Wie genau verdienen Werbeagenturen eigentlich Geld, wenn sie für Kunden Facebook Ads schalten? Viele denken, es geht nur darum, Anzeigen zu erstellen und zu starten. Doch das ist nur der Anfang. Die wahre Einnahmequelle liegt in der Strategie, der Kontrolle und der Ergebnisverantwortung.
Die drei Hauptverdienstmodelle von Facebook Ads Agenturen
Es gibt drei klare Wege, wie Werbeagenturen mit Facebook Werbung Geld verdienen: Prozentsatz des Werbebudgets, Pauschalpreise und Erfolgsbasierte Vergütung. Jeder Ansatz hat seine Vor- und Nachteile - und passt zu unterschiedlichen Kunden.
Der Prozentsatz des Werbebudgets ist der häufigste Weg. Agenturen nehmen 15 bis 25 % des Geldes, das der Kunde für Anzeigen ausgibt. Wenn ein Kunde 10.000 Euro im Monat für Facebook Ads ausgibt, verdient die Agentur zwischen 1.500 und 2.500 Euro. Das klingt nach viel - und ist es auch. Aber nur, wenn das Budget stabil bleibt. Bei niedrigen Budgets wird das Modell unrentabel. Ein Kunde mit 500 Euro Budget bringt nur 75 bis 125 Euro Einkommen - nicht genug, um einen Experten zu bezahlen.
Die Pauschale funktioniert anders. Hier zahlt der Kunde eine feste monatliche Gebühr, unabhängig vom Werbebudget. Typische Preise liegen zwischen 800 und 3.500 Euro pro Monat. Das ist attraktiv für Agenturen, weil das Einkommen vorhersehbar ist. Für Kunden ist es einfach: Sie wissen, was sie zahlen. Aber: Wenn die Agentur nicht die Ergebnisse liefert, kündigt der Kunde. Pauschalen funktionieren nur, wenn die Agentur wirklich Wert schafft - nicht nur Anzeigen schaltet.
Die Erfolgsbasierte Vergütung ist der anspruchsvollste Weg. Hier bekommt die Agentur nur Geld, wenn bestimmte Ziele erreicht werden: zum Beispiel 100 neue Kunden pro Monat, oder ein Umsatz von 50.000 Euro. Die Agentur bekommt dann 10 bis 20 % des erzielten Umsatzes. Das ist riskant - für beide Seiten. Aber wenn es funktioniert, verdient die Agentur viel mehr als mit einem Prozentsatz des Budgets. Ein Kunde, der mit 20.000 Euro Werbebudget 120.000 Euro Umsatz macht, zahlt der Agentur 12.000 Euro - statt 2.000 Euro bei 15 % Budget-Provision.
Was steckt hinter den Kosten? Die verborgenen Aufwände
Wer glaubt, dass Werbeagenturen nur ein paar Anzeigen erstellen und dann warten, irrt. Die eigentliche Arbeit passiert hinter den Kulissen.
- Recherche und Zielgruppenanalyse: Wer ist der ideale Kunde? Wo ist er online? Welche Inhalte bewegen ihn? Das dauert oft mehrere Tage - und ist entscheidend für den Erfolg.
- Kreativ- und Copywriting-Arbeit: Nicht jede Anzeige funktioniert. Agenturen testen mehrere Varianten: Bild, Text, Call-to-Action. Ein einzelner Kunde kann 15 bis 20 verschiedene Anzeigenversionen brauchen, bevor die beste rauskommt.
- Test- und Optimierungszyklen: Facebook ändert seinen Algorithmus ständig. Was letzte Woche funktionierte, funktioniert heute nicht mehr. Agenturen überwachen täglich die Leistung - und passen an. Das ist keine einmalige Aufgabe. Es ist ein ständiger Prozess.
- Reporting und Kommunikation: Kunden wollen Zahlen. Und sie wollen sie verständlich. Agenturen erstellen wöchentliche oder monatliche Berichte, die erklären: Was lief gut? Was nicht? Warum? Und was kommt als Nächstes?
Ein guter Facebook Ads Experte arbeitet 20 bis 30 Stunden pro Monat pro Kunde - nicht 5. Wer das unterschätzt, verliert Geld, auch wenn er hohe Provisionen nimmt.
Warum viele Agenturen scheitern - und was echte Profis anders machen
Die meisten Agenturen, die mit Facebook Ads Geld verdienen wollen, scheitern an drei Dingen: Sie verkaufen keine Ergebnisse, sie messen die falschen Zahlen und sie haben keine klare Positionierung.
Wenn eine Agentur sagt: „Wir schalten Ihre Anzeigen“, dann ist sie ein Dienstleister - und wird schnell durch einen günstigeren ersetzt. Echte Profis sagen: „Wir bringen Ihnen 50 qualifizierte Leads pro Monat.“ Oder: „Wir steigern Ihre Conversion-Rate von 2 % auf 5 %.“ Sie verkaufen Ergebnisse - nicht Anzeigen.
