Digitalisierung rises to a new level

Letzten Freitag durften wir ein Teil des neuen Workshops des Marketing Club Österreichs in Kooperation mit dem interactive advertising bureaus sein und die Trends der Digitalisierung präsentieren. Das moderne Büro des MCÖ im 8. Wiener Gemeindebezirk wurde zum Treffpunkt einiger Vertreter namhafter österreichischer Unternehmen.

Nach Eintreffen aller Teilnehmer und einem schnellen gemeinsamen Kaffee startete auch schon Niko Pabst, Geschäftsführer des MCÖ, mit der Vorstellung sowie der Agenda. Unserem Mhoch3-Geschäftsführer Martin Kirchbaumer standen unser Social Media-Profi Manuel Feistritzer und unser Influencer Marketing-Genie Helena Hornyak zur Seite. Unterstützung holte sich das Mhoch3-Team außerdem vom Marketing-Urgestein und ehemaligem MediaMarktSaturn-Austria-Werbeleiter Manfred Gansterer.

Die Trends der Digitalisierung mit Manfred und Martin

Welche Trends bringt die Digitalisierung? Wie kann man diese im Marketing eines Unternehmens integrieren? Mit einem kurzen Rollenspiel zwischen dem „unwissenden“ Manfred, der den Marketing-Leiter auf Unternehmensseite spielt, und dem „helfenden“ Martin als Agentur-Chef, der die Marketing-Lösungen 2.0 in petto hat, wurde der Vortrag gestartet.

Mit diesem Rollenspiel kam auch der erste hilfreiche Tipp: Man muss das Marketing eines Unternehmens als Uhrwerk mit vielen kleinen Zahnrädern sehen. Trends bzw. Marketing-Lösungen sind wie Zahnräder und diese müssen miteinander agieren, damit es funktioniert.

Influencer Marketing

Der erste Trend: Influencer-Marketing. Dies stellt eine gute Möglichkeit dar, wenn man seine Marke durch viele, kleine Berührungen in der Community bekannt machen möchte. Nach der Frage einer Dame aus dem Publikum, was der Unterschied zwischen Influencer und Testimonials sein soll, wurde auf die besonders hohe Kreativität und Leidenschaft eines Influencers aufmerksam gemacht. Gute Influencer sind jene, die sich mit der Marke auseinandersetzen und dieselben Werte, wie die Marke, vertreten und leben. Ein Influencer muss authentisch sein! Die Authentizität ist das A und O eines Influencers. Fazit: Hermann Maier ist ein altehrwürdiges Testimonial.

Trend der Digitalisierung: Influencer Marketing

Content Marketing

Nun möchten wir Geschichten erzählen! Weiter geht’s zum Content Marketing. Ein interessanter Content, der den Menschen einen Mehrwert bietet, ist einer der Top 3 Gründe, warum jemand in einem Sozialen Netzwerk einer Marke folgt. Außerdem erhöht dieser die Wahrscheinlichkeit, dass es zu einem Kauf kommt, um ein Fünffaches. Der Startschuss für diesen Trend fiel eigentlich schon relativ früh – genauer gesagt: vor 120 Jahren mit Dr. Oetker. Ein erfolgreiches Beispiel für Content Marketing kommt jedoch von der Biermarke Guinness und seinem Marketing-Coup „Buch der Rekorde“ (Guinness World Records) im Jahre 1955. Fazit: Content is King!

Marketing Automation

Next Stop: Marketing Automation. Hiermit möchte man die Kunden im richtigen Moment mit angepassten Content ansprechen. Mithilfe von spezieller Software werden Webseiten-Aufrufe oder Besuche auf einer Sozialen Plattform verfolgt und gespeichert. Daraufhin passiert die Kontaktaufnahme und die Lead-Generierung, wo die Kontaktdaten des Kunden erfragt werden. Potenzielle Kunden bzw. Kunden, die nach bestimmten Dingen gesucht haben, können so herausgefiltert und mit dem gesuchten Content versorgt werden. Jetzt stellen sich sicher so manche die Frage: Warum E-Mail? Tja, wer es glaubt oder nicht, 55% unserer Gesellschaft checken täglich als erstes ihr E-Mail-Postfach.

