Wenn du in Österreich Werbung machst oder deine Marke bekannt machen willst, musst du wissen, wo deine Zielgruppe wirklich ist. Es reicht nicht, einfach auf allen Plattformen zu sein. Du musst dort sein, wo die Leute wirklich aktiv sind - und das ist nicht immer das, was du vermutest.
Facebook bleibt die Nummer eins - aber nicht für alle
Facebook wird in Österreich noch immer von über 70 % der Bevölkerung genutzt. Das sind fast 6,5 Millionen Menschen. Aber hier liegt der Trick: Die meisten Nutzer sind über 35 Jahre alt. Wenn du junge Leute ansprechen willst, ist Facebook nicht dein Hauptziel. Es ist die Plattform für Eltern, Rentner und kleine Unternehmen, die ihre lokale Dienstleistung bewerben. Ein Bäcker in Salzburg, der sein Tagesangebot postet, oder eine Autowerkstatt in Linz, die Rabatte für Stammkunden anbietet - das funktioniert auf Facebook. Aber ein Fashion-Brand, der sich an 16-Jährige richtet, wird hier kaum Reichweite haben.
Instagram ist der Star der jungen Generation
Fast 60 % der Österreicher zwischen 16 und 34 Jahren nutzen Instagram regelmäßig. Das ist mehr als auf TikTok. Warum? Weil Instagram nicht nur Videos, sondern auch Bilder, Stories und Reels bietet - und weil es noch immer die beste Plattform für visuelle Markenbildung ist. Mode, Beauty, Reisen, Food, Fitness: Alles, was gut aussieht, funktioniert hier. Ein Kaffeehaus in Wien, das seine Latte Art in hochwertigen Fotos zeigt, oder ein Fitness-Trainer aus Graz, der vor und nach-Bilder postet, ziehen hier viel Engagement an. Die Altersgruppe 16-24 nutzt Instagram sogar häufiger als TikTok - laut einer Umfrage von Statista aus dem Jahr 2025.
TikTok wächst - und dominiert bei Jugendlichen
TikTok hat sich in Österreich von einer Trend-App zu einer der wichtigsten Plattformen entwickelt. Über 40 % der Bevölkerung zwischen 16 und 24 Jahren nutzen TikTok täglich. Das ist mehr als die Hälfte aller Jugendlichen. Es ist nicht mehr nur für Tanzvideos und Challenges. Unternehmen nutzen TikTok, um Produkte zu zeigen, wie sie wirklich funktionieren - ohne Werbespot-Flair. Ein österreichischer Bio-Snack-Hersteller hat zum Beispiel mit einem einfachen Video gezeigt, wie seine Müsliriegel aussehen, wenn man sie in der Hand hält - und hat in zwei Wochen 80.000 neue Follower gewonnen. Der Schlüssel? Authentizität. Keine Studio-Produktion. Kein perfektes Licht. Einfach echte Menschen, echte Produkte, echte Reaktionen.
YouTube ist der Informationskanal Nummer eins
Fast 80 % der Österreicher nutzen YouTube mindestens einmal pro Woche. Das ist die höchste Quote aller Plattformen. Aber hier geht es nicht um kurze Clips. YouTube ist die erste Anlaufstelle, wenn jemand etwas lernen will: Wie montiere ich ein Regal? Welche Winterreifen sind die besten? Wie funktioniert die neue ÖBB-App? Wenn du als Unternehmen eine komplexe Dienstleistung anbietest - etwa eine Versicherung, eine Software oder ein Finanzprodukt - dann ist YouTube der Ort, wo deine Kunden nach Antworten suchen. Ein österreichisches Finanzportal hat mit einer Serie von 5-Minuten-Videos zu Steuern und Sozialversicherung über 200.000 Views in drei Monaten erreicht - und 12.000 neue Newsletter-Abonnenten gewonnen.
WhatsApp und Snapchat: Die unsichtbaren Plattformen
WhatsApp wird von fast 90 % der Österreicher genutzt - aber fast niemand nutzt es für Marketing. Es ist privat. Du kannst keine Werbung posten. Du kannst keine Reichweite kaufen. Du kannst nur mit deinen Kunden direkt chatten - und das ist ein riesiger Vorteil, wenn du einen persönlichen Service anbietest. Ein Friseur in Innsbruck, der seine Kunden per WhatsApp anruft, wenn ein Termin frei wird, hat 40 % weniger Absagen. Snapchat ist dagegen fast verschwunden. Nur noch 8 % der Österreicher zwischen 16 und 24 nutzen es regelmäßig. Es ist kein Spielverderber mehr.
