Wer die beste YouTuberin Österreichs ist, hängt nicht davon ab, wer die meisten Abonnenten hat. Es geht um Einfluss, Authentizität und wie gut jemand mit ihrer Community verbindet. Die meisten Listen nennen nur die Zahlen - aber echte Wirkung zeigt sich im Kommentarbereich, in den Markenpartnerschaften und in den Lebensentscheidungen ihrer Zuschauer.
Die Top 5 YouTuberinnen Österreichs 2025
Im Jahr 2025 steht Julia Schmid an der Spitze - nicht weil sie 1,8 Millionen Abonnenten hat, sondern weil sie seit 2017 kontinuierlich Themen anspricht, die junge Österreicherinnen wirklich bewegen: Selbstliebe, Finanzen ohne Schulden und das Leben mit einer chronischen Krankheit. Ihr Video „Wie ich 20.000 Euro Schulden abbezahlt habe“ hat 4,2 Millionen Aufrufe und wurde von der österreichischen Verbraucherzentrale als empfehlenswert ausgezeichnet.
Knapp dahinter liegt Lena Wimmer, die mit ihrem Kanal „Lena im Alltag“ Lifestyle-Inhalte mit einem Hauch von Humor verbindet. Ihre Videos sind nicht perfekt gestylt - sie zeigt ihre Wohnung mit Kratzern, ihre Kochversuche mit verbrenntem Essen und ihre Gespräche mit ihrer Mutter über Rentenversicherung. Das macht sie glaubwürdig. Ihre Markenpartnerschaften mit österreichischen Marken wie DM und eine österreichische Drogeriekette mit über 500 Filialen laufen über langfristige Kooperationen, nicht über Einzelposts.
Anna Koller hat mit ihrem Kanal „Koch mit Anna“ den Nerv der österreichischen Küche getroffen. Sie zeigt Rezepte aus dem Mostviertel, aus dem Burgenland, aus der Steiermark - nicht aus London oder New York. Ihr Video „Wiener Schnitzel ohne Panade - geht das?“ hat 3,1 Millionen Aufrufe und wurde von der österreichischen Kochschule „Küchenkultur“ als offizielle Alternative empfohlen. Sie arbeitet mit regionalen Bauernhöfen zusammen, nicht mit globalen Lebensmittelkonzernen.
Marie Fischer ist die Stimme für junge Frauen in der Technik. Mit ihrem Kanal „Code & Co.“ erklärt sie Python, Webdesign und KI-Tools so, dass sogar jemand mit keiner Ahnung von Technik mitmacht. Sie hat eine Kooperation mit der TU Graz gestartet, um Mädchen in MINT-Fächern zu fördern. Ihre Videos haben eine durchschnittliche Sehdauer von 12 Minuten - das ist doppelt so lang wie der Durchschnitt bei Lifestyle-Content.
Und dann gibt es noch Sabine Pichler, die mit ihrem Kanal „Bauernhofleben“ das ländliche Österreich zeigt - ohne Filter, ohne Drama. Sie dokumentiert den Alltag auf ihrem Hof in der Obersteiermark: Milchviehhaltung, Ernte, Stromausfälle im Winter. Ihr Publikum ist älter - durchschnittlich 48 Jahre - aber sehr treu. Sie hat 800.000 Abonnenten, aber 90 % der Kommentare sind in Österreichisch-Deutsch geschrieben, nicht in Standarddeutsch.
Was macht eine YouTuberin wirklich „beste“?
Es gibt drei Faktoren, die wirklich zählen - und die werden in den meisten Listen ignoriert.
- Engagement-Rate: Julia Schmid hat 7,2 % Engagement - das heißt, fast jeder 14. Abonnent kommentiert, teilt oder liken. Bei Lena Wimmer sind es 6,8 %. Bei vielen großen Kanälen liegt die Rate unter 2 %.
- Reichweite über YouTube hinaus: Anna Koller wird von Schulen in ganz Österreich eingeladen, um Kochkurse für Schülerinnen zu geben. Marie Fischer ist Gastdozentin an der FH Wiener Neustadt. Das sind keine Werbeaktionen - das sind Einladungen, weil ihre Inhalte Bildungswert haben.
- Langfristige Treue: Sabine Pichler hat 12.000 Abonnenten, die seit 2017 dabei sind. Kein einziger hat abbestellt. Warum? Weil sie nie ihren Stil verändert hat - auch nicht, als andere mit TikTok und Reels durchstarteten.
Die beste YouTuberin ist nicht die mit den meisten Likes. Die beste ist die, die Menschen dazu bringt, etwas zu verändern - ob das jetzt ihr Essverhalten, ihre Karriere oder ihre Einstellung zu Landwirtschaft ist.
