Wann zahlt Instagram Geld? So verdienst du wirklich mit deinem Account in Österreich

Wann zahlt Instagram Geld? So verdienst du wirklich mit deinem Account in Österreich
16 Dez, 2025
von Lukas Schönfeld | Dez, 16 2025 | Influencer Marketing Österreich | 9 Kommentare

Instagram zahlt nicht einfach so Geld. Kein automatischer Bonus, keine monatliche Auszahlung, kein Geheimcode, den du eingeben kannst. Wenn du dich fragst, wann Instagram Geld zahlt, dann liegt die Antwort nicht bei Instagram - sondern bei dir. Und bei den Marken, die mit dir zusammenarbeiten.

Instagram zahlt nicht - Marken zahlen

Instagram ist keine Bank. Es ist eine Plattform. Eine, die dir Millionen von Augen bringt. Aber die Augen allein bringen kein Geld. Erst wenn jemand bereit ist, dafür zu bezahlen, dass du diese Augen auf dich lenkst, fließt Geld in dein Konto. Das sind die Marken. Die Unternehmen. Die Marken, die deine Zielgruppe erreichen wollen - und dich als Türöffner brauchen.

Ein Beispiel aus Graz: Eine lokale Bio-Smoothie-Marke sucht nach Influencern mit 5.000 bis 15.000 Followern, die sich auf gesunde Ernährung konzentrieren. Sie zahlt dir 150 Euro für einen Post mit drei Bildern, einer Story und einer Reels-Clips. Instagram selbst hat nichts damit zu tun. Du erhältst das Geld von der Firma. Über PayPal. Über Banküberweisung. Oder manchmal sogar in Bar, wenn du dich mit einem Ladenbesitzer triffst.

Wie du Instagram-Bezahlt wirst: Die 5 Wege

Es gibt fünf echte Wege, wie du Geld mit Instagram verdienst - und nur einer davon hat etwas mit Instagram selbst zu tun. Hier sind sie, von realistisch bis selten:

  1. Sponsored Posts - Die Hauptquelle für fast alle Influencer in Österreich. Du schreibst einen Post, machst ein Video oder teilst eine Story, in dem du ein Produkt empfiehlst. Die Marke zahlt dich dafür. Der Betrag hängt von deiner Reichweite, deiner Engagement-Rate und deiner Nische ab. In Österreich zahlen kleine Marken zwischen 50 und 300 Euro pro Post. Große Marken wie Red Bull oder Spar zahlen bis zu 5.000 Euro - aber nur für Accounts mit 100.000+ Followern und hoher Glaubwürdigkeit.
  2. Affiliate-Links - Du teilst einen speziellen Link. Wenn jemand über diesen Link kauft, bekommst du eine Provision. Zum Beispiel: Du empfiehlst einen Fitness-Tracker von Amazon. Jeder Klick, der zu einem Kauf führt, bringt dir 5 bis 15 Prozent des Verkaufspreises. Das funktioniert besonders gut mit Produkten, die du selbst nutzt - wie Kaffee, Bücher oder Sportklamotten. Keine Werbung, kein Vertrag, einfach ein Link in deiner Bio.
  3. Produkte verkaufen - Du baust deine eigene Marke auf. Ein T-Shirt mit deinem Slogan. Eine E-Book-Anleitung für „Wie du mit 5.000 Followern Geld verdienst“. Eine eigene Kette von Kosmetikprodukten. Instagram ist dein Schaufenster. Der Verkauf passiert über deine Website oder über Shops wie Shopify. Hier verdienst du den vollen Gewinn - nicht nur eine Provision.
  4. Instagram Reels Bonus Program - Das ist der einzige Weg, bei dem Instagram selbst Geld zahlt. Aber nur für Nutzer in den USA, Brasilien, Mexiko, Australien, Deutschland und einigen anderen Ländern. Österreich ist nicht dabei. Du kannst also nicht auf dieses Programm hoffen. Wer dir sagt, dass du mit Reels in Österreich Geld von Instagram bekommst, lügt dich an.
  5. Live-Verkäufe und Spenden - Über Instagram Live kannst du Produkte verkaufen, während du live mit deinen Followern chatst. Oder du aktivierst die „Spenden“-Funktion für Charity-Streams. Aber das ist selten ein Hauptverdienst. Meistens ergänzt es andere Einkommensquellen.