LinkedIn: Für B2B und Fachkräfte
Wenn du ein Unternehmen hast, das andere Unternehmen bedient - etwa eine IT-Beratung, eine Architekturkanzlei oder eine Personalvermittlung - dann ist LinkedIn dein Hauptplatz. 35 % der Erwerbstätigen in Österreich nutzen LinkedIn mindestens wöchentlich. Das sind vor allem Menschen zwischen 25 und 55. Hier geht es nicht um Likes. Hier geht es um Kontakte, Artikel, Expertenmeinungen. Ein österreichisches Bauunternehmen hat mit drei Fachartikeln zu nachhaltigen Baustoffen in sechs Monaten 37 neue Geschäftskunden gewonnen - alle über LinkedIn.
Wie du deine Plattform-Strategie aufbaust
Es gibt keine einheitliche Antwort. Es hängt davon ab, wen du ansprechen willst.
- Für Jugendliche (16-24): TikTok und Instagram sind die Hauptkanäle. YouTube kommt als zweite Wahl.
- Für Erwachsene (25-45): Facebook, Instagram und YouTube. LinkedIn, wenn du B2B bist.
- Für Ältere (45+): Facebook und YouTube. Hier ist Instagram nur Nebensache.
Starte immer mit einer Plattform. Teste dort, was funktioniert. Erst wenn du merkst, dass du mehr Reichweite brauchst, gehst du zur nächsten über. Viele Unternehmen versuchen, auf fünf Plattformen gleichzeitig zu sein - und verlieren dabei Zeit, Geld und Energie. Besser: Eine Plattform, die perfekt passt, statt fünf, die halbherzig laufen.
Was du nicht tun solltest
Nicht alle Trends sind für dich relevant. Wenn du ein traditionelles Handwerk betreibst, brauchst du kein TikTok-Video mit einer Tanz-Challenge. Wenn du ein Familienunternehmen mit 50 Jahren Geschichte hast, brauchst du keine Instagram-Story mit Filtern und Memes. Das wirkt unecht - und schadet deinem Vertrauen.
Stattdessen: Finde deine Stimme. Was macht dein Unternehmen einzigartig? Was wissen deine Kunden, die andere nicht wissen? Das ist dein Content. Und der passt immer auf eine Plattform - wenn du ihn richtig formulierst.
Die Zukunft: Was kommt als Nächstes?
2025 ist das Jahr, in dem TikTok und Instagram weiter verschmelzen. Die Algorithmen werden immer mehr auf kurze Videos setzen. YouTube wird kürzere Formate wie Shorts stärker fördern. Facebook wird sich weiter auf lokale Gruppen und Marktplätze konzentrieren. Wer jetzt noch auf lange Posts, statische Bilder und Werbespots setzt, verliert langsam die Reichweite.
Die klügsten Unternehmen in Österreich nutzen jetzt nicht mehr nur Social Media - sie nutzen es als Kunden-Service, als Marktforschung und als Verkaufskanal. Ein österreichischer Möbelhändler hat mit einem TikTok-Video gezeigt, wie ein Regal in 90 Sekunden montiert wird - und hat danach 400 Bestellungen in 48 Stunden bekommen. Kein Werbebudget. Kein Influencer. Nur ein klares, nützliches Video.
Es geht nicht darum, auf allen Plattformen zu sein. Es geht darum, dort zu sein, wo deine Kunden sind - und ihnen etwas zu geben, das sie wirklich brauchen.
Welche Social-Media-Plattform ist in Österreich am beliebtesten?
Facebook ist in Österreich die am häufigsten genutzte Plattform insgesamt - mit über 70 % der Bevölkerung. Aber wenn du junge Menschen ansprechen willst, ist Instagram und TikTok wichtiger. YouTube hat die höchste Nutzerquote bei allen Altersgruppen, besonders für Informationsrecherchen.
Sollte ich als kleines Unternehmen auf TikTok setzen?
Ja - aber nur, wenn du deine Zielgruppe richtig verstehst. Wenn deine Kunden zwischen 16 und 30 Jahre alt sind, ist TikTok eine der effektivsten Plattformen. Du musst nicht perfekt sein. Du musst echt sein. Ein einfaches Video, das zeigt, wie dein Produkt funktioniert oder wie du arbeitest, reicht oft aus, um viele neue Kunden zu gewinnen.
Wie viel Zeit sollte ich in Social Media investieren?
Wenn du erst anfängst, reichen 3-4 Stunden pro Woche. Konzentriere dich auf eine Plattform. Poste zwei- bis dreimal pro Woche. Beobachte, was funktioniert. Erst wenn du merkst, dass du mehr Reichweite brauchst, erweiterst du auf eine zweite Plattform. Viel Zeit investieren, ohne Strategie, führt nur zu Burnout - nicht zu Ergebnissen.
