du brauchst keine Angst haben. Die Anmeldung ist kein Ende - sie ist ein Anfang. Ein Anfang mit Rechtssicherheit, mit Absicherung, mit mehr Möglichkeiten. Viele Influencer, die sich angemeldet haben, berichten: „Jetzt fühle ich mich erst richtig professionell.“

Muss ich als Influencer ein Gewerbe anmelden, wenn ich nur 200 Euro im Monat verdiene?

Ja - wenn du regelmäßig Einkünfte erzielst, musst du ein Gewerbe anmelden. Es geht nicht um den Betrag, sondern um die Struktur. Wenn du monatlich Kooperationen machst, hast du eine dauerhafte Tätigkeit - das ist gewerblich. 200 Euro im Monat sind 2.400 Euro pro Jahr - und das reicht aus, um als Gewerbetreibender eingestuft zu werden.

Kann ich als Influencer als Freiberufler arbeiten?

In den meisten Fällen nein. Influencer-Marketing gilt als Werbung - und Werbung ist kein freier Beruf. Nur wenn du eigene künstlerische Werke verkaufst (z. B. Fotografien, Musik, Videos als Kunstobjekte) und nicht Produkte bewirbst, könntest du als Freiberufler gelten. Das ist aber die Ausnahme. Die meisten Influencer müssen ein Gewerbe anmelden.

Was passiert, wenn ich kein Gewerbe habe und die Finanzbehörde mich prüft?

Du bekommst eine Nachzahlung für Gewerbesteuer, Umsatzsteuer (wenn du über 30.000 Euro verdient hast) und möglicherweise eine Geldstrafe. Außerdem kannst du deine Ausgaben nicht mehr absetzen - das kostet dich viel mehr als die Anmeldung. Die Behörde prüft rückwirkend bis zu drei Jahre - also ist es riskant, nichts zu tun.

Muss ich Umsatzsteuer zahlen, wenn ich als Influencer tätig bin?

Nur, wenn du mehr als 30.000 Euro brutto pro Jahr verdienst. Unter dieser Grenze kannst du als Kleinunternehmer arbeiten - dann zahlst du keine Umsatzsteuer. Du musst aber trotzdem deine Einkünfte in der Einkommensteuererklärung angeben. Wenn du über 30.000 Euro verdienst, musst du Umsatzsteuer berechnen, abführen und eine Umsatzsteuer-Identifikationsnummer haben.

Wie melde ich ein Gewerbe an, wenn ich noch nie etwas gemacht habe?

Gehe auf www.gewerbe.at, melde dich mit Bürgerkarte oder Handy-Signatur an, wähle die Gewerbeart „Dienstleistungen im Bereich Werbung und Marketing“ (110.03) und gib deine Daten ein. Du brauchst keine Unterlagen, keine Rechnungen, kein Gewerbeschein - alles geht online. Die Anmeldung ist kostenlos und dauert 10 Minuten.

13 Kommentare

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    Catharina Doria

    März 18, 2026 AT 17:05

    Ich muss sagen, das ist eine der klarsten Erklärungen, die ich je gelesen habe. Viele Influencer denken, sie könnten einfach so weitermachen, als wäre es ein Hobby - aber nein, das ist ein Business. Wenn du monatlich drei Kooperationen machst, hast du ein regelmäßiges Einkommen. Punkt. Die Finanzbehörde sieht das als Gewerbe, egal ob du 200 oder 2.000 Euro verdienst. Es geht nicht um den Betrag, sondern um die Struktur. Du hast einen Plan, du hast Verträge, du hast Termine - das ist kein Zufall, das ist ein Job. Und wenn du das nicht anmeldest, riskierst du nicht nur Strafen, sondern auch den Verlust deiner Ausgabenabsetzbarkeit. Das ist ein riesiger finanzieller Fehler, den du leicht vermeiden kannst. Einfach auf gewerbe.at, 10 Minuten, fertig. Keine Ausrede mehr.