Was du brauchst, um bezahlt zu werden

Es geht nicht um die Anzahl der Follower. Es geht um die Qualität deiner Beziehungen.

Ein Account mit 2.000 Followern, die jeden Post kommentieren, liken und teilen, ist wertvoller als ein Account mit 50.000 Followern, von denen nur 500 jemals reagieren. Marken suchen nach Engagement - nicht nach Zahlen. Sie wollen wissen: Wer liest meine Werbung wirklich? Wer vertraut diesem Menschen?

Wenn du in Österreich bist, dann hast du einen Vorteil: Du sprichst Deutsch. Du kennst die Kultur. Du weißt, was Österreichler mögen - und was sie hassen. Ein Beispiel: Ein Influencer aus Wien, der über nachhaltige Mode schreibt, hat eine Engagement-Rate von 8,3 %. Ein ähnlicher Account in Berlin hat nur 3,1 %. Warum? Weil er lokale Marken anspricht, die in Österreich wirklich bekannt sind - wie „Naturkosmetik aus Salzburg“ oder „Bio-Bäckerei aus Linz“. Lokalität zählt. Authentizität zählt.

Fünf Wege, Geld mit Instagram zu verdienen, dargestellt als leuchtende Pfade über einer Karte von Österreich.

Wie viel kannst du wirklich verdienen?

Einige Influencer in Österreich verdienen 5.000 Euro im Monat. Aber das sind die Ausnahmen. Die Top 1 %. Die meisten, die ernsthaft verdienen, kommen auf 500 bis 2.000 Euro pro Monat - nach einem Jahr Arbeit.

Ein realistisches Szenario für einen mittelgroßen Influencer (10.000-30.000 Follower) in Österreich:

  • 2 Sponsored Posts pro Monat à 200 Euro = 400 Euro
  • 3 Affiliate-Links mit durchschnittlich 150 Euro Umsatz pro Monat à 10 % Provision = 150 Euro
  • 1 eigenes Produkt (z. B. E-Book) mit 50 Verkäufen à 15 Euro = 750 Euro
  • Gesamt: 1.300 Euro pro Monat

Das ist kein Vermögen. Aber das ist ein Nebenverdienst, der sich mit der Zeit steigert - und der dir die Freiheit gibt, deine Zeit selbst zu bestimmen. Viele dieser Influencer haben ihre Jobs gekündigt. Sie arbeiten jetzt von zu Hause aus. Oder von einem Café in Graz.

Was du vermeiden musst

Es gibt viele, die dir versprechen: „Schalte jetzt dein Instagram-Konto frei und verdien 10.000 Euro im Monat!“ Das ist Betrug. Oder zumindest ein schlechter Rat.

Vermeide diese Fallen:

  • Follower kaufen - Du bekommst 10.000 Fake-Follower. Keine Interaktion. Keine Marken, die dich kontaktieren. Instagram erkennt das. Dein Algorithmus-Score sinkt. Du wirst unsichtbar.
  • Übertriebene Versprechen - Wer dir sagt, du könntest „in 30 Tagen reich werden“, will dein Geld - nicht dein Erfolg. Werbung für Kurse, die dir „das Geheimnis“ verkaufen, ist fast immer eine Geldmaschine für den Verkäufer.
  • Keine Transparenz - Du musst sponsored Posts als „Werbung“ kennzeichnen. Das ist Gesetz in Österreich. Wenn du das nicht tust, riskierst du eine Geldstrafe von bis zu 10.000 Euro. Die Werbebehörde (KSV) prüft regelmäßig. Und Nutzer melden dich.
  • Zu viele Marken auf einmal - Wenn du jeden Tag eine andere Werbung postest, verlierst du Glaubwürdigkeit. Deine Follower fühlen sich wie ein Werbeblock. Dann schalten sie ab.

Wie du anfängst - Schritt für Schritt

Wenn du heute anfängst, wie sieht der Weg aus?

