Kann man mit Instagram in Österreich Geld verdienen? So funktioniert es 2026

Kann man mit Instagram in Österreich Geld verdienen? So funktioniert es 2026
7 Jan, 2026
von Lukas Schönfeld | Jan, 7 2026 | Influencer Marketing Österreich | 0 Kommentare

Ja, man kann mit Instagram in Österreich Geld verdienen - aber nicht, indem man einfach Fotos postet und hofft, dass etwas passiert. Wer wirklich Einkommen aus Instagram generieren will, braucht eine klare Strategie, echte Reichweite und eine Zielgruppe, die vertraut. Es geht nicht um Likes, sondern um Vertrauen. Und Vertrauen baut man nicht in einer Woche auf.

Wie funktioniert das Geldverdienen mit Instagram in Österreich?

Die meisten Menschen denken, dass Instagram-Einkommen nur über gesponserte Posts läuft. Das ist nur ein Teil der Wahrheit. In Österreich gibt es mehrere legitime Wege, Geld mit Instagram zu verdienen - und nicht alle erfordern, dass du Tausende von Followern hast.

  • Gesponserte Beiträge: Marken zahlen dir, wenn du ihr Produkt in deinem Feed oder Reels zeigst. Das funktioniert am besten, wenn deine Zielgruppe zu den Kunden der Marke passt - nicht wenn du 50.000 Follower hast, aber nur 2 % davon in Österreich leben.
  • Affiliate-Marketing: Du verlinkst Produkte (z. B. über Partnerprogramme von Zalando, Amazon oder lokalen österreichischen Marken) und verdienst eine Provision, wenn jemand über deinen Link kauft.
  • Eigene Produkte oder Dienstleistungen: Du verkaufst etwas - sei es ein Ebook, eine Online-Kurs, Handarbeiten, Fotografie oder Beratung. Instagram dient dann als Verkaufskanal, nicht als Hauptprodukt.
  • Instagram Reels Boni: Meta zahlt in Österreich seit 2024 gezielt an Creator, die regelmäßig qualitativ hochwertige Reels veröffentlichen und eine hohe Engagement-Rate haben. Das ist kein „Schnellreichtum“, aber eine stabile Einnahmequelle für aktive Nutzer.
  • Coaching und Workshops: Viele österreichische Influencer verdienen Geld mit Live-Workshops zu Themen wie „So startest du mit Instagram“ oder „Content erstellen für kleine Unternehmen“.

Die meisten erfolgreichen Creator in Österreich kombinieren mindestens zwei dieser Wege. Wer nur auf gesponserte Posts setzt, ist anfällig für Schwankungen - Marken reduzieren ihre Budgets, Trends ändern sich, Algorithmen springen um. Diversifizieren ist kein Bonus, es ist die Grundlage.

Wie viele Follower brauchst du wirklich?

Die Antwort: Es kommt auf die Qualität an, nicht auf die Quantität. Ein Creator mit 8.000 treuen Followern in Wien, die jeden Post kommentieren und kaufen, verdient mehr als jemand mit 80.000 Followern, die nur aus Indien oder den Philippinen kommen.

Ein aktueller Benchmark aus einer Studie von Marketing Austria (2025) zeigt: Creator mit 5.000 bis 20.000 Followern in Österreich, die eine Engagement-Rate von über 4 % haben, bekommen durchschnittlich 150 bis 400 Euro pro gesponsertem Post. Das ist mehr als viele Freelancer mit 10 Jahren Berufserfahrung verdienen.

Was ist eine gute Engagement-Rate? Teile die durchschnittliche Anzahl an Likes und Kommentaren pro Post durch deine Followerzahl und multipliziere mit 100. Bei 10.000 Followern und 500 Interaktionen pro Post ergibt das 5 %. Das ist sehr gut. Bei 2 % oder weniger solltest du dich fragen, ob deine Follower echt sind - oder ob du nur Käufe von Fake-Accounts getätigt hast.

Marken in Österreich prüfen heute nicht mehr nur die Followerzahl. Sie schauen auf:

  • Die Herkunft der Follower (Österreich, Deutschland, Schweiz?)
  • Die Kommentare - sind sie echt oder „Nice pic!“?
  • Die Konsistenz - postest du regelmäßig?
  • Die Nische - bist du ein Fitness-Coach, ein Bäcker aus Salzburg, ein Eltern-Blogger aus Graz?

Es ist nicht mehr wichtig, wie viele du hast - es ist wichtig, wer sie sind.

Was sind die beliebtesten Nischen in Österreich 2026?