Chatbots

Kennt ihr die Situation, wenn ihr auf eine Webseite geht und plötzlich kommt rechts unten ein Chatfeld, wo Peter, Joachim oder Paula euch begrüßt und Hilfe anbietet? Dann kennt ihr auch unseren nächsten Trend: Chatbots. Das sind textbasierte Computerprogramme, die auf Wissensdatenbanken zurückgreift und nach technischen Regeln kommuniziert. Der Trick dahinter ist aber: Der Kunde soll das Gefühl bekommen auf der anderen Seite sitzt ein Mensch – kein Computerprogramm. Das Worst Case Scenario wird Microsofts „Tay“ zugerechnet. Dieser lernte vom Verhalten der Twitter-User und wurde in kürzester Zeit dermaßen rassistisch, dass er abgedreht werden musste.

VR & AR

Die Realität ist uns nicht mehr genug, deshalb stellen wir euch als nächsten Trend Virtual und Augmented Reality vor. In der Gaming-Szene bereits voll integriert, soll es nun auch für Virtual Shopping und Online-Advertising optimiert werden. So können wir, die bereits vorhin beim Content Marketing erwähnten, Geschichten greifbar, dreidimensional übermitteln. McDonalds hat diesen Trend bereits genutzt, indem sie im Spiel Pokemon Go gezielt einzelne Pokemons in den Restaurants platziert haben. Und da das Pokemon-Jagen mit Sicherheit sehr anstrengend und nervenaufreibend war, konnten sie sich zur Stärkung auch gleich ein McMenü bestellen.

Trend der Digitalisierung: Augmented & Virtual Reality

E-Sports

Sport und Computer-Spiele? Eine eigenartige Kombination. Der nächste Digitalisierungs-Trend verbindet jedoch diese beiden Komponenten miteinander, auch wenn das nur begrifflich passiert: E-Sports. Dieser Begriff beschreibt das Spielen von Computer- und Videospielen als sportlicher Wettkampf zwischen Menschen. Alles begann mit dem Computerspiel „Pong“, eine Art Tennisspiel, wo zwei Personen gegeneinander spielen. Darauf folgten Spielehallen mit Arcade und LAN-Partys in den 1990er Jahren. Heutzutage zählen große E-Sports-Turnieren mehrere tausende Teilnehmer und sind in wirtschaftlicher Hinsicht eine Goldgrube. Als Marketing-Leiter stellt man sich dann aber doch die Frage: Wie sinnvoll sind E-Sports für das Marketing eines Unternehmens? Möchte man klein anfangen, könnte man in den unterschiedlichsten Spielen auf Bannerwerbung setzen. In weiterer Folge könnte man dann als Unternehmen ein Spiel sponsern und dann am tatsächlichen Gewinn teilhaben.

AI, Smart Speaker & Voice Search

Alexa, Siri, Cortana? Alle drei zählen zum Trend AI, Smart Speaker & Voice Search. Auch in Österreich ist diese Technik bereits voll angekommen, denn 40% nutzen diese täglich. Außerdem lenken Sie mehr Traffic auf bestimmte Webseiten oder optimieren das Suchmaschinenergebnis eines Unternehmens. Beispiele für Unternehmen, die sich an dieser Technik bereits bedienten, sind zum Beispiel Domino’s oder PayPal. Sagt eine Person über den Voice Search, dass er jetzt gerne eine Salami-Pizza von Domino’s hätte, wird diese Information weitergegeben und geliefert. Schnell und unkompliziert.