  1. Finde deine Nische - Was kennst du wirklich gut? Kochen? Wandern? Kindererziehung? Technik? Nische = Fokus. Je spezifischer, desto besser.
  2. Poste regelmäßig - Mindestens 3-4 Mal pro Woche. Keine perfekten Fotos. Echte Momente. Dein Alltag. Deine Leidenschaft.
  3. Engagiere dich - Kommentiere andere Accounts in deiner Nische. Antworte auf jede Nachricht. Baue Beziehungen auf.
  4. Warte auf die ersten Anfragen - Nach 6-12 Monaten wirst du erste E-Mails von kleinen lokalen Marken bekommen. Das ist dein Start.
  5. Verkaufe etwas Eigenes - Sobald du 5.000 Follower hast, erstelle ein einfaches Produkt: Ein PDF, ein Online-Kurs, ein Merch-Produkt. Du brauchst keine große Website. Nutze Gumroad oder Etsy.
Waage, die gefälschte Follower gegen echte Community-Mitglieder abwägt, mit 'Werbung'-Kennzeichnung.

Was passiert, wenn du aufhörst?

Wenn du aufhörst, zu posten, verschwinden deine Einnahmen nicht sofort - aber sie schrumpfen. Marken vergessen dich. Follower verlieren Interesse. Der Algorithmus ignoriert dich.

Doch wenn du einmal eine echte Community aufgebaut hast - eine Gruppe von Menschen, die dir vertrauen - dann bleibt das. Du kannst sie später wieder ansprechen. Du kannst dein E-Book neu vermarkten. Du kannst dich wieder einbringen. Instagram ist kein Sprint. Es ist ein Marathon - mit vielen kleinen Zielen.

FAQ

Zahlt Instagram wirklich Geld in Österreich?

Nein, Instagram zahlt in Österreich kein Geld direkt an Nutzer. Das einzige Programm, das Zahlungen von Instagram selbst vorsieht - das Reels-Bonus-Programm - ist in Österreich nicht verfügbar. Du verdienst Geld durch Marken, die mit dir zusammenarbeiten - nicht durch die Plattform.

Wie viel Geld kann man mit 10.000 Followern verdienen?

Mit 10.000 Followern und einer guten Engagement-Rate (über 5 %) kannst du in Österreich zwischen 500 und 2.000 Euro pro Monat verdienen - wenn du mehrere Einkommensquellen nutzt: Sponsored Posts, Affiliate-Links und eigene Produkte. Es hängt von deiner Nische, deiner Konsistenz und deiner Glaubwürdigkeit ab.

Muss ich Werbung kennzeichnen?

Ja, das ist gesetzlich vorgeschrieben. In Österreich musst du jede bezahlte Zusammenarbeit als „Werbung“, „Sponsored“ oder „Anzeige“ kennzeichnen. Das gilt für Posts, Stories und Reels. Die Werbebehörde (KSV) kann bei Verstößen Geldstrafen von bis zu 10.000 Euro verhängen.

Kann ich mit weniger als 5.000 Followern Geld verdienen?

Ja. Viele lokale Marken in Österreich bevorzugen Mikro-Influencer mit 1.000 bis 5.000 Followern, weil die Engagement-Rate höher ist. Du kannst mit 2.000 Followern und einer starken Community bereits 100-300 Euro pro Post verdienen - besonders wenn du in einer spezifischen Nische wie Nachhaltigkeit, Heimwerken oder Kindererziehung tätig bist.

Was ist der schnellste Weg, um mit Instagram Geld zu verdienen?

Der schnellste Weg ist, ein eigenes Produkt zu verkaufen - zum Beispiel ein E-Book, eine Checkliste oder einen Online-Kurs. Du brauchst keine großen Followern. Du brauchst eine klare Lösung für ein konkretes Problem. Ein Beispiel: „5 Tipps, wie du mit Instagram mehr Kunden aus Graz gewinnst“ - verkauft für 9,99 Euro. Wenn du 50 Leute davon überzeugst, hast du 500 Euro verdient - ohne Werbung von Dritten.

Was kommt als Nächstes?

Wenn du jetzt anfängst - und du es ernst meinst - dann wirst du in einem Jahr nicht mehr nach „Wann zahlt Instagram Geld?“ fragen. Du wirst wissen, wie du Marken ansprichst. Wie du deine eigene Marke baust. Wie du deine Zeit und deine Reichweite in echten Wert verwandelst.

Es ist kein Zauber. Es ist Arbeit. Aber es ist Arbeit, die dich frei macht - und die du von überall machen kannst. Von deinem Sofa. Von einem Café in der Grazer Innenstadt. Oder von einem Berg in den Alpen - wenn du nur dein Handy dabei hast.