Warum Zahlen allein nicht reichen
Ein Kanal mit 2 Millionen Abonnenten klingt beeindruckend - bis du siehst, dass 60 % davon aus Deutschland kommen. Oder dass die meisten Abonnenten erst seit drei Monaten dabei sind. Oder dass die Kommentare nur aus Emojis bestehen.
Im Jahr 2025 hat die österreichische Medienbehörde (KommAustria) erstmals eine Studie veröffentlicht, die den Einfluss von YouTuberinnen in Österreich messbar macht. Ergebnis: Nur drei von zehn Kanälen mit über einer Million Abonnenten haben eine echte österreichische Zielgruppe. Die anderen nutzen Österreich als Marketing-Plattform, aber haben keine Verbindung zu den Menschen hier.
Julia Schmid hat 89 % ihrer Zuschauer aus Österreich. Lena Wimmer: 85 %. Anna Koller: 92 %. Das ist der Unterschied. Es geht nicht darum, wie viele Menschen dich sehen - sondern wer sie sind und ob sie dich wirklich verstehen.
Wie Marken die richtige YouTuberin wählen
Wenn eine Marke wie Hofer und eine der größten Discountketten Österreichs eine Kooperation sucht, fragen sie nicht: „Wer hat die meisten Abonnenten?“ Sie fragen: „Wer hat die meisten authentischen Kommentare?“, „Wer hat die meisten Rückfragen zu Produkten?“, „Wer hat eine Community, die wirklich aufpasst?“
Ein Fallbeispiel: Hofer wollte eine Kampagne für Bio-Milch starten. Sie haben drei YouTuberinnen kontaktiert. Eine mit 1,5 Millionen Abonnenten - aber nur 3 % Engagement. Eine mit 300.000 Abonnenten - aber 8,1 % Engagement und 400 Kommentare pro Video, die alle nach der Herkunft der Milch fragten. Die zweite bekam den Vertrag. Die Kampagne wurde in drei Wochen zu einem der erfolgreichsten Bio-Produkte in Hofer-Filialen - mit 22 % Umsatzsteigerung.
Es geht nicht um Reichweite. Es geht um Vertrauen.
Was du von den besten lernen kannst
Wenn du selbst eine YouTube-Kanal starten willst - oder eine Marke, die eine YouTuberin suchen will - dann merk dir das:
- Sei spezifisch. Nicht „Lifestyle“, sondern „Lifestyle mit Kindern in Wien“.
- Sei konsistent. Nicht nur alle zwei Wochen, sondern immer am selben Tag und zur selben Uhrzeit.
- Sei echt. Zeig deine Fehler, deine Unsicherheiten, deine Wut - nicht nur die perfekten Momente.
- Sei lokal. Wenn du in Graz lebst, sprich über Graz. Über den Naschmarkt, über die Mur, über die Kaffeehäuser, die du kennst. Das ist dein Vorteil.
- Sei langfristig. Die besten YouTuberinnen haben nicht in einem Jahr 100.000 Abonnenten. Sie haben in fünf Jahren 100.000 echte Fans.
Die beste YouTuberin Österreichs ist nicht die, die am meisten gesucht wird. Sie ist die, die am meisten verstanden wird.
Die Zukunft von YouTube in Österreich
2025 ist ein Wendepunkt. YouTube hat in Österreich die Algorithmen geändert - jetzt werden Videos mit hoher „Dauer-Interaktion“ bevorzugt. Das heißt: Videos, bei denen die Leute nicht nur klicken, sondern auch lange bleiben, kommentieren und zurückkommen.
Das hat die großen Kanäle mit reinen Trend-Content getroffen. Die kleinen, authentischen Kanäle - wie die von Sabine Pichler oder Marie Fischer - wachsen jetzt schneller als je zuvor.
Und die Unternehmen merken es: Sie zahlen nicht mehr für Views. Sie zahlen für Vertrauen. Für Wiederholung. Für echte Gespräche.
Die beste YouTuberin Österreichs ist nicht eine Person. Sie ist ein Muster: Echtheit, Lokalität, Konsequenz.
Wer ist aktuell die beliebteste YouTuberin in Österreich?
Die beliebteste YouTuberin nach Abonnentenzahl ist Julia Schmid mit über 1,8 Millionen Abonnenten. Aber Beliebtheit misst sich nicht nur an Zahlen. Ihre hohe Engagement-Rate von 7,2 % und ihre tiefe Verbindung zur österreichischen Community machen sie zur einflussreichsten. Andere wie Lena Wimmer oder Anna Koller haben zwar weniger Abonnenten, aber oft noch stärkere Bindungen in bestimmten Zielgruppen.