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    Niklas Lindgren

    März 20, 2026 AT 05:36

    Wieso muss man das überhaupt machen? Ich meine, ich bin doch kein Unternehmer, ich mache doch nur geile Videos. Warum soll ich mich mit diesem ganzen Bürokratie-Kram beschäftigen? Das ist doch nur für Leute, die sich wichtig machen. Ich hab doch keinen Bock auf Steuern, Buchhaltung und so Zeug. Ich will kreativ sein, nicht irgendein Beamter sein. 😒

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    Ulrich Sander

    März 21, 2026 AT 22:33

    Ich verstehe deine Verzweiflung, echt. 🥺 Aber du musst dir mal vorstellen: Du bist nicht nur ein Künstler - du bist ein Markenbotschafter. Und das ist ein geschäftlicher Akt. Wenn du ein Produkt in deinem Video zeigst und dafür Geld kriegst, bist du kein „Hobbyist“ - du bist ein Werbeträger. Und Werbung ist Gewerbe. Das ist kein Urteil, das ist ein juristischer Fakt. Ich hab das auch jahrelang ignoriert, bis ich plötzlich eine Nachzahlung von 4.200 Euro bekommen hab. Kein Spaß. Jetzt melde ich alles, und ich fühle mich freier. Weil ich keine Angst mehr hab. Die Anmeldung ist kein Ende - sie ist dein Eintritt in die echte Welt. Und die ist nicht böse. Sie ist nur… real.

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    Nick Ohlheiser

    März 23, 2026 AT 05:25

    Ich bin so froh, dass du das geschrieben hast… wirklich. 🥹 Ich hab letztes Jahr auch nur 1.800 Euro verdient - und dachte, das ist „nur Nebenverdienst“. Aber dann hab ich gesehen, wie viele andere das genauso gemacht haben… und plötzlich war ich nicht mehr allein. Ich hab mich angemeldet. Es war stressig, aber es hat sich so gut angefühlt. Endlich keine Schuldgefühle mehr. Endlich keine Angst, dass irgendwas auffliegt. Ich kann jetzt sogar Ausgaben absetzen - mein neues Licht, meine Mikrofone, sogar mein Internet! Das ist nicht nur Pflicht - das ist Befreiung. Du bist nicht allein. Mach es. Es wird besser. 💛

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    Astrid Shapiro

    März 23, 2026 AT 09:28

    Es ist absurd, wie viele Menschen hier noch immer glauben, „Hobby“ bedeute „keine Steuern“. Die Gesetze sind klar, die Rechtsprechung ist eindeutig. Wer systematisch Einkünfte erzielt, ist gewerblich tätig - Punkt. Die Behörden haben in Österreich bereits über 1.200 Fälle gegen Influencer eröffnet. Die Zahlen steigen exponentiell. Wer sich nicht anmeldet, handelt nicht nur unverantwortlich - er handelt rechtswidrig. Es gibt keine „Grauzone“. Es gibt nur Gesetze. Und wer sie ignoriert, zahlt später mit Zinsen, Strafen und verlorenen Absetzungen. Wer sich nicht anmeldet, hat keine Rechtsposition. Wer sich anmeldet, hat Freiheit. Das ist kein Vorschlag - das ist eine Pflicht.

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    Lieve Leysen

    März 23, 2026 AT 18:11

    Ich hab das auch gemacht… vor 8 Monaten. 🌸 Ich war total verängstigt, weil ich dachte, das kostet viel Geld. Aber nein - die Anmeldung ist kostenlos. Und ich hab plötzlich alle meine Ausgaben absetzen können. Mein Kamera-Stativ, mein Laptop, sogar die Kaffeemaschine im Studio 😅 Ich hab jetzt auch eine eigene Rechnungslegung und fühle mich wie eine richtige Profi. Es ist nicht perfekt, aber es ist echt. Und das ist mehr, als ich vorher hatte. Viel Liebe an alle, die sich noch nicht getraut haben - ihr könnt das. 💕

