KYC Friction: Warum Kunden abwandern und wie du es vermeidest

Wenn du jemanden fragst, warum er deine Website verlassen hat, kommt oft die Antwort: KYC Friction. Das klingt technisch, ist aber ganz einfach: Es ist der Ärger, den Kunden spüren, wenn sie sich zu oft identifizieren müssen – bevor sie etwas kaufen, ein Konto eröffnen oder sogar nur einen Newsletter abonnieren. KYC Friction, die Reibung, die entsteht, wenn Identitätsprüfungen zu kompliziert, langsam oder unübersichtlich sind. Auch bekannt als Identitätsprüfungshürden, ist es der Grund, warum 6 von 10 Nutzern eine Transaktion abbrechen, bevor sie überhaupt loslegen. In Österreich, wo viele kleine Unternehmen mit begrenzten Ressourcen arbeiten, wird das oft unterschätzt. Du denkst, du schützt dich vor Betrug? Ja. Aber du verlierst auch echte Kunden – die, die dir wirklich vertrauen würden, wenn du es leichter machen würdest.

Du hast schon mal einen KYC-Prozess durchlaufen? Vielleicht bei einer Bank, einer Krypto-Plattform oder sogar bei einer Influencer-Kampagne, die dich als Partner brauchte. Du hast deine ID hochgeladen, ein Selfie gemacht, deine Adresse bestätigt – und dann musstest du noch warten. Und noch mal warten. Und dann kam die Nachricht: "Dokument nicht lesbar." Das ist KYC Prozess, die strukturierte Prüfung der Identität eines Nutzers, oft vorgeschrieben für Finanzdienstleistungen und digitale Plattformen – und er ist oft so schlecht gemacht, dass er mehr Schaden anrichtet als Nutzen. Die meisten Unternehmen nutzen Standard-Tools, die für große Banken entwickelt wurden. Aber du bist keine Bank. Du bist ein lokales Unternehmen, ein Influencer oder ein kleiner Creator. Deine Kunden wollen keine Bürokratie. Sie wollen schnelle Antworten, klare Schritte und Vertrauen – nicht ein 12-stufiges Formular.

Und das ist der Punkt: Kundenabwanderung, das Abbrechen von Interaktionen, weil der Prozess zu anstrengend, langsam oder undurchsichtig ist ist kein Zufall. Es ist eine Folge von schlecht gestalteten Systemen. Du siehst die Zahlen nicht, weil du nur die Abschlüsse zählst – nicht die Abbrüche. Aber sie sind da. Jeder, der deine Seite verlässt, nachdem er drei Mal auf "Weiter" geklickt hat, ist ein verlorener Kunde. Und das passiert oft bei Social-Media-Kampagnen, wo du gerade erst Aufmerksamkeit gewonnen hast. Wenn du jetzt einen Influencer in Graz oder Linz ansprichst, der dir seine Bankdaten schicken muss, um bezahlt zu werden – dann verlierst du ihn. Nicht weil er unzuverlässig ist. Sondern weil du ihn mit unnötigem Aufwand überforderst.

Die Lösung ist nicht, auf KYC zu verzichten. Sondern es zu vereinfachen. Nutze vertrauenswürdige, automatisierte Tools, die in Österreich legal sind. Frage dich: Braucht mein Kunde wirklich alle Dokumente? Kann ich das mit einer einfachen E-Mail-Verifizierung oder einem verifizierten Social-Media-Profil ersetzen? Viele Plattformen, die Influencer bezahlen, nutzen jetzt direkte Zahlungswege – ohne KYC-Überprüfung vor der ersten Auszahlung. Das ist der neue Standard. Du musst nicht hinterherhinken. Du kannst vorne mitlaufen.

Was du in den Artikeln hier findest, sind echte Beispiele aus Österreich: Wie ein TikTok-Creator in Wien seine Zahlungen ohne Bankkonto klappt. Wie ein kleiner Online-Shop seine Kundenabwanderung um 40 % senkte, indem er den KYC-Prozess von 7 auf 2 Schritte reduzierte. Und warum du, wenn du Influencer oder Unternehmen ansprichst, nicht jedes Mal eine Identitätsprüfung verlangen musst – wenn du andere Wege findest, Vertrauen aufzubauen.

Kryptowährung leicht gemacht: Wie Wallet-UX und KYC die Adoption bremsen
21 Nov, 2025

Kryptowährung leicht gemacht: Wie Wallet-UX und KYC die Adoption bremsen

von Lukas Schönfeld | Nov, 21 2025 | Kryptowährung | 8 Kommentare

Kryptowährungen scheitern oft nicht an der Technik, sondern am Einstieg. Wallet-Setup und KYC-Prozesse bremsen die Adoption massiv. Erfahre, warum und wie Plattformen wie MetaMask und Coinbase das lösen.

Weiterlesen