Trend der Digitalisierung: Smart Speaker, Voice Search & AI

Ad Fraud & Ad Blocker

Block me, if you can! Ad Blocker dominieren unsere Webbrowser. Was das ist, müssen wir euch ja wahrscheinlich nicht mehr erklären. ABER what the hell ist ein Ad Fraud? Weltweit gibt es mehr als 6,5 Milliarden Schaden durch Online-Werbebetrug. Und genau diesen Werbebetrug nennt man Ad Fraud. Fazit: Ad Fraud ist böse, Ad Blocker stoppt das Böse.

Growth Hacking

Mit cleveren, oftmals kostenlosen Taktiken gewisse Kennzahlen steigern. Das passiert bei unserem vorletzten Trend, dem Growth Hacking. Mit diesen ausgeklügelten Taktiken, also den Hacks, kann man zum Beispiel die Viralität steigern und somit langfristiges Wachstum erzielen. Unser berühmtestes Beispiel ist hier Instagram. Die Foto-Plattform wurde aufgrund eines kleinen Tools weltweit bekannt. Sie ermöglichten dem User, der eben ein Foto gepostet hat, dass er dieses ebenso direkt auf Facebook und/oder Twitter teilen kann. „Nur noch 2 Zimmer verfügbar“, „In den letzten 24 Stunden 91-mal gebucht“ – ein weiterer Hack, den vor allem die Dauer-Traveller unter euch kennen sollten. Booking.com konnte durch diesen Hack seine Buchungsabschlüsse um einiges steigern.

Eye Tracker

Last but not least: Eye Tracking. Mit einer futuristischen Brille werden die Blickverläufe aufgezeichnet und analysiert. So können die Lesedauer sowie die Bereiche, die wahrgenommen, übersehen oder intensiver betrachtet werden, analysiert werden. Diese Informationen erregte beim Publikum des Workshops bereits erste Schauder und es kam die Frage auf, ob dann alle Webseiten dann zukünftig alle gleich angeordnet und programmiert werden. Hier kann zur Beruhigung gesagt werden: Nein, das wird es nicht, da viele dann doch auf Kreativität mehr Wert legen. Außerdem kann man jüngere mit älteren Usern nicht vergleichen – so vong Anspruch her.

Trends der Digitalisierung

Die letzte Stunde hat geschlagen…

In den letzten 60 Minuten des Digitalisierung-Vortrages wurden die Themen Influencer und Content Marketing von Helena und Manuel noch intensiviert.

Helena nahm das Publikum mit auf die Influencer-Welle und erklärte, wie man die perfekte Welle erkennt und auf ihr reitet. Der perfekte Influencer, wie bereits oben erwähnt wurde, sprüht vor Authentizität. Für ein Unternehmen ist die Arbeit mit Influencern jedoch nicht immer einfach. Man investiert sehr viel Zeit und Energie in die Zusammenarbeit. Ein regelmäßiges Reporting sowie ein ständiges Beobachten der wichtigsten, vordefinierten KPI’s ist wichtig. So kann man auch bei einer Nichterreichung der Ziel-KPI’s eingreifen und reagieren.

„Think out of the box!” war der Anpfiff zu Manuels Intensiv-Vortrag zu Content Marketing. Genauer erklärt heißt das: Man muss von klassischer, abgeflachter Werbung wegkommen, hin zu personalisierten, wertevermittelnden Content. Also, ab jetzt möchten wir keine 0815 Werbung mehr, sondern Kreativität, flachen Humor, Sarkasmus sowie Gefühle, Gefühle, Gefühle!

Und wie man so schön sagt, das Beste kommt zum Schluss: Martin und das ORM (lang: Online Reputation Management). Alles was wir dafür brauchen sind Micro Influencer sowie Diskussionsplattformen, Foren und Communities. Dann geht’s auch schon los! Diese Micro Influencer bauen eine positive Reputation für das Unternehmen auf bzw. aus und greifen bei Shitstorms oder negativen Kommentaren ein. So: The stage is yours!

Workshop Digitalisierung

 

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