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Say Hello to Allo: Googles späte Antwort auf WhatsApp

Vielleicht habt ihr schon von Allo gehört, Googles neuem Messenger-Dienst. Doch was kann Allo, was WhatsApp nicht kann? Und ist Allo interessant für Nutzer von Thremaa, Telegram & Co.?

Allo – die erste Frage, die sich uns aufgedrängt hat: Hä, es gibt doch schon Google Hangouts, welchen Sinn hat da ein zweiter Messenger von Google?! Die Frage wird von Google kurz und knackig beantwortet: Hangouts soll sich als B2B-Messenger etablieren, Allo hingegen positioniert Google als Instrument für die private Kommunikation, um Messenger der Konkurrenz auszubooten.

Was wird Neues geboten? Warum eigentlich zu Allo wechseln? OMG, ich hab keine Lust auf den zehnten Messenger auf meinem Smartphone!

Für neue Messengerdienste ist es heutzutage immens schwer, Fuß zu fassen. Über die letzten Jahre haben sich Milliarden Nutzer an ihre Messenger gebunden, die nur aus einem plausiblen Grund den Anbieter wechseln würden: wenn ihre Kontakte auch wechseln. Ein Messenger hat wenig Sinn, wenn man der einzige User weit und breit ist. Wir haben uns deshalb der Frage gewidmet: Was ist anders bei Google Allo? Und was ist besser?

Allo: Intelligenter Assistent an Board

Allo hat das Potenzial, unsere tägliche digitale Kommunikation zu verändern. Neben des gewohnten Umfangs an Funktionen (Nutzer können sich mit ihren Kontakten mittels Emojis, Bilder oder Videos unterhalten) verfügt Allo über eine Art künstliche Intelligenz, die wie ein realer Kontakt in der Liste der gespeicherten Kontakte aufscheint. Google Assistant hilft euch bei Fragen, stellt euch täglich bei Bedarf das Wetter vor, spielt kleine Spielchen mit euch für zwischendurch und kann sich sogar in einen bestehenden Dialog zwischen dir und deinen Freunden einbringen. Ein künstlicher Charakter wie Siri, nur anders, und irgendwie echter. Auf die Frage „What can you do?“ (mittels Tastatur oder via Spracherkennung) liefert der Assistent eine Reihe an Features, die allesamt direkt das geballte Google-Wissen nützen.

Ein kleiner, temporärer Nachteil am Rande: Vorerst könnt ihr nur in Englisch mit dem Google Assistant flirten, das soll sich aber mit den kommenden Updates ändern.

Unser gutes (hyperintelligentes) Gewissen

Ein weiteres – und wohl etwas unheimliches – Feature nennt sich Intelligente Antwort: Allo merkt sich dadurch die Gesprächsverläufe von euch und eurem Gesprächspartner und schlägt bei Bedarf passende Antworten vor. So sollte sich nach einiger Zeit ein semiautomatischer Chatverlauf ergeben. All das funktioniert – erstaunlich gut – auch mit Fotos und Emojis.

Google wirbt außerdem mit einer Chatverschlüsselung (Inkognitomodus), wie man sie von Telegram, Threema und mittlerweile auch von WhatsApp kennt. Unserer Meinung nach sollte die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung inzwischen aber ohnehin Standard sein. Safety first.

Ein kleines Manko versteckt sich derzeit noch in der Anmeldung von Allo: Wie ursprünglich auch bei WhatsApp ist der Dienst an eine Handynummer gebunden und derzeit nur am Smartphone verfügbar. Ebenfalls benötigt wird ein Google Account, um alle Features nahtlos nutzen zu können.

Fazit: Alles kann, nichts muss

Allo steht in den Startlöchern, vieles ist möglich und einiges noch offen. Die integrierten Features sind nette Spielereien und mitunter durchaus nützlich. Ob Allo jedoch andere Messenger ersetzen kann, hängt maßgeblich mit der Frage zusammen, ob Google es schafft, Nutzer langfristig an seinen Dienst zu binden – denn wo keine Nutzer, da keine Kommunikation. Den Bedarf für einen weiteren Messenger können wir jedenfalls noch nicht erkennen.

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