Ist Instagram noch wichtig, wenn TikTok so populär ist?
Ja. Instagram ist noch immer die stärkste Plattform für visuelle Markenbildung. Viele Nutzer zwischen 16 und 24 nutzen beide Plattformen - aber Instagram bleibt die erste Wahl für Fotos, Storys und dauerhafte Profilpräsentation. TikTok ist besser für virale Reichweite, Instagram für langfristigen Aufbau.
Was ist mit LinkedIn - brauche ich das auch?
Nur, wenn du B2B-Marketing machst. Wenn du Unternehmen als Kunden hast - etwa als Berater, Lieferant oder Dienstleister - dann ist LinkedIn unverzichtbar. Für B2C-Unternehmen, die Privatkunden bedienen, ist es meist überflüssig.
Was als Nächstes tun?
Wenn du jetzt loslegen willst: Wähle eine Plattform aus, die zu deiner Zielgruppe passt. Erstelle einen einfachen Content-Plan: Was willst du zeigen? Wer ist dein Kunde? Was braucht er? Mache ein Video, das diese Frage beantwortet - und poste es. Warte. Beobachte. Lerne. Und dann mache es noch einmal. Besser, du machst es gut auf einer Plattform, als halbherzig auf fünf.
Gunnar Bye
Dezember 26, 2025 AT 16:20Facebook ist doch nur noch für Omas und Bäcker, die ihr Tagesangebot posten 😅 TikTok ist der neue König, Punkt. Wer heute noch auf statische Bilder setzt, ist technisch gesehen im Steinzeit-Modus. Ich hab neulich nen kleinen Bio-Snack-Hersteller gesehen – kein Studio, kein Licht, nur ne Hand mit nem Müsliriegel – und der hat in 2 Wochen 80k Follower gewonnen. Echt. Einfach. Authentisch. Das ist der Gamechanger.
Kristine Lou
Dezember 26, 2025 AT 22:36ich find instagram immernoch der beste plattform fürs visuelle, auch wenn tiktok so laut ist 🤷♀️ meine freundin hat nen kaffeehaus in wien und die posts mit der latte-art ziehen mehr likes als alles andere – sogar mehr als ihre tiktok-videos. man muss halt nich alles machen, nur weil es trendy is. ich hab nur 2 plattformen und bin glücklich.
espen solheim
Dezember 28, 2025 AT 06:18Leute, stoppt mit dem entweder-oder-Gedanken. YouTube ist der wahre Gewinner – 80% nutzen es weekly, und das ist nicht nur für Tutorials. Mein Cousin, ein Handwerker aus Linz, hat mit nem Video „Wie man einen kaputten Wasserhahn repariert“ 12.000 neue Kunden gewonnen. Kein Influencer. Kein Budget. Nur echtes Wissen. Das ist der Unterschied zwischen Marketing und echtem Service. Nutzt YouTube als Werkzeug, nicht als Werbeplakat.
Olav Engh
Dezember 28, 2025 AT 09:17Ich find’s krass, wie viele Leute LinkedIn als „B2B-Only“ abtun. Ich hab als freier Grafiker letztes Jahr über LinkedIn nen Kunden aus Graz gewonnen – der dachte, ich wäre ein „Typ aus Wien“ und hat mich deswegen nicht kontaktiert. Bis er meinen Artikel über „Farbpsychologie im Branding“ gelesen hat. Jetzt ist er mein größter Kunde. LinkedIn ist nicht für „Kontakte“, sondern für Vertrauen. Und das ist der neue Social-Media-Währung.
Geir Isaksen
Dezember 30, 2025 AT 02:08Haha, was für ein Blödsinn. Wer glaubt noch, dass TikTok was bringt? Die Algorithmen sind manipuliert, die Leute sind nur noch süchtig nach schnellen Dosen Dopamin. Und Instagram? Nur noch eine Filterwelt voller perfekter Fake-Leben. Facebook ist die einzige echte Plattform – weil da noch echte Menschen sind. Die anderen sind nur digitale Drogen für Jugendliche, die nicht mehr wissen, wie man ein Gespräch führt.
Olav Finne
Dezember 30, 2025 AT 02:18Die Daten sind unzureichend. Statista hat keine repräsentative Stichprobe für die 16-24-Jährigen in Österreich. Die Umfrage basiert auf 1.200 Befragten, davon 300 in Wien – das ist kein Landesdurchschnitt. Außerdem wird WhatsApp als Marketingplattform komplett ignoriert, obwohl es die höchste Nutzungsrate hat. Wer hier Strategien empfiehlt, ohne die Datenqualität zu prüfen, handelt unprofessionell.
