Marketing Club Österreich Diskussion Influencer Marketing

Influencer Marketing – Überschätzter Hype oder Must-Have im Marketing-Mix?

Wer bis dato Influencer für einen Typ der Grippe gehalten hat, wurde am Montag des Besseren belehrt. Der Marketing Club Österreich hat zur Podiumsdiskussion im Designforum Wien geladen. Wir berichteten von unserer 19-jähirgen Erfahrung in der Zusammenarbeit mit Micro-, Midlevel- und Macro-Influencern und diskutierten mit weiteren Branchenkennern.

Influencer Marketing- Wer? Wie? Wo? Was?

Ein kurzer Blick in den Rückspiegel: Worum geht es beim Influencer Marketing? Bei dieser relativ neuen Terminologie handelt es sich um eine Form des Marketings, die sich auf Personen mit einer großen, öffentlichen Präsenz und gesellschaftlichem Ansehen fokussiert.

Was ist Influencer Marketing?
Influencer Marketing ist eine Marketingdisziplin, die gezielt Meinungsmacher in die Kommunikation einbindet. Aufgrund ihres Einflusses auf Entscheidungen potenzieller Kunden gelten Beurteilungen und Bewertungen der Influencer zu Produkten, Dienstleistungen, Marken und Unternehmen – online wie offline – als wichtiger Erfolgsfaktor im Marketingmix. Quelle: http://www.digitalwiki.de/influencer-marketing

Doris Christina Steiner, Managing Director Ketchum Publico, sieht vor allem 2 Kriterien bei Influencern erfüllt: Die Identifizierung mit der jeweiligen Community und die erhöhte Glaubwürdigkeit von diesen „Privatpersonen“.

Vor der Internetrevolution beschränkte sich der Kreis der öffentlich präsenten Personen vor allem auf Personen, die in den traditionellen Medien auftraten. Mit den sozialen Netzwerken kamen auch neue Wege und Plattformen, um ins Scheinwerferlicht zu treten. Influencer zeichnen sich dadurch aus, dass sie dank ihrer sozialen Netzwerke eine sehr hohe Anzahl an Followern erreichen und diese auch aktiv beeinflussen (können).

Ein Abend voller Inputs

Die Podiumsdiskussion am Montag war mit mehr als 120 Teilnehmern sehr gut besucht und griff viele interessante Aspekte des Influencer Marketings auf.

Teilnehmer Marketing Club Podiumsdiskussion zum Thema Influencer Marketing

Zu Gast waren:

  • Elvyra Geyer, Initiatorin der Vienna Fashion Week,
  • Gregor Sideris, MidMarket Marketing Leader Europe bei IBM und Top-Influencer in Österreich
  • Doris Steiner, Managing Director Digital der Agentur Ketchum Publico
  • Unser CEO, Martin Kirchbaumer

Was macht einen guten Influencer aus und wie sehen die ersten Schritte einer Kampagne aus?

Grundsätzlich muss man zwischen verschiedenen Arten von Influencern unterscheiden; Je nach Wirkungsgrad und Größe der Community wird zwischen Micro-, Midlevel- und Macro-Influencer unterschieden. Bei der Herangehensweise an eine Zusammenarbeit waren sich alle Podiumsteilnehmer einig, der Influencer muss vorrangig zum Unternehmen oder dem Produkt passen um eine möglichst glaubwürdige Kommunikation sicherzustellen. Das setzt aber auch voraus, dass sich Marketing-Mitarbeiter im Vorfeld der Kampagne ein genaues Bild über die Zielgruppe der Kampagne machen und so möglichst deckungsgleiche Influencer Communities ausmachen. Denn nur bei einer wirklich authentischen Kommunikation sind die relevanten Faktoren Brand, Kampagne und Influencer im Einklang!

Was charakterisiert einen guten Influencer?

Mehrere der Sprecher gaben auch zu verstehen, dass in Sachen Arbeitsmoral nicht jeder Influencer dem anderen gleicht. Oftmals muss man sich eine professionelle Beziehung mit allen Do´s & Don´ts erst erarbeiten und die Spielregeln festlegen. Während man in der Szene einen Anstieg der Professionalität vermerkt, gibt es doch gewisse Kriterien, die eine Zusammenarbeit erschweren. Briefings, korrekte Abrechnung und Analyse, Einhalten von Deadlines und/aber auch das Thema Exklusivität und damit die oftmals zitierte Authentizität wurde genannt.

Gerade die Selektion der passenden Influencer liegt im Aufgabenbereich der Agenturen – hier kann man aufgrund erhöhter Ressourcen und Kompetenzen – zusätzlich in unserem Fall durch die langjährige Erfahrung im Aufbau von Influencern – dem Kunden effizient und gewinnbringend Unterstützung gewährleisten, so dass eine Kampagne nicht mit den erstbesten Influencern umgesetzt wird, sondern mit den Richtigen!

Wie bemisst man den Erfolg eines Influencers und welche Probleme gibt es aktuell?

Vor allem für uns Marketer, die sich sehr auf Zahlen und Fakten verlassen, ist es manchmal schwierig einen Weg einzuschlagen, der nicht immer zu 100 % mit Zahlen belegt werden kann. Das Influencer Marketing ist nicht der Ersatz für den traditionellen Marketing-Mix, es ist vielmehr eine Ergänzung, die, wenn man es richtig einsetzt, ausgezeichnete Ergebnisse für die Marke liefern kann.

Networken, Bekannte treffen und neue Kontakte knüpfen

Das tolle an dem Abend war, dass man sich nach der Diskussion mit jedem der Sprecher unterhalten konnte. Es war höchst interessant die verschiedenen Perspektiven zu hören und auch einen Einblick zu bekommen, wie viel Arbeit sich hinter dem Influencer-sein verbirgt. So hat Gregor Sideris, einer der bekanntesten österreichischen Influencer, lachend gesagt, dass man, wenn man sich in dem Beruf behaupten will, seine Hobbys aufgeben und das Influencer-Dasein zum Hobby machen sollte.

„Jeder kann Influencer werden. Man muss nur den Switch umstellen. Statt einer Stunde Content zu konsumieren, einfach eine Stunde Content produzieren.“ Gregor Sideris

Tja, ob ihr jetzt eure Hobbys zum Thema eures neuen Blog macht oder sie ganz aufgebt, um euch dem Influencer-Dasein zu widmen ist schlussendlich ganz und gar euch überlassen.

Danke an den Marketing Club Österreich für die Einladung!

Marketing Club Österreich

Influencer Marketing. Finden. Begeistern. Messen.

Design Forum Wien

Mo, 15.01.2018

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