Kritik am Madonna Blogger Award – alles nur Zufall?

Spätestens heute, im Jahr 2017, lebt die Online-Welt von Influencern. Auch Unternehmen und Medien wissen Blogs, Youtube-Videos & Instagram-Pics immer mehr zu schätzen. Denn Produkte & Marken erhalten dank den Meinungsmachern oft nicht nur einen Push an Bekanntheit, sondern auch eine Prise Glam- & Must-have-Faktor.  Der Madonna-Blogger Award kürt daher zum 3. Mal die Besten der Besten und zeigt, dass das Blogger-Business eine ernstzunehmende Sache ist. Aber nicht alle sind davon überzeugt. Sagen wir mal so: Ob der Award mit rechten Dingen zugeht? Ma was es ned!

Morgen Abend wird zum 3. Mal der Madonna Blogger Award in Wien verliehen. Die Preisverleihung steht jedoch unter keinem besonders guten Stern, denn es hagelt viel Kritik: Was Lesern und Beobachtern sauer aufstößt, ist einerseits der Abstimmungsprozess und andererseits so manche Nominierung.

Wer wird wie nominiert – Kritikpunkt 1-4

Via Facebook konnten Vorschläge für Nominierungen an Madonna weitergereicht werden. Laut dem Magazin wurden diese „streng gefiltert“ und nach Reichweite, Beliebtheit und Glaubwürdigkeit von der Redaktion ausgewählt. Ergeben hat diese Auslese acht verschiedene Kategorien mit jeweils vier nominierten Award-Anwärtern.

Folgenden Kategorien wurden die Blogger zugeordnet: Fashion, Beauty, Lifestyle, Food, Health & Fitness, Mama, Youtube, International, Bildung und New Face. So weit, so gut, denn die Aufsplittung in verschiedene Kategorien ist nur fair. Gleiches mit Gleichem vergleichen, you know… Wobei gerade das – laut Kritikern – nicht geglückt ist. #youhadonejob

  • Was manch einem nämlich etwas suspekt erscheint, ist, dass Philipp Ploner für die Kategorie New Faces nominiert wurde. Ploner ist Geschäftsführer von Ploner Communications, der Agentur, die Madonna als Kunden betreut – ein Zusammenhang ist daher wirklich nicht so leicht von der Hand zu weisen. Aber gut, wenn es nur das wäre…
  • Hinzu kommt, dass die Kategorie New Faces angeblich erst nachträglich hinzugefügt wurde. Böse Zungen behaupten daher, dass man sie extra für Ploner und seine Agentur gegründet hat. Darüber, ob alle New Faces miteinander vergleichbar sind und nach denselben Auswahlkriterien gewählt wurden, lässt sich demzufolge streiten.
  • Auch die Anschuldigung, Nominierte würden Fake Follower auf Instagram kaufen, steht im Raum. Demnach wäre das Auswahlkriterium der Reichweite nicht mehr gerechtfertigt und zuverlässig.
  • Last but not least: Der letzte Blog-Beitrag einer nominierten Bloggerin soll bereits mehr als 5 Monate zurückliegen. Ist das der Fall, wäre dies den anderen Blogs bzw. Kanälen gegenüber nicht gerecht.

Wer gewinnt wie – Kritikpunkt 5

Über das Schicksal der Nominierten bestimmen beim Madonna Blogger Award zu einer Hälfte die Leser und zur anderen eine Fachjury. Diese kann sich übrigens wirklich sehen lassen: Mit dabei ist beispielsweise Sami Slimani, dessen Schwester übrigens auch zu den Nominierten zählt. Die Leser und Follower der Blogger, Youtuber und Influencer können per Online-Voting für ihren Favoriten abstimmen.

  • Hier schlummert auch schon das nächste Fragezeichen: Bereits in den vorhergehenden Jahren gab es angeblich Probleme beim Online-Voting. Die Kritik besteht darin, dass der Online-Voting-Prozess mit geringen Programmierkenntnissen manipulierbar wäre und man so unendlich abstimmen könne.

Die Menge an Kritikpunkten lässt somit den Blogger-Award in keinem guten Licht dastehen.   Nichtsdestotrotz ist die Idee eines Bloggerawards in Österreich sehr zu begrüßen und bisher wurden auch keine Vermutungen bestätigt. Wer weiß, vielleicht arbeitet man zukünftig an größerer Transparenz und einem sicheren Abstimmungsprozess. Wünschenswert ist es jedenfalls.

Quelle: ivy.at – Blogbeitrag von Iwona Laub

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