Nicht jede Nische funktioniert gleich gut. Einige sind gesättigt, andere wachsen. Hier sind die fünf erfolgreichsten Nischen in Österreich, basierend auf Daten von Instagram und lokalen Marken:

  1. Lokale Lebensmittel & Nachhaltigkeit: Bio-Produkte, regionale Bäckereien, Zero-Waste-Lebensstil. Marken wie Almdudler, Österreichische Bauernwerke oder GreenFood arbeiten hier aktiv mit Micro-Influencern zusammen.
  2. Heimarbeit & Home Office: Wie man in Wien oder Linz produktiv arbeitet, ohne ins Büro zu fahren. Mit Themen wie Home-Office-Einrichtung, Zeitmanagement, digitale Tools.
  3. Eltern mit Kindern in Österreich: Eltern, die ihre Kinder in Wien, Innsbruck oder Salzburg großziehen - mit Tipps zu Kitas, Schulen, Freizeitaktivitäten. Sehr hohe Engagement-Raten.
  4. Reisen innerhalb Österreichs: Weniger „Urlaub in Bali“, mehr „Wochenende in der Wachau“ oder „Skifahren im Kitzbüheler Tal ohne Touristenmassen“.
  5. Finanzielle Unabhängigkeit für junge Erwachsene: Wie man mit 25 in Österreich spart, investiert oder Nebeneinkünfte aufbaut. Sehr beliebt bei 18- bis 30-Jährigen.

Wenn du in einer dieser Nischen startest, hast du eine deutlich höhere Chance, von österreichischen Marken entdeckt zu werden. Es geht nicht darum, alles zu machen - es geht darum, tief in einer Sache zu sein.

Fünf österreichische Instagram-Nischen: lokale Lebensmittel, Home Office, Eltern mit Kindern, Reisen in Österreich und Finanzen, visuell verbunden durch symbologische Fäden.

Wie findest du Marken, die mit dir zusammenarbeiten wollen?

Die meisten Anfänger warten, bis Marken sie kontaktieren. Das ist falsch. Du musst aktiv werden.

So gehst du vor:

  1. Erstelle eine Liste von 20 österreichischen Marken, deren Produkte du selbst nutzt oder magst. Das können lokale Cafés, Kosmetikmarken, Modeunternehmen oder sogar Gemeinden sein, die Tourismus fördern.
  2. Gehe auf deren Instagram-Seite und schau dir an, mit wem sie schon zusammengearbeitet haben. Wer hat die letzten Posts mit #Partner oder #Sponsored gemacht?
  3. Schreibe eine persönliche Nachricht (nicht massenhaft!) mit einem kurzen Pitch: „Hallo [Name], ich bin [Name], ich teile Inhalte über [Nische] in [Stadt]. Ich liebe eure Produkte und würde gern ein gemeinsames Projekt entwickeln. Hier ist mein Media Kit.“
  4. Verlinke ein einfaches Media Kit - eine PDF mit deinen Zahlen, Beispielen und Preisen. Keine Grafik mit 100 Statistiken. Einfach: Follower, Engagement, Zielgruppe, Beispiele, Preis.
  5. Folge mit einem freundlichen Nachfragen nach 7 Tagen.

Einige Marken in Österreich haben sogar eigene Influencer-Programme: DM Drogerie, REWE, Hofer und Österreichische Post arbeiten regelmäßig mit lokalen Creators zusammen - besonders für saisonale Kampagnen wie Weihnachten oder Frühling.

Was kostet es, mit Instagram Geld zu verdienen?

Nichts. Zumindest nicht viel. Du brauchst kein teures Equipment, keine Agentur, keine Website - am Anfang.

Die größten Kosten sind Zeit und Lernbereitschaft. Aber wenn du ernsthaft starten willst, brauchst du:

  • Eine gute Kamera: Ein iPhone 14 oder ein mittelklasse Android-Handy reicht. Keine DSLR nötig.
  • Eine einfache Bearbeitungs-App: CapCut oder VSCO - kostenlos.
  • Eine Content-Planung: Google Sheets oder Notion - kostenlos.
  • Eine eigene Instagram-URL: Du brauchst einen Linktree oder Linkin.bio - das kostet 5 Euro im Monat.
  • Ein wenig Geld für Werbung (optional): Wenn du einen Post mit 100 Euro bewirbst, um deine Reichweite zu testen - das ist eine Investition, keine Ausgabe.

Die größte Investition ist nicht das Geld - es ist die Konsistenz. Wer 6 Monate lang jeden zweiten Tag einen Post macht, hat mehr Chancen als jemand, der 30 Tage lang täglich postet und dann aufgibt.

Eine Leiter aus Instagram-Posts führt von einem Smartphone zu einem österreichischen Berggipfel, jede Sprosse steht für eine Einkommensquelle.

Was funktioniert nicht?

Es gibt viele Mythen, die dich nur ablenken:

  • „Kaufe Follower“: Das ist illegal, erkennt Instagram, und Marken ignorieren dich sofort. Du verlierst mehr, als du gewinnst.
  • „Poste 10x am Tag“: Instagram belohnt nicht die Häufigkeit - sondern die Qualität und das Engagement. Zwei gute Posts pro Woche sind besser als zehn schlechte.
  • „Ich muss viral gehen“: Viral ist Glück. Nachhaltig ist Planung. Wer auf Viralität wartet, verdient nie Geld.
  • „Ich brauche eine große Agentur“: Die meisten österreichischen Micro-Influencer arbeiten selbständig. Agenturen nehmen 30-50 % deiner Einnahmen - oft für Dienstleistungen, die du selbst besser kannst.