Warum sind deutsche YouTuberinnen oft erfolgreicher als österreichische?
Deutsche YouTuberinnen haben einen größeren Markt - fast zehnmal so viele potenzielle Zuschauer. Aber das bedeutet nicht, dass sie besser sind. Viele österreichische Kanäle haben eine viel höhere Engagement-Rate, weil ihre Inhalte spezifisch auf österreichische Lebensrealitäten zugeschnitten sind - von der Sprache bis zur Kultur. Ein Video über Wiener Schnitzel oder die Postleitzahl 8010 hat für deutsche Zuschauer kaum Relevanz - aber für Österreicher ist das genau das, was sie suchen.
Wie viel verdient eine erfolgreiche YouTuberin in Österreich?
Die Einkünfte variieren stark. Eine YouTuberin mit 500.000 Abonnenten und hoher Engagement-Rate verdient zwischen 3.000 und 8.000 Euro pro Monat - hauptsächlich durch Markenpartnerschaften mit österreichischen Firmen. YouTube-Ads selbst bringen nur 1-3 Euro pro 1.000 Aufrufe. Die meisten erfolgreichen Frauen in Österreich verdienen mehr mit Kooperationen mit Drogeriemärkten, Lebensmittelherstellern oder regionalen Dienstleistern als mit Werbung auf YouTube.
Welche Themen funktionieren am besten bei österreichischen Zuschauerinnen?
Themen, die mit dem Alltag verknüpft sind, funktionieren am besten: Finanzen, Gesundheit, Kochen mit regionalen Zutaten, Mutterschaft, Beruf und Familie, Umwelt im ländlichen Raum. Wer über „Urlaub in Bali“ spricht, erreicht weniger als jemand, der erklärt, wie man mit 2.000 Euro im Monat in Graz ein gutes Leben führt. Authentizität und Lokalität gewinnen.
Ist TikTok die Zukunft von YouTube in Österreich?
TikTok ist wichtig für die Reichweite - besonders für jüngere Zuschauer. Aber YouTube bleibt die Plattform für tiefere Inhalte, langfristige Bindung und Markenvertrauen. Die erfolgreichsten YouTuberinnen in Österreich nutzen beide Plattformen: Sie bringen ihre Zuschauer mit kurzen TikTok-Videos auf YouTube, wo sie dann länger bleiben und sich wirklich einbringen. Wer nur TikTok nutzt, verliert die tiefe Verbindung.
Was kommt als Nächstes?
Die nächste Generation von YouTuberinnen in Österreich wird nicht nur Inhalte machen - sie werden Bildung, Beratung und lokale Wirtschaft stärken. Einige arbeiten bereits mit Gemeinden zusammen, um digitale Kompetenzen für ältere Menschen zu fördern. Andere starten Podcasts mit regionalen Bäuerinnen. Die Grenzen zwischen Influencerin, Lehrerin und Bürgerin verschwimmen.
Die beste YouTuberin Österreichs ist nicht die mit dem teuersten Equipment. Sie ist die, die am meisten versteht - und am meisten verstanden wird.
Jan Whitton
Dezember 14, 2025 AT 22:52Was für ein Schwachsinn! Diese ganzen kleinen Kanäle mit ihren Bauernhöfen und Kochrezepten? Die haben doch keine Reichweite! Wer wirklich was bewirkt, hat Millionen Abonnenten und macht globale Trends! Österreich ist doch eh nur ein Provinzdorf, das sich selbst wichtig macht!
Ahmed Berkane
Dezember 15, 2025 AT 08:14Ja, genau! Und wer glaubt, dass eine Frau mit 800.000 Abonnenten und einem Hof in der Obersteiermark „einflussreich“ ist, hat die Realität nicht verstanden! Die meisten davon sind Omas, die nur wegen der Milchviehhaltung zusehen! Wer wirklich zählt, ist die, die in Berlin, München und Frankfurt viral geht! Diese Liste ist ein Witz! Und diese „authentische“ Sprache? Das ist kein Deutsch, das ist Dialekt-Müll!
Erwin Vallespin
Dezember 16, 2025 AT 19:40Ich denke... es geht hier nicht um Zahlen. Es geht um die Frage: Wer berührt? Wer bleibt? Wer erinnert uns daran, dass wir nicht nur Konsumierende sind, sondern Menschen, die nach Bedeutung suchen? Julia Schmid, Sabine Pichler – sie zeigen uns, dass Wahrheit nicht in den Algorithmen liegt, sondern in den zitternden Händen einer Frau, die ihren Hof im Winter allein bewirtschaftet. Und das... das ist kein Content. Das ist ein Akt des Widerstands gegen die Leere der digitalen Welt.
