Ein Blog ist keine Insel

Die Zahl der Unternehmen mit Corporate Blogs wächst. Und obwohl das Bewusstsein für die mehrdimensionale Wirkung der Plattform steigt, lässt die Umsetzung oft zu wünschen übrig. Durch diese Faustregeln lassen sich die häufigsten Fehler vermeiden.

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„Facebook ist doch genug, oder?!“

Nicht ganz. Ein Auftritt auf Facebook mag zwar durchaus seine Berechtigung und Gründe haben, Corporate Blogs bieten jedoch weitaus andere Möglichkeiten: Unternehmen können sich, ihre Unternehmenskultur sowie Produkte und Prozesse vorstellen oder mit einer geeigneten Content Strategie branchenspezifische Themen aktiv behandeln und zum Diskurs einladen. Der ausschlaggebende Grund aber, der für Corporate Blogs spricht, heißt SEO. Mittels SEO (Search Engine Optimization bzw. Suchmaschinenoptimierung) und dem richtigen Know-How lassen sich Texte inhaltlich so optimieren, dass Blogs und Beiträgen eine höhere Gewichtung bei der Google-Suche zukommt, sie in der Platzierung der Suchergebnisse nach oben wandern und somit eher gefunden werden. Welchen Mehrwert bietet schon ein Unternehmensauftritt im Netz, wenn er nicht gefunden wird und für das Publikum unsichtbar ist?

Facebook (und gegebenenfalls andere Social-Media-Kanäle) können die Verbreitung von Blogartikeln unterstützen. Die Generierung von Inhalten sollte aber aus den genannten Gründen auf der eigenen Domain passieren: Zum einen, weil soziale Medien schnelllebig sind und Kanäle, die heute im Trend sind, morgen schon veraltet sein können; zum anderen, weil Inhalte, die auf der eigenen Seite erstellt werden, auch in der Hand des Unternehmens bleiben. Alles, was auf Facebook & Co. geteilt wird, gehört im Zweifel zumindest teilweise der jeweiligen Plattform.

 

Selbstbeweihräucherung als No-Go!

Wichtig: Corporate Blogs sollen kein weiterer Werbekanal sein. User durchschauen es sofort, wenn ein Blog nicht authentisch ist. Und einmal verloren, kommen User so schnell nicht wieder. Rühren Sie lieber weniger die Werbetrommel und bieten dafür Inhalt mit Mehrwert: Insights und Produkttests, aber auch Off-Topic-Beiträge regen den User an, sich mit dem Unternehmen zu identifizieren. Das A und O ist ein ausgewogener Content-Mix. Bleiben Sie dabei ehrlich und authentisch, fühlen Sie sich in Ihre Zielgruppe hinein und suchen Sie durchaus auch mal den Dialog.

 

Blogging findet in der Community statt

Wie für jeden Blog gilt auch im Corporate-Bereich: Blogs sind keine Insel. Nur durch Verlinkungen zu anderen Beiträgen, Blogs und Websites sowie dem Zulassen von Diskussionen auf dem Blog selbst kann sich eine Community bilden. Findet ein Austausch auf der Seite statt, bleibt die Leserschaft nicht nur erhalten, sondern kehrt zurück und hat auch Freude daran, sich einzubringen.

 

Regelmäßigkeit ist Trumpf

Bis es allerdings so weit ist, kann einige Zeit vergehen. Bloggen passiert nicht nebenbei, sondern ist harte Arbeit:Gut recherchierte Artikel in regelmäßigen Abständen zu veröffentlichen, ist das Um und Auf. Zu erwarten, nach ein paar Beiträgen bereits gelesen zu werden oder gar etabliert zu sein, wäre vermessen. Gerade qualitativ hochwertiges SEO braucht Zeit, bis es greift und Erfolge bringt. Die Community wächst zwar langsam, bleibt dafür aber erhalten, wenn das Niveau und Interesse aufrechterhalten werden können. Also besser, Sie schreiben einen Artikel weniger, dafür qualitativ umso wertvoller.

 

Gutes Content Marketing will gut überlegt sein. Ein guter Corporate Blog, der die interaktive Schnittstelle zwischen Unternehmen und Kunden symbolisiert, kann nachhaltig und positiv zur Reputation beitragen. In Kombination mit Social-Media-Kanälen wie Facebook können Sie große Wirkung erzielen. Entscheiden Sie sich, den hohen Aufwand zu betreiben, lohnt es sich garantiert.

 

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