Die Wahrheit: Instagram ist kein Glücksspiel. Es ist ein Job. Ein Job, den du von zu Hause aus machst - aber trotzdem mit Disziplin, Struktur und echtem Wissen.

Wie viel verdient man wirklich?

Die Zahlen sind real - aber unterschiedlich:

  • Anfänger (5.000-15.000 Follower): 100-500 Euro pro Monat - meist aus Affiliate und 1-2 gesponserten Posts.
  • Mittlere Level (20.000-80.000 Follower): 1.000-3.000 Euro pro Monat - mit Produkten, Workshops und regelmäßigen Sponsoren.
  • Top Creator (100.000+ Follower): 5.000-20.000 Euro pro Monat - aber nur wenige erreichen das. Die meisten von ihnen haben auch eine eigene Firma, ein Team oder ein Produkt.

Die meisten erfolgreichen Creator in Österreich haben neben Instagram noch einen anderen Job - bis sie stabil genug sind, um vollzeitlich davon zu leben. Das ist normal. Kein Creator in Österreich verdient mit 20 Jahren schon 10.000 Euro im Monat. Das ist Hollywood. In Österreich ist es ein langsam wachsender Nebenverdienst, der nach 1-2 Jahren zu einer echten Einkommensquelle wird.

Was kommt als Nächstes?

Instagram wird nicht verschwinden - aber die Regeln ändern sich. 2026 ist der Fokus noch stärker auf Authentizität und lokale Verbindungen. Wer nur ausländische Trends kopiert, wird nicht mehr erfolgreich sein. Wer echte österreichische Geschichten erzählt, wird gehört.

Wenn du anfängst - fange klein an. Wähle eine Nische. Poste regelmäßig. Baue Vertrauen. Frag nicht, ob du Geld verdienen kannst - frage: „Was kann ich anderen hier in Österreich bieten?“

Die Antwort auf diese Frage ist dein Weg zum Einkommen.

Kann man mit Instagram in Österreich wirklich Geld verdienen, ohne große Followerzahl?

Ja, das ist möglich - und oft sogar einfacher als mit vielen Followern. Marken in Österreich suchen nicht nach den größten Accounts, sondern nach den authentischsten. Ein Creator mit 8.000 treuen Followern in Salzburg, die regelmäßig kommentieren und kaufen, ist für lokale Unternehmen wertvoller als jemand mit 80.000 Follower aus dem Ausland. Die Schlüssel sind Engagement-Rate, Zielgruppenpassung und Konsistenz - nicht die Zahl auf dem Profil.

Wie viel kostet es, mit Instagram zu starten?

Fast nichts. Du brauchst kein teures Equipment - ein Smartphone reicht. Die größten Kosten sind Zeit und Lernbereitschaft. Ein kostenloser Content-Planer, eine einfache Bearbeitungs-App wie CapCut und ein Linktree für 5 Euro im Monat sind alles, was du brauchst, um zu beginnen. Wer sich auf teure Kurse oder Agenturen verlässt, verschwendet Geld. Der Weg beginnt mit einem Post - nicht mit einem Budget.

Welche Nischen funktionieren am besten in Österreich?

Lokale Lebensmittel und Nachhaltigkeit, Heimarbeit und Home Office, Eltern mit Kindern in Österreich, Reisen innerhalb Österreichs und finanzielle Unabhängigkeit für junge Erwachsene. Diese Nischen haben die höchste Engagement-Rate und die meisten Kooperationsangebote von österreichischen Marken. Es geht nicht darum, global zu denken - sondern lokal zu wirken.

Wie finde ich Marken, die mit mir zusammenarbeiten wollen?

Gehe nicht auf Suchen - gehe auf Suchen mit Plan. Erstelle eine Liste von 20 österreichischen Marken, deren Produkte du magst. Schau dir an, mit wem sie schon zusammengearbeitet haben. Dann schreibe eine persönliche Nachricht - nicht massenhaft. Füge ein einfaches Media Kit hinzu: Follower, Engagement, Zielgruppe, Beispiele, Preis. Die meisten Marken antworten innerhalb von 7 Tagen, wenn du klar und professionell bist.

Sollte ich eine Agentur engagieren, um mit Instagram Geld zu verdienen?

Nein - nicht am Anfang. Agenturen nehmen 30-50 % deiner Einnahmen - oft für Dienstleistungen, die du selbst besser kannst: Content planen, Nachrichten schreiben, Rechnungen stellen. Erst wenn du über 5.000 Euro pro Monat verdienst und keine Zeit mehr hast, lohnt sich eine Unterstützung. Bis dahin: Mach es selbst. Du lernst mehr, verdienst mehr und behältst die Kontrolle.