Vielleicht sind wir alle nur auf der Suche nach jemandem, der uns sagt: Du bist nicht allein. Und sie sagen es – ohne Filter, ohne Werbung, ohne Lüge.
Christian Suter
Dezember 17, 2025 AT 16:35Ich möchte ausdrücklich die hohe fachliche und kulturelle Relevanz dieser Analyse hervorheben. Es ist bemerkenswert, wie präzise die Kriterien für nachhaltigen Einfluss definiert wurden: Engagement-Rate, lokale Verankerung, langfristige Treue. Diese Werte entsprechen den Prinzipien einer funktionierenden Demokratie und einer gesunden Medienlandschaft. Die von Ihnen genannten YouTuberinnen sind nicht nur Influencerinnen – sie sind Bildungsträgerinnen, Kulturvermittlerinnen und Vorbilder für eine zukunftsfähige digitale Gesellschaft. Ihre Arbeit verdient institutionelle Anerkennung und finanzielle Unterstützung durch öffentliche Fördermittel.
Lutz Herzog
Dezember 17, 2025 AT 22:48Hmm... interessant. Aber hast du dir mal die Kommentare von Julia Schmid angesehen? Die sind alle von denselben 3 Leuten, die sich immer wieder mit anderen Accounts anmelden – das ist ein klarer Fall von Astroturfing. Und wer sagt, dass die österreichische Verbraucherzentrale nicht von der EU beeinflusst ist? Die ganze Liste ist ein Propaganda-Setup. Die Drogeriekette DM? Die gehört doch zu einer deutschen Holding! Und diese „regionalen Bauernhöfe“? Die liefern alle an Rewe und Aldi – das ist nur Marketing. Die ganze Geschichte ist ein Täuschungsmanöver, um kleine Kanäle zu verherrlichen, während echte Stars wie die deutschen TikToker ignoriert werden. Und warum wird nie erwähnt, dass Sabine Pichler 2020 mal ein Video über Impfungen gemacht hat, das von der AfD geteilt wurde? Ich meine... wer hat das geprüft? Niemand. Und das ist das Problem.
Silje Løkstad
Dezember 19, 2025 AT 16:29Okay, but let’s be real: engagement rate is the only KPI that matters, and 7.2%? That’s baseline for a micro-influencer in the DACH region. But where’s the CTR on the affiliate links? Where’s the UGC volume? Where’s the sentiment analysis on the comments? I ran a scrape on 12k comments – 68% are emotionally neutral, 22% are performative (‘ich bin auch so!’), and only 5% are actually asking for product info. This whole narrative is a performative illusion. Also, why is no one talking about the algorithmic bias? YouTube prioritizes watch time, not ‘authenticity’ – so these videos are engineered to maximize retention. The ‘realness’ is a tactic. #DataDrivenReality
Nga Hoang
Dezember 21, 2025 AT 10:08Die beste YouTuberin? Ach komm. Die ganze Liste ist eine linke Propaganda-Show. Wer will schon mit einer Frau aus dem Mostviertel kochen? Ich will doch sehen, wie jemand in Berlin mit 500.000 Abonnenten ein Luxus-Video dreht! Und diese ganze ‘Lokalität’-Kacke? Das ist nur eine Ausrede für mangelnde Reichweite. Österreich ist doch eh ein abgekapseltes Nest. Wer was auf sich hält, macht Inhalte für Deutschland – oder besser noch: für die ganze Welt. Diese Frauen sind nicht erfolgreich – sie sind einfach nur nicht aufgefallen, weil sie zu klein denken.
Kyle Kraemer
Dezember 22, 2025 AT 22:04Ich hab’s gelesen. Ist okay. Aber ich glaub, das ist alles nur wieder so ein Text, der sich selbst wichtig macht. Wer hat das überhaupt geschrieben? Und warum muss man 15 Minuten dafür brauchen? Ich will doch nur wissen, wer die meisten Likes hat. Fertig.
Susanne Lübcke
Dezember 23, 2025 AT 06:10Ich find’s schön, dass jemand endlich sagt, dass es nicht um die Zahlen geht... aber ich frag mich manchmal, ob wir nicht auch ein bisschen zu romantisch denken? Sabine mit ihrem Hof – sie ist echt, ja. Aber was, wenn sie in drei Jahren einfach aufgibt? Was, wenn sie krank wird? Was, wenn die Milchpreise fallen? Wir feiern sie als Heldin, aber wir tun nichts, um sie zu unterstützen. Wir schauen nur. Wir kommentieren. Aber wir kaufen nicht. Wir schreiben „ich wünschte, ich könnte so leben“ – und dann klicken wir weiter. Vielleicht ist die wahre Kraft nicht in den YouTuberinnen... sondern in uns, die wir nur zusehen.