AR und VR – Die Realität ist uns nicht genug

Besser, weiter, schneller, cooler – mit diesen Worten lässt sich der Trend der Digitalisierung wohl am besten beschreiben. Wer nicht auf den Zug aufspringt, hat schon verloren – oder doch nicht? Wir haben dabei einen Trend genauer unter die Lupe genommen und geben unsere Einschätzungen ab, ob AR und VR im Marketing Zukunft haben oder doch nur ein kurzer Hype sind, der genau so schnell verschwindet wie die Facebook-Konkurrenzplattform „vero“ (falls das noch jemandem etwas sagt).

Let’s get this shit stARted – Status Quo

Augmented Reality (AR) gibt es ja schon länger als so mancher vermutet. Doch so richtig bekannt wurde die Anwendung dann erst mit dem Smartphone-Spiel Pokemon GO, das 2016 einen echten Hype auslöste. Smartphone-gesteuerte Zombies, die virtuelle Lebewesen einsammeln und vor lauter Freude, dass sie ein Pikachu gefangen haben, auch schon mal gegen eine Wand gelaufen sind. Aber hey, so viele Teenager hat man schon lange nicht mehr in der freien Wildbahn gesehen.
Sogar für das Marketing haben sich dadurch einige Vorteile ergeben. So wurden unter anderem Marken und öffentliche Personen auf den Trend aufmerksam und nutzten diesen in ihren sozialen Netzwerken. Aber auch neue Werbeformen wie virtuelle Plakate oder Location-Based Marketing heben dadurch die Grenzen zwischen dem Online- und Offline-Marketing auf. Dadurch entsteht neues Potenzial, um die Aufmerksamkeit der Zielgruppe zu erlangen.

Doch die berühmte erweiterte Realität ist uns nicht nur im Gaming-Bereich bekannt. Um den Insta- bzw- Snapchat-Fame aufrechtzuerhalten, waren und sind immer noch die guten alten Gesichtsfilter im Einsatz. Wichtige Information am Rande: Die meistgenutzten Filter 2016 waren unter anderem die Flower Crown, der Face Swap, der Hund oder der alltime-favourite „Beauty“-Filter, mit dem man selbst nach einer durchzechten Nacht immer noch „instaworthy“ aussieht. #authentic

Zusätzlich nutzen bereits viele Unternehmen Augmented Reality, um das User-Erlebnis für den Kunden zu steigern und diesen ein echtes Gefühl für die Produkte zu vermitteln. IKEA hat dafür eine App entwickelt, wodurch der User das gewünschte Möbelstück auswählen kann und sofort sieht, wie dieses im eigenen Heim aussieht. Auch das Kosmetikunternehmen L’Oreal arbeitet zurzeit gemeinsam mit Facebook an einer Anwendung, bei der User Kosmetikprodukte sofort ausprobieren können. Das geschieht direkt im Newsfeed und die Produkte selbst können auch – ohne Facebook verlassen zu müssen – gekauft werden.

Status Quo VR – Mehr als nur ein Computerspiel

Wer es nicht so ganz mit der Realität hat, kann auf eine weitere spannende Entwicklung zurückgreifen. Der Virtual Reality (VR)-Bereich hat sich in den letzten Jahren stark weiterentwickelt und macht sogar vor der Marketing-Welt nicht halt. Mark Zuckerberg sieht die Zukunft in diesem Bereich und übernahm 2014 Oculus, den Hersteller der VR-Brille Oculus Rift. Mit Facebook 360 können 360° Videos, Fotos und Facebook Shows entdeckt werden. Zusätzlich bietet Facebook mit der Plattform Facebook Spaces einen virtuellen Platz an, um sich mit Freunden zu treffen. Dies ist entweder mit einer Oculus-Rift-Brille oder via Videochat mit dem virtuellen Space-Smartphone möglich. Aber was wäre die Technik, wenn sie nicht ihre Tücken hätte? Nach der Übernahme von Facebook hat man wohl darauf vergessen, ein Sicherheitszertifikat zu verlängern, wodurch die VR-Brille nicht mehr funktioniert hat. Somit mussten unzählige Gamer für eine Nacht wieder in die Realität zurückkehren. Das Problem hat man aber schon am nächsten Tag behoben.

Doch nicht nur Facebook ist auf den virtuellen Zug aufgesprungen. Viele Unternehmen wie Saturn, IKEA oder Renault sehen die Zukunft in dieser Anwendung. Ob Probefahrten, virtuelle Planungsküchen oder Shoppen auf dem Saturn – heute ist alles möglich.

Bis zur Unendlichkeit und noch viel weiter – Prognosen, Trends und Statistiken

Um die Seriosität dieses Blogartikels zu wahren, wollen wir natürlich auf ein paar Zahlen, Daten und Fakten nicht verzichten. Es zeigt sich, dass vor allem der Virtual Reality-Geräte-Absatz in den nächsten Jahren um einiges zunehmen wird. Sind es 2016 noch 10 Millionen Geräte gewesen, so sollen im Jahr 2021 bereits 72 Millionen auf den Markt kommen. Auch bei Augmented Reality zeigt sich ein immenses Wachstum bis 2021. Bezüglich des Umsatzes wird vor allem der Augmented Reality-Bereich einen starken Zuwachs bis zu 48,7 Milliarden US-Dollar 2021 erlangen. Bei Virtual Reality liegt die Umsatz-Prognose bei 18,6 Milliarden.

Doch wie soll es zu diesen immensen Anstiegen kommen? Vor allem für das Marketing ergeben sich dank Augmented und Virtual Reality neue Möglichkeiten und Wege, das Nutzererlebnis noch persönlicher, authentischer und besser zu gestalten. Vor allem Kurzformate wie Nachrichten-Clips, Trailer oder Sportereignisse können die User in besonderer Form in den Bann ziehen.
Das Produkterlebnis steht meist im Vordergrund und führt dadurch zum Kauf. Gerade in Produktfeldern, wo ein rasches Ausprobieren nicht möglich ist und man Raum und Zeit überbrücken muss, hilft die virtuelle und erweiterte Realität dem User, einen Eindruck und ein Gefühl für das Produkt zu vermitteln. Auch der Tourismus-Sektor wird in Zukunft verstärkt auf Rundgänge mit VR-Brillen setzen, um bessere Verkaufsargumente zu bieten.

Who run the world? VR… & AR

Der Zug steht bereit und ist abfahrbereit? Steigen Sie ein oder lassen Sie ihn vorbeiziehen? Wir haben uns intensiv mit der Thematik beschäftigt und empfehlen, gerade wenn es um das Thema Marketing, Produktinszenierung und Konsumentenerlebnis geht, auf den Trend aufzuspringen. Denn gerade in einer schnelllebigen und informationsüberlasteten Zeit ist es wichtig, herauszustechen und Konsumenten das beste Erlebnis zu bieten.

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