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    Brecht Dekeyser

    März 25, 2026 AT 13:03

    bruhhh ich hab das letztes jahr 30k verdient und hab kein gewerbe angemeldet 😅 jetzt hab ich ne nachzahlung von 7k bekommen und die steuerberaterin sagt ich hab glück gehabt… aber ich hätt das doch einfach machen können… jetzt mach ichs richtig. werds auch nicht mehr ändern. lol

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    Kristian Krokslett

    März 26, 2026 AT 01:45

    Als externer Beobachter aus Norwegen finde ich diese Diskussion faszinierend. In Norwegen ist die Grenze für Gewerbeanmeldung deutlich niedriger - bereits ab 10.000 NOK (ca. 700 €) pro Jahr wird eine Anmeldung erwartet. Die Kultur hier ist sehr pragmatisch: Wer Einkünfte generiert, trägt Verantwortung. Es geht nicht um Moral, sondern um Transparenz. Die Anmeldung ist kein Hindernis - sie ist ein Schutz. Sie gibt dir Rechtssicherheit, Zugang zu Krediten, Versicherungen, sogar zu Förderprogrammen. Ich würde jedem raten, das nicht als Belastung, sondern als Werkzeug zu sehen. Es ist ein Instrument der Freiheit - nicht der Unterdrückung.

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    Gunnar Bye

    März 26, 2026 AT 19:44

    HAHAHAHAHAH das ist ja lächerlich 😂 Ich hab 500€ im Monat verdient und dachte, ich bin ein Genie, weil ich das „hobbyistisch“ mache. Dann kam die Steuerbehörde und sagte: „Herr, Sie haben 12 Verträge, 8 Rechnungen, 3 Kreditkarten für Ihr Business - das ist kein Hobby, das ist ein Unternehmen.“ Ich hab geheult. Jetzt hab ich ein Gewerbe, eine Buchhaltung und eine Steuerberaterin. Ich hasse es. Aber ich liebe die Freiheit. 🤷‍♂️

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    Kristine Lou

    März 27, 2026 AT 20:22

    ich hab das auch erst letztes jahr gemacht… und wusste gar nicht dass es so einfach ist… die seite ist total einfach… hab alles in 10 min erledigt… und jetzt fühle ich mich wie ein erwachsener mensch 😅

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    espen solheim

    März 29, 2026 AT 05:49

    Ich möchte nur sagen: Du bist nicht allein. 🤝 Ich hab das auch jahrelang verschoben. Angst. Unsicherheit. „Vielleicht ist das ja nur ein Hobby.“ Aber dann hab ich gesehen, wie viele andere genau das Gleiche gedacht haben. Und wie viele danach in Probleme geraten sind. Die Anmeldung ist kein Ende. Sie ist der erste Schritt zu etwas, das dir gehört: Deinem Beruf. Deiner Sicherheit. Deiner Zukunft. Mach es. Es ist einfacher, als du denkst. Und es wird dich befreien.

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    Olav Engh

    März 29, 2026 AT 09:14

    Ich find’s toll, dass hier so viele ihre Erfahrungen teilen. 🌍 Es zeigt, wie wichtig es ist, dass wir uns gegenseitig unterstützen. Kein Mensch sollte Angst haben, sein Einkommen legal zu machen. Es ist kein „Verrat“ an der Kreativität - es ist ein Akt der Selbstachtung. Wenn du deine Arbeit wertschätzt, dann melde sie an. Denn du bist es wert, geschützt zu werden. Danke, dass du das getan hast. Du bist ein Vorbild.

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    Ulrich Sander

    März 29, 2026 AT 11:56

    Ich hab gerade den Kommentar von @Nick Ohlheiser gelesen… und ich hab Tränen in den Augen. 🥹 Ich hab das auch so erlebt. Als ich mich angemeldet habe, hab ich zum ersten Mal in meinem Leben gedacht: „Ich bin nicht mehr nur ein Mensch hinter einem Bildschirm. Ich bin jemand, der etwas schafft.“ Das ist mehr als Steuern. Das ist Identität. Das ist Respekt. Danke, dass du das gesagt hast.

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