Entdecker, Brückenbauer & Pioniere #Pioneers16

Wo tags zuvor noch von politischen Umbrüchen und dem größten Paradigmenwechsel unserer Republik gesprochen wurde, beweist das Pioneers Festival einmal mehr, dass die Zukunft doch näher ist als gedacht. Manchmal nur ein Investment entfernt. Wir haben uns für euch beim angesagtesten Startup-Event umgeschaut.

Wien, das Mekka der Startup-Szene

Berlin, Amsterdam oder London: Vergesst diese Hippster-Städte! Dieser Tage lockt das traditionelle und geschichtsträchtige Wien die Startup-Szene samt laktosefreien Mokka-Latte aus ihren Co-Working-Spaces, Garagen und Loft-Büros. Dass die Tradition nicht gänzlich fehl am Platz ist, zeigt nicht zuletzt die Geschichte des Pioneers Festivals, das nun schon zum 5. Mal die Wiener Hofburg beehrt und einmal mehr zum Dreh- und Angelpunkt für Gründer (die, die es bereits sind, oder jene, die es mal werden wollen), Investoren (das sind die, die eure Ideen finanzieren) und Medien (die, die von euren Ideen schreiben) wird. Und auch heuer folgten mehr als 2.000 Pilger dem Ruf des Aufbruchs und feierten – so der ausdrückliche Wunsch der Veranstalter, man sei ja keine Konferenz, sondern in der Tat ein Festival – die eigenen, fremden, vergangenen, aber doch primär die zukünftigen Ideen, die unsere Welt zu einem besseren Ort machen sollen.

High-Five für Pioneers

Mit einem High-Five unter ebenso futuristischem wie traditionellem Ambiente startete das Pioneers Festival. Dass die Veranstalter nebst bekannten Speakern und Gästen viel Wert auf den persönlichen Kontakt zwischen Gründern und Investoren, Medien und Vertretern aus Wirtschaft und Politik legen, zeigen dutzende Networking und 1:1 Spaces, in denen Ideen besprochen und entwickelt werden können. Vorbei an ausgewählten Startups wie Icarus VR und Hyperloop betreten wir die ehrwürdigen Hallen, an deren Eingängen ausnahmsweise keine Anzug tragenden Staatsmänner empfangen werden, sondern mit Converse und Hornbrillen bestückte IT-Nerds, die mit Ihren Ideen die Welt im Sturm und mit Geek-Power erobern wollen. Dabei sind ihren Ideen keine Grenzen gesetzt: Apps, Hardware, neue Algorithmen, Programme – alles ist möglich, nichts ist verpönt. Zuhören und lernen heißt es vor den fünf Bühnen, vor denen wir jenen illustren Speakern lauschen können, die es geschafft oder eben nicht geschafft haben. Frei nach dem Motto „Fail, fail again, fail better“ bleibt der Besucher zwangsläufig Realist, verkauft keine großen Träume, sondern vielmehr die große Raison, überlegt und kalkuliert Ideen zu realisieren.

Bühne frei

Auch heuer sorgten die Veranstalter für ein hochkarätiges Programm mit einer Mischung aus Kitsch (á la „You can do it“) und knallhartem Profitfokus („Is it useful and what’s the profit?“). Living Essentials Gründer, Manoj Bhargava, sprach in seiner Opening Keynote davon, die Welt zu einem besseren Ort zu machen. Dass ihm dabei nicht nur bahnbrechende Ideen helfen, sondern manchmal auch einfach nur ein Fahrraddynamo, der Haushalte in ärmlichen Regionen einen Tag mit Strom versorgen könne, unterstreicht jene Mentalität, die diesem neuen Gründergeist innewohnt: Evolution und Nutzbarkeit, Erleichterung und Verbesserung. Natürlich bleibt auch genügend Zeit zum Träumen: Ambarish Mitra zum Beispiel hat sich der Entwicklung künstlicher Intelligenz verschrieben. Mittels App und selbstlernender Software-Algorithmen befinde sich die AI mittlerweile auf dem Niveau von 6-Jährigen. Aber auch Investoren, Berater und Branchenkoryphäen wie Wikipedia-Gründer Jimmy Wales erhalten Raum und Zeit für die ein oder andere Weisheit – schlussendlich geht es beim Feiern auch darum, etwas zu lernen, Kontakte zu knüpfen, Netzwerke auf- und auszubauen und Business-Relations zu etablieren. So verwundert es nicht, dass sich auch die hiesige Politik- und Wirtschaftsbranche rund um Startup Incubator Programme der Post oder dem AWS ein Stelldichein am Festival gaben.

Übrigens: Wer nicht in die Gunst eines der heißbegehrten Tickets gekommen ist, konnte die Vorträge einfach, komfortabel und gratis via Livestream verfolgen.

7 Ecosystems: Von life-changing bis einfach smart

Wer Startups vorwiegend mit Apps verbindet, der täuscht sich. Schon längst hat sich die Branche der Jungunternehmer (oder wie man in Fachkreisen sagt: Entrepreneurs) von den populären Software-Startups wie Runtastic, Instagram, Wikipedia oder Tumblr losgelöst und beschreitet für Österreich noch unbekannte, aber gänzlich neue Pfade. Der Mikrokosmos erweitert sich um eine Galaxie gänzlich anderen Ausmaßes. Das Pioneers Festival zollt dieser Generalisierung und dem Potential innovativer Change-Maker Tribut und widmet sich sieben unterschiedlichen Disziplinen, aus deren Kreisen das zweitägige Programm sowie die Auswahl der Startups zusammengestellt und präsentiert werden:
Business & Productivity, Financial Services, Lifestyle & Entertainment, Materials & Manufacturing, Mobility & Transportation, Energy & Utilities und Life Sciences & Agriculture.

Pioneesr 7 Ecosystems

Pitchen und gewinnen

Die Startup-Szene vernetzen ist das eine, einzelnen Unternehmen aber wirklich auf dem teils beschwerlichen Weg zur Realisierung zu verhelfen, das andere. So veranstaltete das Pioneers Festival schon im Vorfeld eine Challenge, bei der rund 500 Startups Zutritt zum Festival und den damit verbundenen potentiellen Ressourcen erhalten konnten. Wertvolle Mentoring-Schulungen sind darin ebenso enthalten wie die Möglichkeit, direkt am Festival vor versammelten Publikum die eigenen bahnbrechenden Ideen vorzustellen.

#innovation meets #history in #vienna #franzjosef #cyborg #pioneers16

Ein von @nikapeterek gepostetes Foto am

So lässt man sich als mehr oder weniger neutraler Besucher auf ein buntes Treiben ein, dass ungewöhnlich ansteckend wirkt. Wir konnten uns selbst nach dem Besuch nicht des besonderen „Ich kann alles, ich will auch etwas Eigenes auf die Beine stellen“-Gefühls erwehren. Kurzum: Die Zeit ist reif für das nächste Pioneers Festival!

High-Five!

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