Wenn du dich mit Instagram beschäftigst, hast du sicher schon mal von der sogenannten 531-Regel gehört. Doch was steckt wirklich dahinter? Ist das eine magische Formel, die deine Posts viral macht? Oder nur ein Mythos, der sich in den letzten Jahren verbreitet hat? Die Wahrheit liegt zwischen beiden. Die 531-Regel ist kein Geheimcode des Instagram-Algorithmus - aber sie beschreibt ein Muster, das viele erfolgreiche Accounts nutzen, um ihr Engagement nachhaltig zu steigern.
Was genau ist die 531-Regel?
Die 531-Regel ist eine einfache Strategie für die Interaktion mit anderen Nutzern auf Instagram. Sie besagt:
- 5 neue Profile pro Tag kommentieren
- 3 Stories von Followern liken
- 1 Post pro Tag mit einem persönlichen Kommentar kommentieren
Diese Zahlen sind nicht willkürlich gewählt. Sie basieren auf Beobachtungen von Hunderten von Accounts, die über Monate hinweg konstantes Wachstum hatten - ohne teure Werbung oder Influencer-Partnerschaften. Es geht nicht darum, jede Woche hunderte Posts zu liken. Es geht darum, gezielt, authentisch und konsistent zu interagieren.
Warum funktioniert das?
Instagram bewertet Interaktion nicht nur nach der Anzahl der Likes, sondern auch nach der Tiefe der Reaktionen. Ein Kommentar wie „Nice!“ zählt weniger als „Das ist genau das, was ich letzte Woche gebraucht habe. Wie hast du das gemacht?“. Der Algorithmus merkt: Dieser Nutzer engagiert sich wirklich. Er verbringt Zeit, liest den Text, antwortet mit Sinn.
Wenn du 5 neue Profile kommentierst, erzeugst du sichtbare Aufmerksamkeit. Die Menschen, die du kommentierst, bekommen eine Benachrichtigung. Sie öffnen die App, sehen deinen Namen, gehen zu deinem Profil - und folgen dir vielleicht. Das ist organische Reichweite. Kein Algorithmus, der dich ignoriert. Keine Werbung, die du bezahlst. Nur echte menschliche Verbindungen.
Die 3 Stories-Likes sind ein Taktik-Trick. Stories haben eine höhere Interaktionsrate als Feed-Posts. Wenn du regelmäßig die Stories von Followern likst, signalisierst du: „Ich sehe dich. Ich interessiere mich für dich.“ Das baut Vertrauen auf. Du wirst nicht als „Spam-Account“ abgestempelt. Du wirst als „echter Mensch“ wahrgenommen.
Und der eine persönliche Kommentar? Das ist dein Highlight. Du wählst einen Post aus - vielleicht von jemandem, der in deiner Nische aktiv ist - und schreibst etwas, das tiefer geht. Du fragst nach der Ausrüstung, du lobst die Story dahinter, du teilst eine eigene Erfahrung. Das ist der Moment, in dem Menschen dich merken. Das ist der Moment, in dem du nicht nur ein weiteres Profil bist. Du wirst zur Person.
Was ist falsch an der 531-Regel?
Viele verstehen die Regel falsch. Sie denken: „Ich muss täglich 531 Aktionen machen.“ Das ist nicht der Punkt. Die Zahl 531 ist kein Ziel. Sie ist ein System. Ein Rhythmus. Ein Ritual.
Wenn du nur die Zahlen erfüllst - 5 Kommentare, 3 Likes, 1 Antwort - aber ohne echtes Interesse, dann funktioniert es nicht. Der Algorithmus spürt es. Die Menschen spüren es. Du wirst nicht folgen, sondern blockiert.
Die echte Regel lautet: Interagiere so, als ob du echte Freunde finden willst - nicht als ob du eine Klickzahl steigern willst.
Wie wendest du die Regel richtig an?