9 Kommentare

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    Brecht Dekeyser

    Dezember 17, 2025 AT 15:51
    Endlich mal jemand der’s klar sagt 💪 Instagram zahlt nix, aber deine 2000 echten Follower in Graz? Die zahlen mehr als 50k Fake-Follower. Ich hab mit nem Post über Bio-Kaffee 300 Euro gemacht. Einfach authentisch bleiben, Leute 🤙
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    Julia Wooster

    Dezember 19, 2025 AT 05:28
    Diese Artikel sind so typisch für die mediokren Selbsthilfe-Industrie. Man verkaufte den Leuten, dass Influencer-Sein eine Karriere sei. Dabei ist es bloß digitale Prostitution mit einem Hauch von Marketing-Flair. Wer ernsthaft denkt, er könne mit einem E-Book über '5 Tipps für Graz' reich werden, lebt in einer Bubble.
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    Herbert Finkernagel

    Dezember 19, 2025 AT 23:32
    Das Reels-Bonus-Programm ist in Österreich nicht verfügbar? Richtig. Aber wer hat euch gesagt, dass Instagram nicht doch irgendwann die Daten von Österreichern nutzt, um sie in das US-Programm einzubeziehen? Das ist eine klassische Ablenkungsstrategie. Die Algorithmen sammeln alles. Und dann kommt der Tag, an dem du plötzlich Steuern auf Einkommen zahlst, das du nie gesehen hast.
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    Timon Ostertun

    Dezember 21, 2025 AT 14:02
    Follower kaufen ist schlecht ja aber die meisten die hier rumlabern haben auch keine Ahnung wie das mit Engagement wirklich funktioniert ich hab nen Account mit 800 Followern und die kaufen alles was ich poste weil ich echt bin nicht weil ich perfekte fotos mache
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    Markus Paul

    Dezember 22, 2025 AT 10:03
    Die Frage ist nicht, wie viel man verdient. Sondern ob man sich selbst verkaufen muss, um zu überleben. Das ist die wahre Ökonomie der digitalen Zeit. Du wirst nicht bezahlt. Du wirst instrumentalisiert.
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    Stefanie Barigand

    Dezember 23, 2025 AT 08:56
    Das ist ja unglaublich! In Deutschland wäre so ein Artikel mit falschen Informationen über die KSV sofort abgemahnt worden! Wer sagt, dass man in Österreich mit 2000 Followern Geld verdienen kann? Das ist eine gefährliche Lüge! Werbung muss als Werbung gekennzeichnet werden, das ist nicht optional, das ist Gesetz! Und wer das ignoriert, der hat keine Ahnung von Recht und Ordnung!
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    Hayden Kjelleren

    Dezember 24, 2025 AT 17:37
    Ich hab mal 3 Monate versucht. Keine Anfragen. Keine Einnahmen. Nur Leere. Die Leute hier reden von Community, aber niemand antwortet auf deine Stories. Kein Mensch. Du postest, du stirbst im Algorithmus. Es ist ein einsames Spiel.
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    Hanna Kim

    Dezember 25, 2025 AT 07:15
    Hey Leute, ich hab’s geschafft! Mit 4.200 Followern und 3 Posts pro Woche hab ich letzte Woche 800 Euro verdient – mit einem selbstgemachten PDF: „Wie du deine Oma mit Bio-Produkten überzeugst“. Einfach, echt, lokal. Jeder kann das. Fangt klein an. Seid konsequent. Und sagt euren Follower: Ich bin hier für euch. Nicht für die Marke. 💛
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    Nessi Schulz

    Dezember 26, 2025 AT 00:51
    Die dargestellten Einkommensmodelle sind grundsätzlich korrekt, jedoch ist die Angabe von 1.300 Euro monatlich als durchschnittlich irreführend. Eine repräsentative Studie der Universität Hamburg (2023) zeigt, dass 78 % der Mikro-Influencer in DACH-Regionen unter 300 Euro pro Monat verdienen. Der hier genannte Wert ist ein Ausreißer, der durch 1 % der Top-Verdiener verzerrt wird. Empfehlung: Fokussieren Sie sich auf Affiliate-Modelle und Eigenprodukte – diese sind skalierbar und weniger abhängig von Plattformalgorithmen.

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