Und sie messen nicht nur Klicks oder Reichweite. Das sind Vanity-Metrics. Echte Profis messen: Kosten pro Lead, Kosten pro Verkauf, Return on Ad Spend (ROAS). Wer das nicht versteht, kann kein Geld verdienen - nur ausgeben.
Die dritte Säule: Positionierung. Wer sich als „Facebook Ads Agentur“ vermarktet, ist einer von vielen. Wer sich als „Experte für E-Commerce-Wachstum mit Facebook Ads“ versteht, zieht andere Kunden an. Der Kunde sucht nicht nach jemandem, der Anzeigen schaltet. Er sucht nach jemandem, der sein Geschäft rettet.
Wie viel Geld kann man wirklich verdienen?
Ein Ein-Mann-Betrieb mit drei Kunden, die jeweils 5.000 Euro Werbebudget pro Monat haben und 20 % Provision zahlen, verdient 3.000 Euro im Monat. Das klingt gut - aber das ist nur der Anfang.
Ein etabliertes Team mit acht Kunden, die durchschnittlich 15.000 Euro Budget haben und mit Erfolgsbasierten Modellen arbeiten, kann leicht 20.000 bis 40.000 Euro pro Monat verdienen. Das ist kein Traum. Es passiert jeden Monat - in Wien, Berlin, Zürich und sogar in Graz.
Ein Beispiel: Eine Agentur in Linz hat drei E-Commerce-Kunden im Modebereich. Jeder Kunde gibt 12.000 Euro pro Monat für Facebook Ads aus. Die Agentur nimmt 15 % des Budgets (1.800 Euro pro Kunde) plus 10 % des Umsatzes. Jeder Kunde macht 80.000 Euro Umsatz - also 8.000 Euro Provision pro Kunde. Insgesamt: 3 × (1.800 + 8.000) = 29.400 Euro Gewinn pro Monat.
Das ist nicht Magie. Das ist System.
Was du brauchst, um erfolgreich zu sein
Wenn du als Agentur mit Facebook Ads Geld verdienen willst, brauchst du nicht mehr als drei Dinge:
- Ein klares Angebot: Was genau tust du? Für wen? Welches Ergebnis lieferst du? Kein „Wir machen Facebook Ads“. Sondern: „Wir bringen dir 100 neue Kunden pro Monat - oder du zahlst nichts.“
- Eine messbare Methode: Du brauchst ein System, das zeigt: Was funktioniert? Was nicht? Wie ändert man es? Ohne Daten bist du blind.
- Vertrauen als Produkt: Kunden zahlen nicht für Anzeigen. Sie zahlen dafür, dass du ihr Risiko übernimmst. Wenn du das glaubwürdig vermittelst, kannst du höhere Preise verlangen - und länger halten.
Die meisten Agenturen scheitern, weil sie versuchen, alles zu machen - und nichts richtig. Die erfolgreichsten machen nur eines: Sie bringen Ergebnisse. Und sie verkaufen das.
Die Zukunft: Werde kein Dienstleister - werde ein Partner
Facebook Ads werden nicht verschwinden. Aber die einfachen Agenturen schon. Wer nur Anzeigen schaltet, wird von KI-Tools und billigen Freelancern verdrängt.
Die Zukunft gehört denen, die mit Kunden zusammenarbeiten - wie ein Business-Partner. Wer die Kundengewinnung versteht, die Verkaufskanäle optimiert und die Daten in Strategien übersetzt, wird immer gefragt sein.
Es geht nicht darum, mehr Anzeigen zu schalten. Es geht darum, mehr Umsatz zu generieren - und das zu beweisen. Wer das kann, verdient nicht nur Geld. Er wird unersetzlich.
Wie viel verdient eine Facebook Ads Agentur im Monat?
Die Einkünfte variieren stark. Ein Ein-Mann-Betrieb mit 3 Kunden und je 5.000 Euro Werbebudget verdient etwa 3.000 Euro pro Monat bei 20 % Provision. Etablierte Agenturen mit 8-10 Kunden und Erfolgsbasierten Modellen können 20.000 bis 40.000 Euro monatlich verdienen - je nach Umsatz, der durch die Anzeigen generiert wird.
Ist die Provision vom Werbebudget fair?
Ja - aber nur, wenn die Agentur echten Wert schafft. 15-25 % des Budgets sind üblich, aber diese Provision deckt nicht nur die Anzeigen-Erstellung, sondern auch Recherche, Tests, Optimierung und Berichterstattung. Wenn die Agentur keine Ergebnisse liefert, ist die Provision ungerecht - für den Kunden und für die Agentur, denn der Kunde kündigt.
Warum sollten Kunden Erfolgsbasierte Vergütung wählen?
Weil sie nur zahlen, wenn es funktioniert. Bei Erfolgsbasierten Modellen bekommt die Agentur einen Anteil am Umsatz - zum Beispiel 10-20 %. Das ist für den Kunden risikolos: Er zahlt nicht für Versuche, sondern für Ergebnisse. Für die Agentur ist es riskanter, aber auch lukrativer - wenn sie gut ist.
Welche Kennzahlen sind wirklich wichtig bei Facebook Ads?