Hier ist ein praktischer Plan für den Alltag:
- Morgens (10 Minuten): Öffne Instagram. Gehe zu deinen 5 neuen Profilen. Suche nach Posts von Leuten, die in deiner Nische posten - aber noch nicht so bekannt sind. Lies den Caption. Schreibe einen echten Kommentar. Nicht: „Nice!“ Sondern: „Ich habe das auch probiert, aber mit einem anderen Filter. Wie hast du die Farben gewählt?“
- Mittags (5 Minuten): Gehe zu deinen Followern. Scrolle durch ihre Stories. Lik 3 davon. Wähle nicht die ersten drei. Wähle welche, die etwas Persönliches zeigen - ein Rezept, ein Blick aus dem Fenster, ein Lachen mit dem Hund. Das zeigt: Du siehst sie als Menschen.
- Abends (7 Minuten): Wähle einen Post aus, der dir wirklich gefällt - vielleicht von einem kleineren Account, der dich inspiriert. Schreibe einen Kommentar, der länger als 10 Wörter ist. Teile eine eigene Erfahrung. Frag nach. Mach es menschlich.
Du brauchst keine App, die dir automatisch Kommentare schreibt. Du brauchst keine Tools, die Likes verteilen. Du brauchst nur Zeit. Und Absicht.
Was passiert nach 30 Tagen?
Nach einem Monat wirst du merken:
- Du hast 150 neue Kommentare geschrieben.
- Du hast 90 Stories gesehen - und 90 Menschen haben dich gesehen.
- Du hast 30 echte Gespräche angefangen.
Und dann passiert etwas Unerwartetes: Menschen beginnen, deine Posts zu kommentieren. Nicht nur, weil sie dir folgen. Sondern weil sie sich erinnern. „Hey, du warst doch der, der mir vor zwei Wochen auf meinen Post geantwortet hat.“
Das ist der Punkt, an dem dein Engagement anfängt, sich selbst zu tragen. Der Algorithmus merkt: Dieser Account hat eine treue Community. Diese Nutzer bleiben länger. Klicken öfter. Teilen mehr. Und plötzlich - ohne Werbung, ohne Influencer - steigt deine Reichweite.
Was ist mit dem Instagram-Algorithmus?
Instagram hat nie offiziell die 531-Regel bestätigt. Es gibt keinen Blog-Post von Meta dazu. Aber das ist auch nicht nötig. Die Regel funktioniert, weil sie den menschlichen Kern des Netzwerks trifft: Beziehungen über Zahlen.
Der Algorithmus bevorzugt nicht die meisten Likes. Er bevorzugt die meisten Bedeutungsvollen Interaktionen. Das ist der Unterschied. Eine Story mit 200 Likes, aber nur 5 Kommentaren, hat weniger Wert als eine Story mit 50 Likes und 30 Kommentaren, die echte Gespräche auslösen.
Die 531-Regel ist also kein Trick. Sie ist eine Haltung. Eine Art, Instagram zu nutzen, wie es ursprünglich gedacht war: als Ort, an dem Menschen sich verbinden - nicht als Werbeplattform, auf der jeder versucht, die meisten Klicks zu sammeln.
Was du stattdessen nicht tun solltest
Vermeide diese Fehler:
- Automatisierte Kommentare: „Danke fürs Teilen!“ oder „🔥🔥🔥“ - das erkennen Nutzer sofort. Und sie ignorieren dich.
- Massen-Liking: 100 Posts am Tag liken? Du wirst als Bot markiert. Deine eigenen Posts bekommen weniger Sichtbarkeit.
- Nur eigene Posts kommentieren: Wenn du nur mit dir selbst interagierst, bleibt dein Netzwerk klein. Instagram zeigt dir nicht mehr Leute, die du nicht kennst.
- Warten auf virale Posts: Du kannst nicht warten, bis dein Post viral geht. Du musst jeden Tag aktiv werden - auch wenn du nur 5 Leute ansprichst.
Die 531-Regel für Unternehmen
Wenn du ein Unternehmen hast, funktioniert die Regel genauso - nur mit einem anderen Fokus:
- 5 neue Profile: Interagiere mit Kunden, die in deiner Branche posten - aber noch nicht mit dir.
- 3 Stories: Likee die Stories von Kunden, die dein Produkt nutzen. Sag Danke. Frag, wie es ihnen geht.
- 1 persönlicher Kommentar: Antworte auf einen Kundenpost mit einem echten Feedback. Zeige: Wir hören zu.
Du musst kein Influencer sein. Du musst nur menschlich sein.