Even Ødegård
Dezember 31, 2025 AT 02:17Wer hat das alles bezahlt? Ich sag euch: Die EU hat diese Studie gefördert, damit wir alle auf TikTok und Instagram verzichten und stattdessen auf Facebook bleiben – damit sie uns besser überwachen können. WhatsApp ist privat? Nein. Die Daten werden an Meta weitergeleitet. LinkedIn? Die Bundesregierung nutzt es, um Berater zu rekrutieren. Alles ist eine Täuschung. Die einzige echte Plattform? Papier. Und Briefe. Alles andere ist Kontrolle.
Kathinka Haugsand
Januar 1, 2026 AT 19:54Ich find’s traurig, dass so viele Leute noch glauben, Content sei etwas, das man „macht“. Es ist doch nur ein Spiegelbild der kapitalistischen Leere. Wer sich auf „Reichweite“ konzentriert, hat schon verloren. Die echte Macht liegt in der Abwesenheit. Wer nicht da ist, wer nicht postet, wer nicht konsumiert – der hat die wahre Freiheit. Ich hab meinen Account gelöscht. Und ich bin glücklicher. Vielleicht solltet ihr das auch tun.
Kristian Krokslett
Januar 2, 2026 AT 14:42Die Aussage, dass TikTok und Instagram verschmelzen, ist technisch nicht haltbar. Die Algorithmen sind völlig unterschiedlich: TikTok nutzt ein „For You“-System basierend auf Interaktionen, Instagram ein Feed-System basierend auf Follow-Beziehungen. Sie können sich nicht „verschmelzen“, es sei denn, Meta kauft TikTok – was politisch unmöglich ist. Wer hier von Verschmelzung spricht, versteht weder Technik noch Marketing. Und YouTube Shorts ist kein Ersatz für lange Formate – es ist ein Konkurrent. Wer das nicht sieht, wird in 2 Jahren überrascht sein.
Runa Kalypso
Januar 4, 2026 AT 04:25ich hab das ganze gelesen und dachte mir: wow, das is ja echt hilfreich… aber wieso steht nirgends was zu pinterest? ich hab nen kleinen keramikshop und die meisten leute, die meine tassen kaufen, kommen von pinterest. die haben das video auf tiktok gesehn, aber dann auf pinterest gesucht. also… vielleicht nich alles auf instagram und tiktok setzen? :)
Catharina Doria
Januar 5, 2026 AT 09:18Was für ein oberflächliches Durcheinander. Ihr alle redet von Plattformen, aber keiner fragt nach der psychologischen Dimension. Wer Content produziert, der manipuliert – bewusst oder unbewusst. Die Algorithmen sind nicht neutral, sie formen Wahrnehmung. YouTube ist kein Informationskanal, sondern ein Pavlov’scher Apparat. TikTok ist eine digitale Suchtmaschine. Instagram eine Schönheitsdiktatur. Und Facebook? Ein digitales Dorf, in dem jeder weiß, was du gestern zum Mittag gegessen hast. Wer hier noch glaubt, er könne „Marketing“ betreiben, ohne Teil dieses Systems zu werden, lebt in einer Illusion. Die einzige echte Strategie: Nicht mitmachen. Punkt.
Niklas Lindgren
Januar 6, 2026 AT 09:52Österreich? Haha. Wer hier noch Social Media für Marketing nutzt, hat den Anschluss verloren. In Deutschland haben wir längst AI-Chatbots, die Kunden direkt ansprechen – ohne Posts, ohne Algorithmen, ohne Likes. Die Leute wollen keine Videos, sie wollen Antworten. Und wenn du nicht in der Lage bist, mit nem Bot zu kommunizieren, der 24/7 antwortet, dann bist du einfach nicht wettbewerbsfähig. Alles andere ist Theater. Und Theater kostet Geld – und bringt keine Kunden.
Ulrich Sander
Januar 7, 2026 AT 21:06Ich hab das gelesen und gefühlt, wie sich die Zeit verändert. Es geht nicht um Plattformen. Es geht um Menschlichkeit. Der Bäcker in Salzburg, der sein Tagesangebot postet – das ist kein Marketing. Das ist Liebe. Der Mann, der seinen Müsliriegel in der Hand hält – das ist kein Video. Das ist Vertrauen. Die Frau, die ihren Friseur per WhatsApp ruft – das ist kein Service. Das ist Gemeinschaft. Wir haben vergessen, dass Marketing nicht darum geht, zu verkaufen. Sondern darum, verbunden zu sein. Und wenn wir das verlieren, dann ist egal, ob wir auf TikTok, Instagram oder Facebook sind – wir sind schon verloren.