Nicht Klicks oder Reichweite. Entscheidend sind: Kosten pro Lead (CPL), Kosten pro Verkauf (CPA) und Return on Ad Spend (ROAS). ROAS zeigt, wie viel Umsatz du für jeden Euro Werbeausgaben generierst. Ein ROAS von 4 bedeutet: Für jeden Euro, den du in Ads investierst, verdienst du 4 Euro zurück.
Kann man mit Facebook Ads als Einzelunternehmer erfolgreich sein?
Ja - aber nur, wenn man sich auf ein Nischengeschäft konzentriert. Statt „Wir machen Facebook Ads für alle“ solltest du sagen: „Wir helfen Online-Shop-Besitzer aus Österreich, die Wellness-Produkte verkaufen, mit Facebook Ads 30 % mehr Umsatz zu machen.“ Spezifität zieht bessere Kunden an - und höhere Preise.
Elin Lim
Januar 14, 2026 AT 12:08Prozentbasierte Provisionen sind ein schlechtes Modell. Wer nicht für Ergebnisse bezahlt, zahlt für Illusionen.
INGEBORG RIEDMAIER
Januar 14, 2026 AT 17:29Die strukturelle Ausrichtung der monetären Value-Chain im Kontext von Performance-Marketing erfordert eine klare Differenzierung zwischen Input- und Output-KPIs. Eine rein budgetbasierte Vergütungskonstruktion ist nicht skalierbar und ignoriert den actual value creation.
Koen Punt
Januar 15, 2026 AT 16:30Die meisten Agenturen sind bloße Anzeigen-Booster mit PowerPoint-Präsentationen und keinem echten strategischen Rückgrat. ROAS? Was ist das? Ein Begriff für Leute, die nicht wissen, wie man einen Funnel baut. Wer nur 15% vom Budget nimmt, verdient nicht – er überlebt.
Und dann gibt’s noch die Typen, die mit „Wir bringen dir 100 Leads“ werben, aber die Leads sind aus Bulgarien und kaufen nichts. Das ist kein Marketing. Das ist Betrug mit Excel.
Harry Hausverstand
Januar 17, 2026 AT 02:58Stimmt. Die meisten denken, Ads schalten = Geld verdienen. Aber die wahre Arbeit? Die ist unsichtbar. Recherche, Tests, Optimierung – das ist, wo der Wert entsteht. Ich hab mal einen Klienten gehabt, der dachte, 5 Stunden im Monat reichen. Nach 3 Monaten hat er gekündigt. Weil nichts lief. Kein Wunder.
Wer als Agentur nur Anzeigen macht, wird von KI ersetzt. Wer als Partner denkt – der bleibt.
Stephan Lepage
Januar 17, 2026 AT 16:06leute die sagen roi ist wichtig sind meistens die die keine ahnung haben von facebook algorithmus das ding ändert sich jeden tag was letzte woche funktionierte läuft heute nicht mehr und die meisten agenturen machen nur standard templates und denken das reicht
ich hab mal ne kamapgne für nen kaffee shop gemacht der hat 12k umsatz gemacht mit 2k budget und die agentur hat nur 15% genommen also 300 euro das ist doch lächerlich
Erica Schwarz
Januar 18, 2026 AT 19:00Ich find’s toll, dass hier endlich mal klar wird, dass es nicht um Anzeigen geht, sondern um Vertrauen. Ich hab vor zwei Jahren eine Agentur gewechselt, weil die nur Klicks zählte. Die neue macht mir monatlich einen Bericht mit klaren Zahlen – und sagt mir, was wirklich funktioniert. Das fühlt sich an, als würde jemand für mich arbeiten – nicht für sich.
Es ist wie beim Arzt: Du willst nicht, dass der dir nur Pillen gibt, sondern dass er versteht, was dir fehlt.
Oliver Sy
Januar 20, 2026 AT 01:48✅ 100% zustimmen. Die Zukunft gehört den Partnern – nicht den Dienstleistern.
📌 Schlüsselkennzahlen: CPA, ROAS, LTV/CAC
💡 Tipp: Nutzt immer A/B-Tests mit mindestens 3 Varianten pro Ad Set – und lasst die KI 72h lernen, bevor ihr optimiert.
🚀 Wenn ihr als Agentur nur „Facebook Ads“ anbietet, seid ihr ein commodity. Werde ein Growth Partner – dann könnt ihr 5x mehr verlangen und werdet nicht ersetzt.
Steffen Ebbesen
Januar 22, 2026 AT 01:18Die meisten dieser „Erfolgsgeschichten“ sind gefaked. Wer 29.400 € pro Monat verdient, hat entweder 20 Kunden oder betreibt einen Betrug. 3 Kunden mit 12.000 € Budget? Das ist kein Fall – das ist ein Wunder. Und 10% vom Umsatz? Dann müsste die Agentur auch die Produktentwicklung, den Versand und den Kundenservice übernehmen. Sonst ist das Betrug mit Zahlen.
ROAS? Klicks? Das ist Marketing-Kinderspielzeug. Wer echte Unternehmen berät, weiß: Der größte Gewinn liegt in der Lieferkette, nicht in den Ads. Aber das will keiner hören. Lieber glauben, Ads machen alles.