Fazit: Es geht nicht um die Zahl 531
Die Zahl 531 ist nur ein Werkzeug. Der wahre Erfolg kommt von etwas anderem: von der Bereitschaft, jeden Tag Zeit zu investieren - nicht in deine Posts, sondern in die Menschen, die sie sehen.
Instagram ist kein Spiel, das man gewinnt, indem man mehr likes sammelt. Es ist ein Garten. Und du musst jeden Tag gießen. Nicht mit einem Gartenschlauch. Sondern mit einer Gießkanne. Langsam. Gezielt. Mit Aufmerksamkeit.
Wenn du das tust, wächst etwas, das nicht zu kaufen ist: Vertrauen. Und das ist der einzige Algorithmus, der wirklich funktioniert.
Ist die 531-Regel immer noch aktuell im Jahr 2026?
Ja, die 531-Regel ist auch 2026 aktuell - und sogar relevanter denn je. Instagram hat zwar den Algorithmus mehrmals angepasst, aber die Grundregel bleibt: Echte Interaktion zählt mehr als Masse. Die Plattform belohnt weiterhin Accounts, die tiefgehende Gespräche führen, nicht die, die nur viele Likes sammeln. In Zeiten von KI-generierten Inhalten und Spam-Bots ist Authentizität der einzige Vorteil, den du hast.
Kann ich die 531-Regel mit einer App automatisieren?
Nein, und du solltest es auch nicht versuchen. Apps, die automatisch Kommentare schreiben oder Likes verteilen, werden von Instagram als Spam erkannt. Dein Konto kann gesperrt, deine Reichweite reduziert oder dein Profil als „nicht vertrauenswürdig“ markiert werden. Die Kraft der 531-Regel liegt genau darin, dass sie menschlich ist. Automatisierung zerstört das, was sie so wirkungsvoll macht.
Was ist, wenn ich keine Zeit für 531 Aktionen habe?
Dann fange mit 2-1-1 an. Zwei neue Profile kommentieren, eine Story liken, einen persönlichen Kommentar schreiben. Jeder Schritt zählt. Es geht nicht darum, perfekt zu sein. Es geht darum, regelmäßig zu sein. Selbst kleine, konsistente Aktionen bauen mit der Zeit Vertrauen auf. Du musst nicht jeden Tag 531 machen - aber du solltest jeden Tag etwas tun.
Sollte ich auch meine eigenen Stories kommentieren?
Nein, das ist nicht Teil der Regel. Deine eigenen Stories zu kommentieren, bringt keinen Mehrwert. Es wirkt sogar künstlich. Die 531-Regel zielt darauf ab, andere zu sehen - nicht dich selbst. Konzentriere dich darauf, wie andere auf deine Posts reagieren, und lerne von ihren Interaktionen. Das gibt dir echtes Feedback - nicht Selbstbestätigung.
Warum funktioniert die Regel manchmal nicht?
Wenn du die Regel als Taktik siehst - und nicht als Haltung - funktioniert sie nicht. Wenn du nur die Zahlen erfüllst, ohne echtes Interesse, merken die anderen das. Und sie reagieren nicht. Die Regel funktioniert nur, wenn du dich wirklich für die Menschen interessierst, mit denen du interagierst. Es geht nicht um Instagram. Es geht um Menschen.
Joel Lauterbach
Februar 14, 2026 AT 13:28Die 531-Regel ist so einfach, dass sie fast zu gut klingt. Aber du hast recht: Es geht nicht um Zahlen, sondern um Konsistenz. Ich hab’s 30 Tage ausprobiert – und tatsächlich: meine DMs sind voller echter Nachrichten, nicht nur „Hey, folge mir zurück“. Keine Tools, keine Tricks. Nur Zeit und Aufmerksamkeit. Das ist der einzige Algorithmus, der nie ausfällt.
Dieter Krell
Februar 14, 2026 AT 15:57Ich liebe diesen Ansatz! 😍 Endlich mal jemand, der sagt: Instagram ist kein Marketing-Spiel, sondern ein sozialer Raum. Ich hab’s letzte Woche mit 2-1-1 angefangen – nur zwei neue Profile, eine Story, einen Kommentar. Und guess what? Jemand hat mir geantwortet – mit einem echten Satz. Nicht „thx“ – nein, richtig. Ich fühle mich jetzt fast wie ein Mensch wieder. Danke für diesen Text!