3, 2, 1, Influence!

Am 7. Dezember brachte die #INREACH-Influencer-Marketing-Konferenz Experten mit Bloggern und Online-Meinungsmachern zusammen. Dabei war ein eindeutiger Trend in der Marketingwelt erkennbar: YouTube-Influencer.

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Auf der #INREACH Influencer Marketing Konferenz in Berlin wurde von Beginn an klargestellt: YouTube-Stars, die Werbung machen, sind keine Werbeträger im klassischen Sinne, sondern vielmehr sogenannte Influencer (dt.: Einflussnehmer). Influencer sind einerseits Teil einer Zielgruppe und andererseits Meinungsmacher derselben. Sie nehmen Produkte unter die Lupe und berichten dann in ihrem YouTube-Channel darüber. Wer denkt, es handelt sich um ganz normale Testimonials, die von Unternehmen dafür bezahlt werden, ihre Produkte kräftig zu bewerben, der irrt.

Werden Sponsorings für gewöhnlich transparent kommuniziert und die Werbungen als solche auch gut sichtbar und namentlich gekennzeichnet – durch den Schriftzug „Anzeige“ bzw. „Werbung“ –, so fehlt diese Kennzeichnung in der Regel bei YouTube-Channels. Ob und welche Firma den jeweiligen Influencer sponsert, wird erst ersichtlich, sobald der Betreiber des Kanals das Produkt beim Markennamen nennt.

Influencer Marketing: It’s all about being real!

Im Unterschied zu klassischen Werbeträgern testen Influencer Produkte auf Herz und Nieren. Dabei sind sie durchaus oft auch kritisch und weisen auf negative Aspekte hin. Genau deshalb sind die neuen Meinungsmacher glaubwürdig. Meist haben sie sich über Jahre einen gewissen Ruf aufgebaut und nehmen es nicht in Kauf, diesen durch Werbung im herkömmlichen Sinne aufs Spiel zu setzen. Sobald die Community das Gefühl hat, der Influencer ist nicht mehr authentisch, verliert er seine Follower.

In der Regel sucht sich der Influencer also Marken oder Produkte aus, hinter denen er steht. Für Unternehmen, die mit den YouTubern kooperieren wollen, gilt die Faustregel: Engagement vor Reichweite. Es ist besser mit einem Influencer zusammenzuarbeiten, der weniger Reichweite hat, aber dafür eine sehr loyale Anhängerschar. Gänzlich unerlässlich ist es jedoch, dass der Influencer in die Branche passt.

Best Practice: Bibi

Eine der momentan erfolgreichsten YouTuber im deutschsprachigen Raum ist Bianca Heinicke mit ihrem Channel Bibis Beauty Palace.

Bibi deckt die Sparten Beauty und Lifestyle ab. Ihre Videos sind eine Kombination aus lustigen Alltagsepisoden, Produkttests und Verlosungen. Mittlerweile zählt ihr Kanal stolze 2,6 Millionen Abonnenten.

Die Learnings für Unternehmen

Der entscheidende Fakt, den Unternehmen berücksichtigen müssen: Die Meinungsmacher verbreiten keine von Agenturen vorgefertigte Werbebotschaft, sondern gehen nach ihrem eigenen Konzept vor. Unternehmen begeben sich also voll und ganz in die Hände der Influencer und erfahren in der Regel erst am Ende, wie ihr Produkt „beworben“ bzw. dargestellt wird.

Das klingt zwar sehr risikoreich, hat aber durchaus Vorteile. Denn wer weiß besser, wie Botschaften innerhalb einer Zielgruppe akzeptiert werden, als derjenige, der sie verbreitet?

Der Influencer verfügt also nicht nur über die Zielgruppe, das Know-How und das Standing innerhalb der Zielgruppe, sondern kann auch die Werbetrommel rühren, ohne dass es der Zielgruppe als Werbung auffällt. Ist der Influencer von einem Produkt oder einer Marke überzeugt, erreicht er die Zielgruppe unvergleichlich besser, als klassische Werbebotschaften es je könnten.

 

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