Augmented Reality

Augmented Reality Ads im Check – Was kann diese Werbeform?

 

Kaum ein Thema ist momentan präsenter als Virtual Reality und Augmented Reality. Spätestens seit dem Hype um Pokémon Go sind die Technologien einer breiteren Masse bekannt. Um von diesem Trend zu profitieren, springen immer mehr Medienunternehmen und Werbetreibende auf den Zug auf. Der neueste Clou: Augmented Reality Ads. Längst ist AR auch in der Werbewelt angekommen. AR-Kampagnen überzeugen durch abwechslungsreichen und innovativen Content. Außerdem heben sie sich von klassischen Online Bannern und Display Ads ab.

Best Case Beispiele aus der Praxis

Bei der Umsetzung von AR-Kampagnen sind den Unternehmen kaum Grenzen gesetzt. Die Einsatzmöglichkeiten von AR in der Werbung sind divers und vielfältig. So erfolgt die Umsetzung von AR-Kampagnen zurzeit beispielsweise mittles eigener App, Print-Titel oder Technologien im Bereich Ambient Media. Auch die Kooperation mit Social Media Netzwerken wie Snapchat oder auch der Musik-App Shazam bietet eine Möglichkeit um Augmented Reality Ads auszuspielen.

Kampagnenausspielung via App

Werden eigene Apps entwickelt, verwandeln sich die Werbekampagnen regelrecht zu interaktiven Spielen. Ein gutes Beispiel bietet hier die AR-Kampagne von „Mountain Dew“ und „The Walking Dead“, die Ende 2017 in den USA ausgespielt wurde. Um nicht nur die Getränkemarke, sondern auch die 8. Staffel von „The Walking Dead“ zu bewerben und die 100. Folge zu feiern, veröffentlichte AMC in Kooperation mit Mountain Dew eine interaktive AR-App. Diese funktioniert nach ähnlichem Prinzip wie Pokémon Go. Durch die Kamera sehen die UserInnen sogenannte „Walker“. Zu Beginn des Spiels wird mit zwei „Walkern“ gestartet und im Laufe der Kampagne können weitere freigeschalten werden. Hierzu müssen „Mountain Dew“-Werbespots in den Werbepausen der 8. Staffel von „The Walking Dead“ mithilfe der App gescannt werden. Außerdem kann das Scannen von speziell gebrandeten „Mountain Dew“-Flaschen ebenfalls neue „Walker“ freischalten. Der hohe Innovationsfaktor, sowie die spielerische Einbeziehung der Fans sorgten für zahlreiche mediale Berichterstattung und einen großen Erfolg der Kampagne.

Snapchat & Co.

Wie eine AR-Kampagne via Snapchat aussehen kann, zeigt uns aktuell der Automobilhersteller BMW. Das Unternehmen entschied sich für den Social Media Giganten Snapchat als Werbemittelträger, um eine jüngere Zielgruppe kreativ anzusprechen. Die UserInnen werden mittels sogenannter Snap-Ads (Werbespots zwischen den einzelnen Stories) angeteasert. Werden diese Snap-Ads von den Usern in die richtige Richtung gewischt, aktiviert sich die Kameralinse. Die Linse ermöglicht es, eine 3D-Abbildung des neuen BMW-Modells X2 in die natürliche Umgebung zu platzieren. Auf diese Weise wird demonstriert, wie das echte Auto an dieser Stelle aussehen würde.

Ambient Media

Ein etwas älteres Beispiel dafür, wie Augmented Reality als Werbung für eine Marke fungieren kann, lieferte uns der Getränkehersteller „Pepsi“ bereits vor 3 Jahren. Hier wurde die Wartehalle einer Busstation mit einer, auf den ersten Blick, durchsichtigen Poster-Wand, mit Augmented Reality Technologie ausgestattet. Als die Wartenden durch die Scheibe blickten, sah es so aus, als würden riesige Tentakel aus dem Boden emporragen. Diese AR-Kampagne sorgte für mediale Aufmerksamkeit rund um den Globus und für einige Schreckmomente bei den PassantInnen.

Was bringen Augmented Reality Ads?

Vordergründig ist das Ziel von AR-Kampagnen, möglichst viel Awareness und Engagement zu generieren. Im Fokus stehen hierbei nicht der unmittelbare Absatz, sondern Begeisterung für das Unternehmen und die Produkte bei der richtigen Zielgruppe zu schaffen. Durch Innovation und Interaktion sowie Kreativität können Kundenbeziehungen aufgebaut und gestärkt werden.

Alles eine Frage des Budgets?

Wenn AR-Kampagnen über eine eigene App ausgespielt werden, ist es wichtig zu beachten, dass hohe finanzielle Ressourcen, Kreativität und technisches Know-how für die Entwicklung und Instandhaltung der App benötigt werden. Auch im Bereich Ambient Media können die Kosten für die Umsetzung und Technologie sehr hoch ausfallen. Durch die Kooperation mit Firmen wie Snapchat können AR-Kampagnen deutlich kosteneffizienter gestaltet werden, da bei diesen Unternehmen die technischen Mittel bereits vorhanden sind. Allgemein kann bezüglich der Kosten einer AR-Werbekampagne jedoch kein Schema-F vorgelegt werden, da jedes Produkt individuelle ist und unterschiedliche Ansprüche an die Kommunikation stellt.

Momentan ist die Zahl der AR-Kampagnen noch relativ gering, weshalb sich Unternehmen gut vom Mitbewerb abheben können. Langfristig werden wir sehen, ob sich Augmented Reality Ads einen Platz im Werbemittel-Olymp sichern können.

 

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